Bachelorarbeit, 2018
64 Seiten, Note: 1,3
1.Einleitung
1.1 Thematischer Hintergrund und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Neuheit der Problematik
1.3 Relevanz des Themas
1.4 Aufbau der Arbeit
2.Begriffliche Grundlagen
2.1 Partizipation
2.2 Fans als Forschungsgegenstand
3. Theoretischer Teil
3.1 Forschungsstand
3.1.1 Literatur im Hinblick auf Definitionen zum Phänomen
3.1.2 Literatur im Hinblick auf Ursachen und Folgen
3.2 Kritische Würdigung und eigene Definition
4.Methodik
4.1 Forschungsdesign
4.2 Datenerhebung
4.2.1 Sampling
4.2.2 Qualitative Tiefeninterviews
4.2.3 Interviewleitfaden
4.3 Datenauswertung
4.3.1 Qualitative Inhaltsanalyse
5.Darstellung der Ergebnisse aus den Interviews
5.1 Generelle Aspekte
5.2 Ursachen des Phänomens
5.2.1 Einbindung der Fans in das Vereinsgeschehen
5.2.2 Tatsächliche Mitbestimmungsmöglichkeiten
5.2.3 Interaktionsmöglichkeiten
5.2.4 Transparenz
5.3 Folgen des Phänomens
5.3.1 Stimmungslage der Fans
5.3.2 Negative Auswirkungen „wahrgenommener Partizipation“
5.3.3 Engagement der Fans
6. Interpretation und praktische Handlungsempfehlungen
6.1 Grenzen der Arbeit
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der „wahrgenommenen Partizipation“ bei Fußballfans, um zu klären, ob und inwiefern diese das Gefühl haben, Einfluss auf vereinsinterne Entscheidungsprozesse zu nehmen, welche Ursachen diesem Empfinden zugrunde liegen und welche Konsequenzen daraus resultieren.
1.1 Thematischer Hintergrund und Problemstellung
Mit über 1,6 Milliarden Fans gilt der Teamsport Fußball als die populärste Sportart weltweit (Statista.com, 2015). Woche für Woche zieht es Tausende Fans in die Stadien ihrer Lieblingsvereine. Ohne sie ist ein professionelles Fußballspiel kaum vorstellbar. Durchschnittlich 42.000 Zuschauer besuchten in der Saison 2016/2017 die jeweiligen Spiele der Fußball Bundesliga in Deutschland (Transfermarkt.de, 2017). Dieser Zuschauerwert ist europaweit der höchste und die üblicherweise herausragende Stimmung in den zumeist ausverkauften deutschen Stadien gilt als Qualitätsmerkmal für die Fußball Bundesliga (Spox.com, 2018). Doch wie wichtig sind Fans heutzutage im professionellen Fußball überhaupt noch? Welche Rolle spielen sie eigentlich für die Vereine und den Sport? In den vergangenen zwanzig Jahren haben verschiedene Faktoren dazu geführt, dass sich die Beziehung zwischen Vereinen und ihren Fans sichtlich verändert hat (Cleland, 2010). Durch immense Transfersummen im neunstelligen Bereich, Vereinsübernahmen durch Investoren, drastisch ansteigende Ticketpreise oder gigantische Gehälter ist eine immer stärker wachsende Kommerzialisierung des Fußballs zu beobachten. Genau dieser Entwicklung steht vor allem die aktive Fanszene äußerst kritisch gegenüber. Diese sucht mittlerweile immer häufiger den direkten Dialog zum Verein, um die Meinungen der Fans einzubringen und mehr Mitspracherecht zu erhalten. Dieses Verlangen wird seitens der Vereine jedoch zunehmend außer Acht gelassen, da wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen, wenn es um vereinsinterne Angelegenheiten geht.
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der wahrgenommenen Partizipation ein und verdeutlicht die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund zunehmender Kommerzialisierung im Profifußball.
2.Begriffliche Grundlagen: Es werden zentrale Begrifflichkeiten wie Partizipation definiert und Fans als eigenständiger Forschungsgegenstand in ihren Grundzügen charakterisiert.
3. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel fasst den bisherigen Forschungsstand zusammen und führt eine kritische Würdigung durch, die in einer eigenen Definition des Phänomens mündet.
4.Methodik: Hier wird der qualitativ explorative Forschungsansatz erläutert, insbesondere das Design der Tiefeninterviews sowie die angewandte Methode der qualitativen Inhaltsanalyse.
5.Darstellung der Ergebnisse aus den Interviews: Es erfolgt die Auswertung der Interviews, wobei Ursachen wie Einbindung und Transparenz sowie Folgen wie Stimmungslage und Engagement identifiziert werden.
6. Interpretation und praktische Handlungsempfehlungen: Dieses Kapitel leitet aus den empirischen Erkenntnissen konkrete Maßnahmen für das Vereinsmanagement ab und diskutiert gleichzeitig die Grenzen der Arbeit.
7. Fazit und Ausblick: Das Kapitel schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und gibt Anregungen für zukünftige quantitative Forschungsansätze.
Wahrgenommene Partizipation, Fußballfans, Profifußball, Kommerzialisierung, Vereinsmanagement, Qualitative Forschung, Tiefeninterviews, Mitbestimmung, Fan-Partizipation, Stakeholder, Fan-Engagement, Vereinsidentifikation, Entscheidungsprozesse, Transparenz, Sportmanagement.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem psychologischen Phänomen der „wahrgenommenen Partizipation“ von Fußballfans, also dem Gefühl der Fans, bei Entscheidungsprozessen ihres Vereins gehört und respektiert zu werden.
Zentral sind die Beziehung zwischen Profivereinen und ihren Fans, der Einfluss der Kommerzialisierung auf die Fankultur sowie die Frage, durch welche Faktoren sich Fans als Teil des Vereins fühlen.
Ziel ist es, das Phänomen wissenschaftlich abzugrenzen, mögliche Ursachen und Folgen zu identifizieren und ein Modell zu entwickeln, das Vereinen hilft, die Bindung zu ihren Fans zu stärken.
Es wurde ein qualitativ-explorativer Ansatz gewählt, bei dem sieben Fußballfans in leitfadengestützten Tiefeninterviews befragt und die Ergebnisse anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einbettung die Ergebnisse der Interviews präsentiert. Dabei werden vier Ursachen (Einbindung, Mitbestimmung, Interaktion, Transparenz) und drei Folgen (Stimmungslage, negative Auswirkungen, Engagement) detailliert analysiert.
Wichtige Begriffe sind wahrgenommene Partizipation, Fan-Engagement, Vereinsmanagement, Kommerzialisierung und qualitative Sozialforschung.
Die Studie zeigt, dass eine Mitgliedschaft, die mit Stimmrechten verbunden ist, ein wesentlicher Faktor für das Gefühl ist, Einfluss auf das Vereinsgeschehen nehmen zu können.
Das Phänomen ist ein Massenphänomen, da es aufgrund der Größe moderner Proficlubs meist die Gesamtheit der Fans oder spezifische Gruppen (wie Ultras) betrifft und selten den einzelnen Fan isoliert anspricht.
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