Masterarbeit, 2018
126 Seiten, Note: 5.4 (CH)
1 Einleitung
1.1 Hinführung und Problemstellung
1.2 Frage- und Zielstellung
1.3 Abgrenzung
1.4 Relevanz
1.5 Aufbau der Arbeit
2 Theorie
2.1 Einleitung und Stand der Forschung
2.2 Der Begriff
2.3 Agile Werte, - Prinzipien und - Praktiken
2.4 HERMES
2.5 Lean Management
2.5.1 Begriff
2.5.2 Kategorien und Gestaltungsprinzipien des Lean Managements
2.5.2.1 Qualität
2.5.2.2 Raum und Zeit
2.5.2.3 Kosten
2.5.2.4 Muda
2.5.2.5 Wertschöpfung
2.5.2.6 Arbeit
2.5.2.7 Organisationskultur
2.5.2.8 Visuelles Management (VM)
2.6 Agile Softwareentwicklung
2.6.1 Lean Development (LD)
2.6.2 Extreme Programming (XP)
2.6.3 SCRUM
2.6.4 KANBAN
2.6.5 Weitere Quellen für agile Werte und Prinzipien
3 Das Vorgehen
3.1 Die Untersuchungskriterien
3.2 Die Operationalisierung
3.3 Die analytische Herangehensweise
4 Die Untersuchung
4.1 HERMES Werte und Prinzipien
4.2 Integration oder Verbindung?
4.3 HERMES und Agilität
4.4 Analyse des Szenarios IT-Individualentwicklung agil
4.4.1 Das Szenario «IT-Individualentwicklung agil»
4.4.2 Projektsteuerung und Projektführung
4.4.3 Eine Zwischenbilanz
4.4.4 Projektplanung
4.4.5 Anforderungen, Phasenkonzept und Änderungsmanagement.
4.4.6 Testen und Risikomanagement
4.4.7 Organisationskultur und Rollen
4.5 Die Ergebnisse
4.6 Was bedeuten die Ergebnisse?
4.7 Lösungsansätze
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Verbesserungspotenzial der Projektmanagementmethode HERMES 5.1 im Hinblick auf die Umsetzung einer agilen Denkungsart. Ziel ist es, durch die Herleitung einer Definition agiler Werte und Prinzipien zu prüfen, inwieweit HERMES 5.1 tatsächlich agil agiert oder lediglich agile Elemente in ein traditionelles Wasserfallmodell integriert.
2.5 Lean Management
Eine klare Definition des Begriffs «Lean» zu finden, bereitet Schwierigkeiten. Der Begriff sei «inflationär […] vieldeutig und bewusst so geprägt, um Wirkung zu erzielen […] ihn als eindeutigen terminus technicus zu bestimmen wird nur schwer gelingen» (Zollondz, 2013, S.XIX). Der Konzern (Toyota), dessen Produktionssystem «als Ursprung der «Lean Production» gesehen werden kann» (Dombrowski & Mielke, 2015, S.14) kennt den Begriff nicht (Zollondz, 2013, S.XIX).
Gablers Wirtschaftslexikon charakterisiert «Lean Management» als «Managementansatz, nach dem bes. durch die Grundprinzipien Dezentralisierung und Simultanisierung (verbunden mit kooperativen Verhaltensweisen) die Ziele Kundenorientierung und Kostensenkung für die gesamte Unternehmensführung realisiert werden […] » (Gabler, 2014, S.1980).
