Forschungsarbeit, 2002
25 Seiten
1. Das Motiv
1.1. Vordergrund
1.2. Mittelgrund
1.3. Hintergrund
2. Zeitgeist und Zeitgeschehen im Frühstück der Bootsfahrer
2.1. Die Darstellungsart (Verborgene Aspekte von Zeitlosigkeit und Zeit)
3. Erzählte Zeit (Die Zeit der Handlung)
4. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht das Gemälde "Das Frühstück der Bootsfahrer" von Pierre-Auguste Renoir unter dem Aspekt des Zeitbezugs und der zeitlosen Darstellung. Dabei wird analysiert, wie die bildnerischen Mittel des Impressionismus eine spezifische Wahrnehmung von Zeitlichkeit, Vergänglichkeit und dem modernen Lebensgefühl des 19. Jahrhunderts erzeugen.
Die Darstellungsart (Verborgene Aspekte von Zeitlosigkeit und Zeit)
Bemerkenswert an der Darstellungsart ist zunächst einmal die diagonale Ausrichtung der Raumsituation. Renoir hat das Geschehen vor einem Geländer angeordnet, das mit seinem zügigen Ansteigen bildeinwärts nach rechts ein dynamisierendes Element in das Bildganze wirft. Der Bildraum wirkt dadurch nicht statisch und konstruiert, sondern durchaus real.
Mit dieser Realitätsnähe korrespondiert die Art der Figurendarstellung. Renoirs Figuren erscheinen äußerst lebensnah und damit zeitlich. Ihre Zeitbezogenheit resultiert jedoch nicht nur aus der Tatsache, dass hier konkrete Personen einer bestimmten Zeit in einer fließenden, naturalistischen Darstellungsart wiedergegeben wurden. Der Zeitbezug lässt sich partiell auch aus der Figurenkomposition ablesen: Wenn Renoir Fournaise und Caillebotte durch das L-förmige Kompositionsschema miteinander in Bezug setzt, dann könnte dies als ein Verweis auf die enge Verbundenheit von Stadt und Land und somit als ein charakteristisches Merkmal seiner Zeit interpretiert werden.
Zwar lassen sowohl die subtile Andeutung von Zeitgeschehen in der Figurenkomposition als auch die realitätsnahe Ausführung der abgebildeten Personen auf die Anwesenheit von Zeit und Zeitbezug schließen. Die malerische Ausführung jedoch, die in impressionistischer Manier auf Formfestigkeit und harte Konturen verzichtet, gibt diesem Bild etwas Wattiges, das nicht der harten Realität zu entstammen scheint.
1. Das Motiv: Dieses Kapitel analysiert den Bildaufbau in Vorder-, Mittel- und Hintergrund und beschreibt die dargestellten Personen sowie deren Anordnung im Raum.
2. Zeitgeist und Zeitgeschehen im Frühstück der Bootsfahrer: Hier wird der historische Kontext der impressionistischen Freizeitmotive und die Modernisierung von Paris als Spiegelbild des Zeitgeists betrachtet.
2.1. Die Darstellungsart (Verborgene Aspekte von Zeitlosigkeit und Zeit): Dieser Abschnitt erläutert, wie die impressionistische Maltechnik zur Auflösung von Konturen und zur Erzeugung einer zeitlosen, flüchtigen Bildwirkung beiträgt.
3. Erzählte Zeit (Die Zeit der Handlung): Die Untersuchung konzentriert sich auf die Gegenstände im Bild, die als Indikatoren für den zeitlichen Ablauf und den Moment zwischen Gewordensein und Werden dienen.
4. Resümee: Die abschließende Zusammenfassung zeigt auf, dass das Werk durch die Verbindung von zeittypischer Dokumentation und impressionistischer Stilistik sowohl zeitlich als auch zeitlos wirkt.
Pierre-Auguste Renoir, Das Frühstück der Bootsfahrer, Impressionismus, Zeitgeist, Zeitlosigkeit, Paris, Haussmann, Maltechnik, Freizeitmotive, Bildanalyse, 19. Jahrhundert, Kunstgeschichte, Moderne.
Die Arbeit analysiert Pierre-Auguste Renoirs Gemälde "Das Frühstück der Bootsfahrer" hinsichtlich seiner komplexen Beziehung zu Zeitdarstellung und Zeitwahrnehmung.
Die Themenfelder umfassen die Bildanalyse, den historischen Kontext des französischen Impressionismus sowie philosophische Aspekte des Zeitbegriffs.
Ziel ist es zu ergründen, wie Renoir den "Zeitgeist" des 19. Jahrhunderts einfängt und wie die impressionistische Malweise eine Spannung zwischen Momentaufnahme und Zeitlosigkeit erzeugt.
Es handelt sich um eine kunsthistorische Bildanalyse, ergänzt durch die Einbeziehung zeitgeschichtlicher Dokumente und kunsttheoretischer Schriften.
Der Hauptteil behandelt die detaillierte Bildbeschreibung, die Einordnung in den Zeitgeist der Ära Haussmann sowie die Analyse der künstlerischen Gestaltungsmittel wie Pinselduktus und Komposition.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Impressionismus, Zeitlosigkeit, Bildanalyse, Modernisierung und Renoir.
Die Eisenbahnbrücke dient als moderner Verweis auf das Industriezeitalter, Mobilität und die geänderte Lebensweise der Pariser Bevölkerung im 19. Jahrhundert.
Die Anordnung von geleerten und vollen Flaschen, Gläsern und der Serviette verdeutlicht einen Handlungsverlauf und evoziert eine Vorstellung von der vergangenen und zukünftigen Zeit.
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