Diplomarbeit, 2019
37 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung und Vorhaben
2. Die Kontroverse um die Darstellung des Holocaust in der Fernsehserie „Holocaust“ und dem Kinofilm „Schindlers Liste“
3. Hauptteil: Die Darstellung von Vergasungen im internationalen Nischen-Kino
3.1 KZ9 – Lager di sterminio (Bruno Mattei/1977)
3.1.1 Hintergrund des Films
3.1.2 Vergasungsszenen in KZ9 – Lager di sterminio
3.1.3 Die Vergasungsszenen in Bildern
3.1.4 Veröffentlichung, Rezeption und Kontroverse
3.2 Men Behind the Sun (Tun Fei Mou/1988)
3.2.1 Hintergrund des Films
3.2.2 Vergasungsszenen in Men Behind the Sun
3.2.3 Die Vergasungsszenen in Bildern
3.2.4 Veröffentlichung, Rezeption und Kontroverse
3.3 Auschwitz (Uwe Boll/2011)
3.3.1 Hintergrund des Films
3.3.2 Vergasungsszenen in Auschwitz
3.3.3 Die Vergasungsszenen in Bildern
3.3.4 Veröffentlichung, Rezeption und Kontroverse
4. Ergebnis und Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht die filmische Darstellung von Massenmorden durch Vergasung im Zweiten Weltkrieg, wobei ein besonderer Vergleich zwischen internationalen Nischen-Filmen mit geringem Budget und hochbudgetierten amerikanischen Mainstream-Produktionen gezogen wird, um Unterschiede in der medialen Resonanz und Darstellungsweise aufzuzeigen.
3.1.2 Vergasungsszenen in KZ9 – Lager di sterminio
KZ9 – Lager di sterminio enthält zwei ausführliche Vergasungsszenen. Die erste ereignet sich bereits im ersten Akt des Films, nach der Aussortierung der gerade im Lager angekommenen Frauen durch die SS-Männer. Die Vergasungsszene wird folgendermaßen bebildert:
Eine Gruppe komplett entkleideter Frauen wird von den SS-Leuten in einen sterilen Raum gebracht, an dessen Decke sich Lüftungsrohre befinden. Anschließend wird dem SS-Kommando über Lautsprecher befohlen, den Raum sofort zu verlassen. Wir werden Zeuge, wie außerhalb der Gaskammer ein Behälter von zwei Gasmaske tragenden SS-Männern mit Zyklon B befüllt wird. Anschließend steigt deutlich sichtbarer grauer Rauch aus der Belüftungsanlage der Gaskammer. Wir sehen als nächstes, wie die eingesperrten Frauen angesichts des Giftgases in Panik geraten, zur Tür der Gaskammer drängen, nach und nach immer mehr im Rauch verschwinden und schließlich qualvoll nach Luft ringend verenden. Ihr Todeskampf wird mit Szenen unterschnitten, in denen die SS-Führungsriege beim militant akkurat ausgeführten Abendessen in einem opulenten, mit allerlei Hakenkreuzen verzierten Festsaal gezeigt wird. Dieses Abendessen wird mit einem gemeinschaftlichen Hitlergruß eingeleitet. Die Montage dieser beiden Szenen wird von dramatischer Musik begleitet.
Nachdem sich die SS-Leute simultan mit der Serviette den Mund abgewischt haben, wird zurück in die Gaskammer geschnitten. Hier sehen wir das Ausmaß der Vernichtung anhand der Leichen der Frauen, die vor der Tür der Gaskammer aufeinanderliegen. Dabei weisen die Leichen blutige Kratzspuren auf und sind teilweise mit Fäkalien bedeckt.
1. Einleitung und Vorhaben: Der Autor führt in die Thematik der filmischen Darstellbarkeit von Holocaust-Verbrechen ein und definiert den Fokus auf drei ausgewählte Nischen-Filme.
2. Die Kontroverse um die Darstellung des Holocaust in der Fernsehserie „Holocaust“ und dem Kinofilm „Schindlers Liste“: Dieses Kapitel analysiert die öffentliche Debatte um die Mainstream-Produktionen und deren Umgang mit der bildlichen Darstellung der Gaskammern.
3. Hauptteil: Die Darstellung von Vergasungen im internationalen Nischen-Kino: Hier werden die Filme KZ9, Men Behind the Sun und Auschwitz im Detail auf ihre Vergasungsszenen, ihre Produktion und ihre Rezeption hin untersucht.
4. Ergebnis und Schlussfolgerung: Der Autor resümiert, dass die Kontroversen um Mainstream-Filme unverhältnismäßig waren und plädiert dafür, dass die Darstellung des Holocaust im Film, egal ob explizit oder angedeutet, zwingend notwendig ist.
Holocaust, Vergasung, Nischen-Film, Mainstream-Kino, KZ9, Men Behind the Sun, Auschwitz, Sadiconazista, Filmkontroverse, Mediengeschichte, Bilderverbot, Shoah, Exploitation-Film, NS-Zeit, filmische Darstellung.
Die Arbeit untersucht und vergleicht die filmische Darstellung von Massenmorden durch Vergasung im Zweiten Weltkrieg in internationalen Nischen-Filmen sowie amerikanischen Mainstream-Produktionen.
Zentrale Themen sind die visuelle Inszenierung von Gewalt, die öffentliche Kontroverse um diese Darstellungen sowie die ethische Frage nach einem filmischen Bilderverbot von NS-Verbrechen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob und inwiefern sich die Darstellung von Vergasungsszenen in Low-Budget-Produktionen von jenen des Mainstream-Kinos unterscheidet und wie die Resonanz auf diese Werke ausfällt.
Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Filmanalyse, bei der der Autor die ausgewählten Werke detailliert in Bezug auf ihre Szenengestaltung und ihren geschichtlichen Kontext hin untersucht.
Im Hauptteil werden drei Nischen-Filme (KZ9, Men Behind the Sun, Auschwitz) ausführlich analysiert, inklusive Hintergrundinformationen, Beschreibung der Vergasungsszenen und ihrer jeweiligen Rezeption.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Holocaust, Vergasung, Nischen-Film, Sadiconazista, filmische Darstellung und Filmkontroverse geprägt.
Uwe Boll wird als Regisseur des Films Auschwitz analysiert, wobei sein hybrider Stil zwischen Dokumentation und Spielfilm sowie die überraschende Altersfreigabe seines Werks durch die FSK im Fokus stehen.
Die Differenzierung dient dazu, die ungleiche Aufmerksamkeit und öffentliche Empörung zu erklären, die großen Hollywood-Produktionen zuteilwurde, während explizitere Low-Budget-Filme oft unbeachtet blieben.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein Bilderverbot kontraproduktiv wäre, da jede filmische Auseinandersetzung dazu beitragen kann, das Interesse an der NS-Vergangenheit wachzuhalten.
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