Diese sehr allgemeine Beschreibung wird durch die Präzisierung der Begriffe Dezentralisierung und Simultanisierung verständlicher. Der Kernpunkt der Dezentralisierung ist die Organisation der Arbeit in den primären Leistungsbereichen der Wertschöpfungskette in hochqualifizierten Teams mit intensiven Kommunikationsbeziehungen. Die Aufgabe der Funktionsspezialisierung (einzeln zugewiesene, detaillierte Arbeitsanweisungen) zugunsten einer integrierten Produkt-, Prozess- und Kapazitätsplanung machen den Kern der sog. Simultanisierung aus (ibid.). Im Gegensatz zu Gabler, die «Lean Production» und «Lean Marketing» separat und nicht als Teile des Lean Managements aufführen, sehen Womack & Jones (2013) die «Lean Production» als Teil eines übergreifenden Denkansatzes, dem «Lean Thinking» (S.10). Als die fünf Schlüsselprinzipien des «Lean Thinking» nennen sie: «genaue Spezifikation des Wertes [im ökonomischen Sinne] durch das spezifische Produkt, Identifikation des Wertstroms durch jedes Produkt, Flow des Wertes ohne Unterbrechungen, Pull des Wertes durch den Kunden […], Streben nach Perfektion» (Womack & Jones, 2013, S.16). Diese Beschreibung erscheint auf den ersten Blick noch abstrakter zu sein als die bei Gabler. Sobald der Leitbegriff «Wert» geklärt ist, werden die Aussagen klarer.
1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der Kombination von HERMES 5.1 mit agilen Methoden und definiert die Zielsetzung sowie die Hypothese der Arbeit.
2 Theorie: Erläutert die Grundlagen der agilen Denkungsart, das Lean Management sowie verschiedene agile Methoden wie SCRUM, KANBAN und XP als Basis für die Analyse.
3 Das Vorgehen: Definiert die methodische Vorgehensweise und die Untersuchungskriterien, die zur Bewertung der Agilität von HERMES herangezogen werden.
4 Die Untersuchung: Analysiert das Szenario "IT-Individualentwicklung agil" von HERMES im Detail und bewertet es anhand der Kriterien der agilen Denkungsart.
5 Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die Hypothese, dass HERMES Verbesserungspotenzial hinsichtlich seiner agilen Substanz aufweist.
HERMES 5.1, Agilität, Agile Denkungsart, Lean Management, Projektmanagement, SCRUM, Lean Development, KANBAN, Extreme Programming, Wertschöpfung, Prozessmodell, Softwareentwicklung, Organisationskultur, Selbstorganisation, Kundenorientierung
Die Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung der Projektmanagementmethode HERMES 5.1 hinsichtlich ihrer agilen Substanz und hinterfragt, ob HERMES tatsächlich eine agile Arbeitsweise ermöglicht.
Die zentralen Themen umfassen die Definition einer agilen Denkungsart (Mindset), die Grundlagen des Lean Managements, gängige agile Methoden (SCRUM, KANBAN, XP) und die Anwendung dieser Konzepte auf HERMES 5.1.
Die Forschungsfrage lautet: "Gibt es beim Einsatz der agilen Projektmanagementmethode HERMES Verbesserungspotenzial in Bezug auf die Umsetzung der agilen Denkungsart?"
Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse, bei der aus Fachliteratur abgeleitete Werte und Prinzipien der Agilität als Kriterienkatalog verwendet werden, um das Szenario "IT-Individualentwicklung agil" von HERMES zu bewerten.
Im Hauptteil werden HERMES 5.1, die theoretischen Hintergründe des Lean Managements sowie agile Softwareentwicklungsmethoden analysiert, um anschließend die Konformität von HERMES mit den agilen Kriterien zu prüfen.
Zu den Kernbegriffen gehören HERMES 5.1, agile Denkungsart, Lean Management, Wertschöpfung und Projektführung.
Nach Ansicht des Autors ist HERMES 5.1 in seiner jetzigen Form nicht agil, sondern integriert lediglich einzelne agile Elemente, was eher als eine "agile Fassade" bezeichnet wird.
Der Autor schlägt vor, agile Prinzipien wie Selbstorganisation und interdisziplinäre Teams konsequent vom Projektstart an zu etablieren und hierarchische Phasenmodelle zugunsten iterativer Vorgehensweisen aufzubrechen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

