Diplomarbeit, 2005
121 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2 Das Konzept Supplier Relationship Management als ganzheitlicher Gestaltungsansatz für den Einkauf
2.1 Historische Entwicklung des Supplier Relationship Management
2.2 Supplier Relationship Management mit mySAP SRM
2.2.1 Anwendungen im strategischen Sourcing
2.2.2 Effizienzsteigerung im operativen Procurement
2.2.3 Supplier Self-Services zur Optimierung der Lieferantenbeziehungen
2.3 Wirtschaftlicher Nutzen des Supplier Relationship Managements
3 Durchführung der Studie „Aktuelle Bedeutung und Trends von Softwareeinsatz im Einkauf“
3.1 Planung des Studienprojekts
3.2 Auswahl der Befragungsstätte
3.3 Auswahl der Befragungsmethode
3.4 Konzeption des Fragebogens
4 Ergebnisse der Studie
4.1 Allgemeine Rahmendaten
4.2 Strategische Bedeutung der Beschaffung im Unternehmen
4.3 Unterstützung des Einkaufs durch SRM-Software
4.4 Wichtigste von SRM-Software unterstützte Prozesse und Herausforderungen hierbei
4.5 Markt- und Innovationsführerschaft bei Softwareanbietern
4.6 Zukünftige Entwicklungen im Einkauf
4.7 Schlussbetrachtung und Ausblick
5 Einsatz von mySAP SRM in ausgewählten Unternehmen
5.1 mySAP SRM bei Steelcase Inc.
5.1.1 Die wichtigsten Herausforderungen bei Steelcase
5.1.2 Entscheidung für SAP
5.1.3 Hauptnutzen für das Unternehmen
5.2 mySAP SRM bei Pemex Gas
5.2.1 Anforderungen an ein SRM-System bei Pemex Gas
5.2.2 Implementierung von mySAP SRM
5.2.3 Ergebnisse der Einführung
Ziel der Arbeit ist es, die aktuelle Bedeutung von Supplier Relationship Management (SRM) sowie die Trends beim Softwareeinsatz im Einkauf zu untersuchen und den betriebswirtschaftlichen Nutzen von SRM-Softwarelösungen aufzuzeigen.
1.1 Problemstellung
Der Unternehmensgewinn lässt sich auf zwei Arten steigern: a) den Umsatz erhöhen oder b) die Kosten senken. Das Management von Unternehmen hat erkannt, dass heute mit gleichem Aufwand auf der lange vernachlässigten Beschaffungsseite mehr Wirkung für Ertrag und Wettbewerbsfähigkeit erzielt werden kann als auf der Absatzseite. Beim derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfeld stellt es jedoch eine gehörige Herausforderung dar, den Umsatz zu steigern. Die Kosten zu senken ist meist deutlich einfacher. Es stellt sich die Frage, wie ein Unternehmen es schafft seine Kosten zu senken. Die Optimierung des Beschaffungsprozesses stellt hier einen wichtigen Ansatzpunkt dar.
Eine interne Studie von SAP, die zeigt, dass eine zehnprozentige Umsatzsteigerung den gleichen Effekt hat wie eine Senkung der Materialkosten um 4 Prozent, verdeutlicht sehr stark die Bedeutung der Beschaffung für den Unternehmenserfolg. Weiterhin besagt die Studie, dass Initiativen in der strategischen Beschaffung am schnellsten einen Return on Investment erzielen (siehe Abbildung 3 auf Seite 3). Die Beschaffung muss demzufolge vom Kostendrücker zum Kostengestalter avancieren, um Wettbewerbsvorteile zu schaffen.
