Diplomarbeit, 2012
116 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Ursprung und Konzepte der Nachhaltigkeit
II.1. Begriffshistorie
II.2. Leitbilder nachhaltiger Entwicklung
II.3. Unternehmerische Nachhaltigkeit
II.4. Zusammenfassung
III. Unternehmenskultur
III.1. Definition und Funktionen von (Unternehmens-)Kultur
III.2. Ebenen/innere Struktur der Unternehmenskultur
III.3. Entstehung und Einflussfaktoren von Unternehmenskultur
III.4. Ansatzpunkte und Vorschläge zur Kulturentwicklung
III.5. Mensch und Veränderung
III.6. Inhalte und Dimensionen von Unternehmenskultur
III.7. Typisierung nach zwei Dimensionen
III.8. Kulturmodelle und unternehmerische Nachhaltigkeit
III.9. Zusammenfassung
IV. Verankerung des Nachhaltigkeitsleitbildes in der Unternehmenskultur
IV.1. Vision einer nachhaltigen Unternehmung
IV.2. Stufenmodell unternehmerischer Nachhaltigkeit
IV.3. Nachhaltigkeitsbezogene Kulturbeeinflussung in der Praxis
IV.3.1. Die ökologische Säule
IV.3.2. Die gesellschaftliche Säule
IV.4. Systematische Kulturbeeinflussung auf Basis der vier Kulturtypen und des Stufenmodells
IV.4.1. Ausgangslagen
IV.4.2. Kulturtypen und Wandel
IV.4.3. Phasen und Phasenwechsel
IV.4.4. Situationsspezifische Maßnahmenvorschläge
IV.5. Zusammenfassung und erster Ausblick
V. Nachhaltigkeitsmanagement und Messung von Nachhaltigkeitskultur
V.1. Kennzahlen (Indikatoren) und ihre Verwendung
V.2. Indikatoren für nachhaltiges Wirtschaften
V.2.1. Ökologische Performance
V.2.2. Soziale Performance
V.2.3. Integrierte Maßstäbe unternehmerischer Nachhaltigkeit
V.2.4. Zwischenfazit zu Indikatoren für nachhaltiges Wirtschaften
V.3. Identifikation und Auswahl individueller Indikatoren
V.4. Nachhaltigkeit im Performance Measurement am Beispiel der Balanced Scorecard
V.4.1. Das Managementinstrument Balanced Scorecard
V.4.2. Die Nachhaltige Balanced Scorecard
V.4.3. Fazit zur (Nachhaltigen) Balanced Scorecard
V.5. Erkennung und Messung von Nachhaltigkeitskultur
V.6. Zusammenfassung
VI. Zusammenfassung und Fazit
Die Diplomarbeit untersucht, wie nachhaltiges Handeln und Wirtschaften erfolgreich in der Unternehmenskultur verankert werden kann. Dabei wird analysiert, inwieweit bestehende Instrumente zur Messung unternehmerischer Nachhaltigkeit genutzt werden können, um Rückschlüsse auf die Nachhaltigkeitskultur zu ziehen und einen zielgerichteten kulturellen Wandel zu steuern.
III.1. Definition und Funktionen von (Unternehmens-)Kultur
Um zu einem Begriff von Kultur zu gelangen, hat von Keller eine Essenz aus insgesamt 270 Definitionen des Kulturbegriffs konzentriert:
1. Kultur ist vom Menschen geschaffen: Sie entstammt kollektivem Handeln und Denken von Individuen und umfasst sichtbare Kulturerzeugnisse (wie Literatur und Gegenstände aller Art), schematisierte Verhaltensformen (Sitten, Gebräuche), Institutionen und Organisationsformen (Ehe, Familie) sowie die dem Verhalten zugrundeliegenden Überzeugungen, Motive, Einstellungen und Werte.
2. Kultur ist ein soziales, überindividuelles Phänomen: Sie wird überliefert in und getragen von (den Mitgliedern) einer sozialen Gruppe, ist in ihrem Fortbestand aber nicht auf das einzelne Individuum angewiesen.
3. Kultur wird erlernt: Überzeugungen, Verhaltensweisen und -regeln werden von vorherigen Generationen in einem Lernprozess übernommen.
4. Kultur schlägt sich nieder in und wird übermittelt mit Hilfe von Symbolen: Z. B. Sprache, Literatur, Kunst und Rituale besitzen Symbolcharakter.
