Bachelorarbeit, 2017
55 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Bewegungsprofil Gewichtheben
2.1 Technikbeschreibung: Reißen und Stoßen
2.2 Maßgeblich beteiligte Gelenke und Muskulatur
3 Verletzungsprofil Gewichtheben
4 Screening-Tests
5 Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes
5.1 Functional Movement Screen
5. 2 Y-Balance Test
5.3 Weight-Bearing Lunge Test
6 Eignung der Screening-Tests im Gewichtheben
6.1 Functional Movement Screen
6.2 Y-Balance Test
6.3 Weight-Bearing Lunge Test
7 Mögliche Interventionsmaßnahmen
8 Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Nutzen ausgewählter Screening-Tests zur Verletzungsprävention im Gewichtheben zu untersuchen und wissenschaftlich zu begründen. Hierbei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern Functional Movement Screen, Y-Balance Test und Weight-Bearing Lunge Test als Indikatoren für ein erhöhtes Verletzungsrisiko bei Gewichthebern dienen können, um individuelle Trainingskonzepte zur Prävention zu optimieren.
2.1 Technikbeschreibung: Reißen und Stoßen
Sportliche Technik versteht sich als Lösungsverfahren einer Bewegungsaufgabe. Sie zielt auf das Erreichen möglichst hoher sportlicher Leistungen ab und nutzt bestmöglich die physischen und technischen Gegebenheiten des Sportlers (Wick, 2005). Eine sportliche Technik besteht aus der Form und dem Inhalt der Bewegung. Die Form meint die äußere Organisation und Struktur der Bewegung. Der Inhalt umfasst qualitative Aspekte der Bewegung (Zahran, 2003). Sportliche Technik stellt gewissermaßen ein Idealmodell eines Bewegungsablaufes zur bestmöglichen Lösung einer bestimmten sportlichen Bewegungsaufgabe dar (Güllich & Krüger, 2013).
Im Allgemeinen lässt sich das Ziel des Gewichthebens als das Reißen und Stoßen von möglichst hohen Gewichten auf einer Langhantel definieren, wobei das Gewicht zu einer Hochstrecke über den Kopf gebracht werden soll. Bei der Technik des Reißens (engl. Snatch) stemmt der Athlet eine Langhantel gemäß den Wettkampfbedingungen in einer kontinuierlichen Bewegung vom Boden mit ausgestreckten Armen über seinen Kopf. In der Endposition muss das Gewicht so lange regungslos gehalten werden, bis die Kampfrichter das Signal zum Absetzen der Hantel geben. Bis auf die Füße darf kein Körperteil des Athleten den Boden berühren (Sportordnung für Gewichtheben des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber, 2009). Die Technik lässt sich wie nachfolgend dargestellt, in sechs Phasen aufgliedern:
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz von Screening-Tests im Sport zur Identifikation intrinsischer Verletzungsrisiken und definiert das Ziel, deren Anwendung speziell für Gewichtheber zu evaluieren.
2 Bewegungsprofil Gewichtheben: Dieses Kapitel analysiert die biomechanische Struktur des Reißens und Stoßens sowie die hierbei maßgeblich beanspruchten Gelenke und Muskelgruppen.
3 Verletzungsprofil Gewichtheben: Es wird das Verletzungsprofil von Gewichthebern erörtert, wobei der Fokus auf Überlastungsschäden und typischen Fehlstellungen wie dem Upper- und Lower-Crossed Syndrom liegt.
4 Screening-Tests: Einführung in die Thematik der Screening-Verfahren und deren wissenschaftliche Anforderung als Methode zur frühzeitigen Erkennung von Risikofaktoren.
5 Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes: Eine detaillierte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Testgüte (Validität, Reliabilität, Objektivität) des FMS, Y-Balance Tests und WBT.
6 Eignung der Screening-Tests im Gewichtheben: Bewertung der Einsatzmöglichkeiten der untersuchten Tests basierend auf den erarbeiteten theoretischen Grundlagen und der aktuellen Studienlage.
7 Mögliche Interventionsmaßnahmen: Vorstellung von praktischen Übungsprogrammen zur Verbesserung von Beweglichkeit und Kraft, um identifizierte Risikofaktoren zu minimieren.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Testergebnisse mit einer Empfehlung zur praktischen Anwendung der Verfahren im Gewichthebersport.
Gewichtheben, Verletzungsprävention, Screening-Tests, Functional Movement Screen, Y-Balance Test, Weight-Bearing Lunge Test, Bewegungsanalyse, Verletzungsprofil, Muskuläre Dysbalancen, Dorsalflexion, Sportwissenschaft, Biomechanik, Trainingseffizienz, Kniebeuge, Rotatorenmanschette
Die Arbeit untersucht, wie spezifische sportwissenschaftliche Screening-Tests genutzt werden können, um Verletzungsrisiken bei Gewichthebern durch die Identifikation von Defiziten in Bewegungsabläufen und muskulären Dysbalancen zu senken.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Bewegungsprofil des Gewichthebens, der Analyse der anatomischen Belastungen, dem bestehenden Verletzungsprofil der Athleten sowie der methodischen Evaluation dreier spezifischer Screening-Testverfahren.
Das Ziel ist es, den Nutzen von FMS, YBT und WBT wissenschaftlich zu begründen, um ein effizientes Trainingskonzept für die individuelle Verletzungsprävention, insbesondere für Anfänger, ableiten zu können.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes, einer Bewegungsanalyse sowie dem Vergleich wissenschaftlicher Studien hinsichtlich Testgütekriterien und Reliabilität.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Testverfahren und die anschließende kritische Bewertung deren Eignung für die spezifischen Anforderungen des Gewichthebens.
Neben dem zentralen Begriff der Verletzungsprävention sind Begriffe wie "Functional Movement Screen", "Dorsalflexion", "muskuläre Dysbalancen" und "Biomechanik" entscheidend für das Verständnis der Arbeit.
Der Test überzeugt durch seine hohe Simplizität, den geringen Zeit- und Kostenaufwand bei gleichzeitig hoher Relevanz der gemessenen Dorsalflexion für die technisch korrekte Ausführung der tiefen Kniebeuge im Gewichtheben.
Diese Syndrome dienen als theoretische Grundlage, um spezifische Fehlstellungen und deren Zusammenhang mit Überlastungsschäden sowie deren Auswirkungen auf die korrekte Technik bei Gewichthebern zu erklären.
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