Diplomarbeit, 2004
69 Seiten, Note: 2+
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Abgrenzung
1.3 Aufbau und Vorgehen
2 Der indische Freiheitskampf
2.1 Historische Wurzeln und Entwicklung
2.1.1 Hintergrund der britischen Herrschaft über Indien – das Raj
2.1.2 Das britische Empire zu Beginn des 20. Jahrhunderts
2.1.3 Die indische Unabhängigkeitsbewegung – das Ende von britisch Indien
2.2 Mahatma Gandhi und Satyagraha
2.2.1 Satyagraha – die Idee
2.2.2 Satyagraha – die Prinzipien
2.3 Zusammenfassung
3 Der tibetische Freiheitskampf
3.1 Historische Wurzeln und Entwicklung bis 1959
3.1.1 Hintergründe der chinesischen Okkupation Tibets 1951
3.1.2 Geschichte des tibetischen Freiheitskampfs bis 1959
3.2 Der Dalai Lama und der gewaltlose Freiheitskampf ab 1959
3.2.1 S.H. der XIV der Dalai Lama
3.2.2 Politik der Exilregierung bis 1987
3.2.3 Die Unruhen von 1987 bis 1992
3.2.4 Heutiger Stand
3.2.5 China und Tibet zu Beginn des 21. Jahrhunderts
3.3 Zusammenfassung
3.3.1 Aktuelle Lage der tibetischen Diaspora
3.3.2 Politische Mittel der tibetischen Exilregierung
3.3.3 Aktionen in Tibet
4 Unterschiede und Gemeinsamkeiten
4.1 Vergleich der Besetzungsmächte: Grossbritannien und China
4.1.1 Das politische System
4.1.2 Die Kolonialisierung
4.1.3 Strategische Bedeutung der besetzten Gebiete
4.1.4 Ökonomische Interessen am besetzten Gebiet
4.2 Vergleich der Akteure: Mahatma Gandhi und Dalai Lama
4.3 Vergleich der Methoden: Satyagraha und „mitterer Weg“
5 Fazit: Perspektiven des tibetischen gewaltlosen Freheitskampfs
5.1 Weiterführung der bisherigen Strategie
5.2 Satyagraha in Tibet
5.3 Abschliessende Beurteilung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine Bilanz über den mehr als 40-jährigen gewaltlosen Freiheitskampf der Tibeter zu ziehen und diesen in einem Vergleich mit dem indischen Freiheitskampf unter Mahatma Gandhi zu analysieren, um dessen Erfolgsaussichten und Perspektiven zu bewerten.
Der indische Freiheitskampf / Mahatma Gandhi und Satyagraha
„There can be no Satyagraha in an unjust cause. Satyagraha in a just cause is vain, if the men espousing it are not determined and capable of fighting and suffering to the end; and the slightest use of violence often defeats a just cause. Satyagraha excludes the use of violence in any shape or form, whether in thought, speech, or deed. Given a just cause, capacity for endless suffering and avoidance of violence, victory is a certainty.“
In dieser Aussage Gandhis verbirgt sich die Kernfrage dieser Arbeit. Führt der gewaltlose Weg unter den genannten Bedingungen immer zu einem Erfolg?
Natürlich umfasst Gandhis Philosophie mehr als nur den gewaltlosen Widerstand. Sein negatives Verhältnis zur Industrialisierung und in diesem Zusammenhang seine Vorstellungen vom einfachen Leben und der Überlegenheit der indischen Zivilisation sind ebenfalls zentrale Gedanken in seiner Philosophie. Im Rahmen dieser Arbeit würde eine detaillierte Auseinandersetzung mit diesen Themen aber zu weit führen. Ich werde daher nur insoweit dies von Relevanz ist, auf diese Bereiche eingehen.
1 Einleitung: Einführung in die Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit, die sich mit dem gewaltlosen Freiheitskampf der Tibeter befasst.
2 Der indische Freiheitskampf: Untersuchung des historischen Kontexts und der Satyagraha-Philosophie Mahatma Gandhis als Erfolgsmodell.
3 Der tibetische Freiheitskampf: Analyse der historischen Entwicklung Tibets, der chinesischen Okkupation und der Rolle des Dalai Lama sowie der Exilregierung.
4 Unterschiede und Gemeinsamkeiten: Vergleich der beiden Konflikte hinsichtlich ihrer Rahmenbedingungen, der beteiligten Besetzungsmächte und der gewählten Methoden.
5 Fazit: Perspektiven des tibetischen gewaltlosen Freheitskampfs: Kritische Beurteilung der Zukunftsaussichten für den tibetischen Widerstand unter Berücksichtigung der vorangegangenen Analyse.
Freiheitskampf, Gewaltlosigkeit, Satyagraha, Dalai Lama, Indien, Tibet, Volksrepublik China, Exilregierung, Autonomie, Widerstand, Unabhängigkeit, Gandhi, Mittlerer Weg, Geopolitik, Menschenrechte.
Die Diplomarbeit untersucht die Perspektiven und Erfolgsaussichten des gewaltlosen Freiheitskampfes der Tibeter, indem sie diesen mit dem historischen Beispiel des indischen Freiheitskampfes vergleicht.
Die Arbeit behandelt die britische Kolonialherrschaft in Indien, das Konzept des gewaltlosen Widerstands (Satyagraha) nach Gandhi sowie die Geschichte und politische Lage Tibets unter chinesischer Herrschaft.
Das Hauptziel besteht darin, eine Bilanz über den mehr als 40-jährigen gewaltlosen Kampf der Tibeter zu ziehen und zu prüfen, ob der Erfolg Gandhis als Modell für die heutige Situation Tibets dienen kann.
Die Autorin wendet eine vergleichende historische und politikwissenschaftliche Analyse an, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Freiheitsbewegungen herauszuarbeiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des indischen Freiheitskampfes und Gandhis Philosophie sowie in eine tiefgehende Analyse des tibetischen Widerstands ab 1959 unter dem Dalai Lama.
Wichtige Begriffe sind Freiheitskampf, Gewaltlosigkeit, Satyagraha, Tibet, China, Unabhängigkeit, Exilregierung und Geopolitik.
Diese Gelübde (u.a. Ahimsa – Nicht-Verletzen) bildeten ein ethisches Fundament für Gandhis Leben und seinen gewaltlosen Widerstand, da sie Selbstbeherrschung und absolute Gewaltfreiheit forderten.
Die chinesische Führung interpretiert den "Mittleren Weg" lediglich als eine verschleierte Forderung nach Unabhängigkeit und lehnt ihn daher kategorisch ab.
Obwohl ein Referendum geplant war, kam es nicht zur Durchführung, da eine Meinungsumfrage ergab, dass die Mehrheit der Tibeter dem Dalai Lama in der politischen Strategie weiterhin bedingungslos vertraut.
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