Bachelorarbeit, 2018
62 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. THEORIE
2.1 DIE MULTIOPTIONSGESELLSCHAFT NACH GROSS
2.1.1 Der Steigerungsimperativ und seine Folgen
2.1.2 Der Demographische Wandel der Gesellschaft
2.2 ENTSCHEIDUNG
2.2.1 Entscheidungstheorien
2.2.1.1 Die Nutzentheorie
2.2.1.2 Die Erwartungstheorie (Prospect Theory)
2.2.1.3 Option
2.2.1.4 Ereignis
2.2.1.5 Konsequenz:
2.2.1.6 Attribut
2.2.1.7 Ziele
2.2.1.8 Gründe
2.2.2 Entscheidungstypen nach Schwartz
2.2.2.1 „Maximizer“, „Der Maximierer“
2.2.2.2 „Satisficer“, „Der Genügsame“
2.2.3 Problemkontext Entscheidung und Multioption
2.2.3.1 „Information Overload“ & Entscheidungsparalyse
2.2.3.2 „Paradox of Choice“
2.3 LEBENSZUFRIEDENHEIT
2.3.1 Problemkontext Lebenszufriedenheit und Multioption
2.3.1.1 Tyrannei der Freiheit / Das Freiheitsparadox
2.3.2 MESSUNG DER LEBENSZUFRIEDENHEIT
3. FRAGESTELLUNGEN
4. METHODIK
5. ERGEBNISSE
5.1 ZUSAMMENHANG OPTIONSVIELFALT & ENTSCHEIDUNGSVERHALTEN
5.2 ZUSAMMENHANG OPTIONSVIELFALT & LEBENSZUFRIEDENHEIT
5.3 ERGÄNZENDE ERGEBNISSE
6. DISKUSSION
6.1 INTERPRETATION DER BEOBACHTETEN ERGEBNISSE UND EIGENE STELLUNGNAHME
6.2 KRITISCHE WÜRDIGUNG UND EMPFEHLUNGEN FÜR FORSCHUNG
7. QUELLEN/LITERATURVERZEICHNIS
7. ANHANG
A STUDIEN
B ABBILDUNGEN
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den aktuellen Forschungsstand zum Einfluss der wachsenden Möglichkeiten in einer modernen Multioptionsgesellschaft auf das Entscheidungsverhalten und die Lebenszufriedenheit darzustellen und kritisch zu analysieren. Dabei wird untersucht, ob sich die Zunahme an Optionen negativ auf das menschliche Wohlbefinden und die Qualität der Entscheidungsfindung auswirkt.
2.2.3.1 „Information Overload“ & Entscheidungsparalyse
Im Zeitalter des Internets, in dem man so gut wie immer und überall auf nahezu eine endlose Vielfalt an Informationen zugreifen kann, gewinnt der Begriff „Information Overload“ zunehmend an Bedeutung. Der Begriff „Information Overload“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie, Informationsüberfluss. Bezogen auf die Multioptionsgesellschaft bedeutet das, dass je mehr Wahlmöglichkeiten zur Auswahl stehen, desto mehr Informationen eingeholt, verarbeitet und bewertet werden müssen, um eine Entscheidung treffen zu können. Jedoch kann all das Recherchieren, Prüfen und Abwägen auch sehr ermüdend sein. Hierbei wird von der Entscheidungsparalyse gesprochen, bei der immer weiter nach neuen Erkenntnissen gesucht wird und Details verglichen werden, bis eine Endlosspirale entsteht. Das Hauptproblem ist dabei, dass der Mensch gar nicht in der Lage ist, so viele Informationen gleichzeitig aufzunehmen oder gar zu verarbeiten und bewerten. Der US-amerikanische Psychologe George Armitage Miller veröffentlichte schon 1956 eine Untersuchung darüber, welche Menge an Informationseinheiten ein Mensch gleichzeitig verarbeiten kann und fand heraus, dass es 7+/- 2 Einheiten sind. Seither gibt es Millers magische Zahl 7.
