Diplomarbeit, 2005
126 Seiten, Note: 1,6
Die Arbeit befasst sich mit Pilgern als einer spezifischen Form von sozialpädagogischer Einzelfallhilfe, analysiert anhand eines konkreten Falls. Die Autorin zeigt, wie die Methode des Pilgerns als ein handlungsorientiertes Konzept bei Jugendlichen mit besonderen Herausforderungen wirkt.
Das Vorwort beleuchtet die Motivation der Autorin, sich mit dem Thema Pilgern als sozialpädagogischer Einzelfallhilfe auseinanderzusetzen. Die These der Arbeit wird vorgestellt. Im zweiten Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Arbeit behandelt. Es werden verschiedene Formen von Hilfen zur Erziehung beleuchtet, insbesondere die Entwicklung und Bedeutung der Erlebnispädagogik und intensiv sozialpädagogischer Einzelmaßnahmen. Anschließend wird das Pilgern als spezifische Form des Wanderns im Kontext der Jugendhilfe vorgestellt. Das dritte Kapitel befasst sich mit dem konkreten Fall der Pilgerreise auf dem Jacobsweg. Die Autorin beschreibt den Jacobsweg, die Maßnahme, die Methodik, die jugendliche Teilnehmerin und die Durchführung des Projekts. Die Auswertung der Reise beinhaltet die Betrachtung von Lisas Biografie, ihrer Einstellung zum Projekt, ihrem Verhalten in Konfliktsituationen, dem Einfluss der Umgebung, ihrer Beziehung zum Betreuer und der Wirkung von positiven Erlebnissen.
Sozialpädagogische Einzelfallhilfe, Erlebnispädagogik, Intensiv Sozialpädagogische Einzelmaßnahmen (ISE), Pilgern, Jacobsweg, Jugendhilfe, biografische Arbeit, Beziehungsgestaltung, Resilienzförderung.
Eine ISE ist eine Form der Jugendhilfe für Jugendliche mit massiven Verhaltensauffälligkeiten, die durch Standardangebote nicht mehr erreicht werden. Sie zeichnet sich durch eine 1:1-Betreuung und oft durch einen hohen erlebnispädagogischen Anteil aus.
Das Pilgern (z. B. auf dem Jakobsweg) ermöglicht durch die körperliche Aktivität in der Natur und die Einfachheit des Alltags die Aktivierung verschütteter Ressourcen. Jugendliche erfahren unmittelbar die Wirksamkeit ihres eigenen Handelns.
Die Rund-um-die-Uhr-Betreuung schafft eine intensive Beziehungsbasis. Konflikte können sofort bearbeitet werden, und der Betreuer kann individuell auf die Bedürfnisse und Biografien des Jugendlichen eingehen.
Durch positive Erlebnisse und das Meistern körperlicher Herausforderungen werden das Selbstwertgefühl und die Konfliktbearbeitungsfähigkeit gestärkt. Der Bezug zu sich selbst verbessert sich nachhaltig.
Oft wird sie so wahrgenommen, da sie für Jugendliche konzipiert ist, bei denen andere Maßnahmen gescheitert sind. Sie soll den sozialen Abstieg verhindern und neue Lebensperspektiven eröffnen.
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