5. Kultur ist verhaltenssteuernd: Ihre Regeln, Normen und Verhaltensvorschriften lenken das tatsächliche Verhalten ihrer Mitglieder in Richtung eines funktionsfähiges Systems.
6. Kulturen erstreben innere Konsistenz: In ihr enthaltene Normen, Überzeugungen und Verhaltensweisen sollen sich möglichst nicht widersprechen und eine wohlstrukturierte Gesamtheit bilden.
I. Einleitung: Die Einleitung motiviert die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unternehmenskultur als ganzheitlichen Ansatz, der über formale Regeln hinausgeht und alle Mitarbeiterebenen erreicht.
II. Ursprung und Konzepte der Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs nach und diskutiert Konzepte wie Corporate Social Responsibility (CSR) und Corporate Sustainability (CS) auf Unternehmensebene.
III. Unternehmenskultur: Hier werden Definitionen, Ebenen und Einflussfaktoren von Unternehmenskultur erarbeitet, wobei das Competing Values Framework als Systematik zur Typisierung dient.
IV. Verankerung des Nachhaltigkeitsleitbildes in der Unternehmenskultur: Das Kapitel bietet ein Phasenmodell zur Entwicklung nachhaltiger Organisationen und schlägt situationsspezifische Maßnahmen für verschiedene Kulturtypen vor.
V. Nachhaltigkeitsmanagement und Messung von Nachhaltigkeitskultur: Der Fokus liegt auf der quantitativen Messbarkeit von Nachhaltigkeit durch Indikatoren und der Implementierung in Managementinstrumente wie die Nachhaltige Balanced Scorecard.
VI. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine tiefgreifende kulturelle Transformation notwendig ist, um Nachhaltigkeit dauerhaft im Unternehmenskern zu verankern.
Unternehmenskultur, Nachhaltigkeit, Corporate Sustainability, CSR, Competing Values Framework, Balanced Scorecard, Unternehmensorganisation, Kulturwandel, Nachhaltigkeitsmanagement, Messbarkeit, Stakeholder, Veränderungsmanagement, Organisationsentwicklung, Ressourcenmanagement, Führung
Die Arbeit befasst sich mit der Integration von Nachhaltigkeit in die Unternehmenskultur. Ziel ist es, Nachhaltigkeit nicht nur als formale Managementaufgabe zu betrachten, sondern als tief verankerten Bestandteil des täglichen Handelns und Denkens aller Mitarbeiter zu etablieren.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Unternehmenskultur und Nachhaltigkeit, die Analyse von Kulturtypen (u.a. nach dem Competing Values Framework), das Phasenmodell unternehmerischer Nachhaltigkeit sowie Ansätze zu deren Messung.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen den kulturellen Wandel in Richtung Nachhaltigkeit methodisch unterstützen können und wie bestehende Controlling-Instrumente zur Überprüfung dieses Prozesses adaptiert werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Konzepte (wie das Phasenmodell von Benn et al. und die Balanced Scorecard) und leitet daraus eine Systematik ab, um Maßnahmen zur Kulturbeeinflussung auf verschiedene organisatorische Kontexte (Kulturtypen) zuzuschneiden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Typisierung von Unternehmenskulturen, die praktische Anleitung zur Kulturbeeinflussung anhand von Phasenmodellen und die Verknüpfung mit Performance-Measurement-Systemen.
Begriffe wie Unternehmenskultur, Nachhaltigkeitsleitbild, Change Management, systemische Kulturbeeinflussung, Performance Measurement und Nachhaltige Balanced Scorecard sind essenziell für das Verständnis der Arbeit.
Das CVF dient dazu, Unternehmenskulturen in vier Grundtypen (Human Relations, Open Systems, Internal Process, Rational Goal) zu klassifizieren. Je nach Typ ergeben sich unterschiedliche Potenziale und Hindernisse bei der Implementierung einer Nachhaltigkeitsstrategie.
Die Balanced Scorecard ermöglicht es, sowohl finanzielle als auch nicht-monetäre Faktoren zu integrieren. Durch die Erweiterung zur "Nachhaltigen Balanced Scorecard" können ökologische und soziale Indikatoren mit der Unternehmensstrategie verknüpft werden, was eine Steuerung des kulturellen Wandels erleichtert.
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