Und wie reagieren die Menschen darauf? Indem sie Zeit schinden und ihre Entscheidung (noch) nicht treffen bzw. verschieben, um etwaige Konsequenzen zu meiden. Dabei wird häufig vergessen, dass sich manche Dinge aber eben nicht besser entwickeln, wenn man sie hinauszögert, sondern eventuell immer schlimmer und die Entscheidungen immer schwerer fallen können. Des Weiteren, können sich Türen, die wir uns versuchen wollen offenzuhalten, um noch weitere Fakten zu sammeln, -die am Ende womöglich doch keine spürbaren Auswirkungen auf die Qualität der Wahl haben,- auch wieder schließen.
1. EINLEITUNG: Führt in die Problematik einer Gesellschaft ein, die durch eine unbegrenzte Optionsvielfalt geprägt ist, und stellt die Kernfrage nach den Auswirkungen auf das menschliche Handeln.
2. THEORIE: Erläutert die soziologischen und psychologischen Grundlagen der Multioptionsgesellschaft sowie Theorien zu Entscheidungstypen und dem Konstrukt der Lebenszufriedenheit.
3. FRAGESTELLUNGEN: Formuliert die zentralen Hypothesen der Arbeit hinsichtlich der negativen Einflüsse von Optionsvielfalt auf Entscheidungsverhalten und Lebenszufriedenheit.
4. METHODIK: Beschreibt das Vorgehen der systematischen Literaturrecherche in sieben psychologischen Datenbanken zur Identifikation relevanter Studien.
5. ERGEBNISSE: Präsentiert die empirischen Befunde aus den 38 ausgewerteten Publikationen zum Zusammenhang von Optionsvielfalt, Entscheidungsverhalten und Lebenszufriedenheit.
6. DISKUSSION: Reflektiert die gefundenen Ergebnisse kritisch, verknüpft sie mit der Theorie und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungsansätze.
Multioptionsgesellschaft, Entscheidungsverhalten, Lebenszufriedenheit, Entscheidungsparalyse, Paradox of Choice, Maximierer, Satisficer, Information Overload, Opportunitätskosten, Entscheidungsfindung, psychologische Determinanten, Wahlfreiheit, Konsumgesellschaft, kognitive Überlastung, Wohlbefinden.
Die Arbeit untersucht den Einfluss einer stetig wachsenden Anzahl an Wahlmöglichkeiten, wie sie für unsere heutige Gesellschaft typisch ist, auf das menschliche Entscheidungsverhalten und die empfundene Lebenszufriedenheit.
Die zentralen Themen sind die sogenannte Multioptionsgesellschaft, verschiedene Entscheidungstheorien, Entscheidungstypen (Maximierer vs. Genügsame), die psychologischen Phänomene des „Information Overload“ und des „Paradox of Choice“ sowie die Messung von Lebenszufriedenheit.
Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu klären, ob zunehmende Möglichkeiten einen negativen Einfluss auf das menschliche Entscheidungsverhalten sowie die subjektive Lebenszufriedenheit ausüben.
Es wurde eine systematische Übersichtsarbeit (Systematic Review) durchgeführt, bei der 38 relevante Publikationen aus verschiedenen psychologischen und ökonomischen Datenbanken seit 1990 analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Multioption, Entscheidung und Lebenszufriedenheit sowie eine detaillierte Ergebnisanalyse von empirischen Studien, die diese Konstrukte untersucht haben.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Multioptionsgesellschaft, Entscheidungsverhalten, Lebenszufriedenheit, Paradox of Choice und Entscheidungsparalyse.
Maximierer streben stets nach dem „absolut Besten“. Bei einer Vielzahl an Optionen steigt für sie der kognitive Aufwand und das Risiko von Reue und Zweifeln, was zu einer geringeren Zufriedenheit führt, selbst wenn sie objektiv das beste Ergebnis erzielen.
Sie wird genutzt, um zu erklären, warum Menschen bei zu vielen Informationen überfordert sind; da das menschliche Gehirn nur eine begrenzte Kapazität für gleichzeitig zu verarbeitende Informationseinheiten besitzt, führt ein Übermaß zu Entscheidungsparalyse.
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