Andere Untersuchungen haben weiterhin festgestellt, dass 76% der Kosten, welche eine Bestellung auslösen, rein administrativen Routinearbeiten zuzuordnen sind. Diese Kostenart, die durch zeitintensive Tätigkeiten geprägt ist, kann signifikant reduziert werden. Aus diesem Grund tritt bei der Optimierung der Beschaffungsprozesse die Betrachtung der ganzheitlichen Wertschöpfungskette in den Vordergrund, der Einkauf wird somit zur strategischen Funktion. Indem operative und administrative Tätigkeiten so weit als möglich automatisiert bzw. eliminiert, an Lieferanten oder andere Hierarchiestufen übergeben werden, können sich die Einkaufsabteilungen mehr auf ihre strategischen Kernaufgaben mit höherer Wertschöpfung wie zum Beispiel Verbesserung der Lieferantenbeziehungen, Lieferantenbewertungen, Kontraktmanagement, globale Analysen und Prozessverbesserungen konzentrieren.
1 Einleitung: Erläutert den steigenden wirtschaftlichen Druck und die daraus resultierende Notwendigkeit, den Einkauf von einem reinen Erfüllungsgehilfen zu einer strategischen Funktion weiterzuentwickeln.
2 Das Konzept Supplier Relationship Management als ganzheitlicher Gestaltungsansatz für den Einkauf: Beschreibt das SRM-Konzept als Weiterentwicklung des E-Procurement, welches Prozesse und Lieferantenbeziehungen integriert.
3 Durchführung der Studie „Aktuelle Bedeutung und Trends von Softwareeinsatz im Einkauf“: Detailliert die Planung, Auswahl der Befragungsmethode und Konzeption der Umfrage auf der Fachmesse e_procure 2005.
4 Ergebnisse der Studie: Präsentiert und interpretiert die erhobenen Daten bezüglich der strategischen Bedeutung des Einkaufs, der Unterstützung durch SRM-Software und zukünftiger Markttrends.
5 Einsatz von mySAP SRM in ausgewählten Unternehmen: Analysiert anhand von zwei Fallbeispielen (Steelcase Inc. und Pemex Gas) die praktische Implementierung und den Nutzen von mySAP SRM.
Supplier Relationship Management, SRM, E-Procurement, E-Sourcing, Beschaffung, Einkauf, mySAP SRM, Softwareeinsatz, Prozessoptimierung, Kostenführerschaft, Lieferantenmanagement, Wertschöpfungskette, Wirtschaftlichkeit, IT-Strategie, Business Process Outsourcing
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Supplier Relationship Management (SRM) für den Unternehmenserfolg und analysiert, wie moderne Softwarelösungen den Einkauf bei strategischen Aufgaben unterstützen können.
Im Fokus stehen die strategische Ausrichtung des Einkaufs, E-Procurement- und E-Sourcing-Tools, das Lieferantenmanagement sowie die wirtschaftlichen Effekte durch den Einsatz von SRM-Software.
Das Ziel ist es, den Nutzen von SRM-Software aufzudecken, den aktuellen Stand des Softwareeinsatzes in deutschen Unternehmen empirisch zu ermitteln und Herausforderungen für die Zukunft zu definieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche sowie einer empirischen Studie, bei der Messebesucher der „e_procure 2005 & supply“ in persönlich-mündlichen Interviews befragt wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen von SRM, die Konzeption einer Studie, die statistische Auswertung der Umfrageergebnisse sowie die detaillierte Darstellung von zwei Anwender-Fallbeispielen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Supplier Relationship Management, E-Procurement, Beschaffungsoptimierung, Return on Investment im Einkauf und mySAP SRM beschreiben.
Die Befragten nannten vor allem hohe Einführungs- und Betriebskosten, die Komplexität der Systeme, fehlende Standardisierung der Schnittstellen sowie Schwierigkeiten bei der systemübergreifenden Integration (All-in-one-Anbieter).
Großunternehmen profitieren stärker von SRM-Tools aufgrund höherer Lieferantenanzahl und komplexerer Prozesse, während für KMU die Kosten für Implementierung und Schulung oft in keinem lukrativen Verhältnis zum Nutzen stehen.
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