Examensarbeit, 2019
33 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Aufmerksamkeit
1.1 Definition und Abgrenzung
1.2 Ursachen für Unaufmerksamkeit
1.3 Bedeutung für die schulische Praxis
2. Darstellung der Ausgangslage
2.1 Aufmerksamkeit in der Lerngruppe
2.2 Fragebogen zur Konzentration
2.2.1 Bedeutung der Fragen
2.2.2 Auswertung
3. Vorstellung ausgewählter Strategien
3.1 Was ist Achtsamkeit?
3.1.1 Achtsamkeitsübungen und verbale Selbstinstruktion
a) Stundenbeginn
b) Während der Arbeitsphasen
c) kurze Pausen innerhalb der Unterrichtsstunde
4. Einordnung in die Unterrichtseinheit
4.1 Dokumentation ausgewählter Unterrichtssequenzen
5. Evaluation
5.1 Rückmeldungen der Lerngruppe
6. Fazit
Die vorliegende pädagogische Facharbeit untersucht Möglichkeiten der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsförderung in einer siebten Gymnasialklasse im Fach Biologie, um ein lernförderliches Unterrichtsklima zu etablieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob spezifische Strategien die Konzentrationsfähigkeit der Lernenden positiv beeinflussen können.
1.1 Definition und Abgrenzung
Die Frage, wie Aufmerksamkeit definiert wird, lässt sich nicht eindeutig beantworten, da in der Wissenschaft keine einheitliche Definition des Aufmerksamkeitsbegriffs besteht. In der Literatur finden sich allein in der psychologischen und neurobiologischen Forschung zahlreiche Aufmerksamkeitsdefinitionen. RAPP nimmt folgende Definition vor, die hierbei exemplarisch ausgewählt wurde, weil sie in den Schulkontext passt und keine allzu spezielle Definition der Psychologie darstellt:
„Aufmerksamkeit ist keine gesonderte Funktion, die losgelöst von anderen psychischen Funktionen auftritt. Aufmerksamkeit begleitet und verändert vielmehr bestimmte psychische Prozesse und Handlungsabläufe. Das allgemeine und unklare Wahrnehmen wird durch die Aufmerksamkeit auf bestimmte Gegenstände ausgerichtet und intensiviert.“ (RAPP 1982: 20)
Da die Begriffe Aufmerksamkeit und Konzentration häufig als Synonyme verwendet werden, werden im Folgenden als Versuch einer Begriffsabgrenzung Definitionen vorgestellt, die den Zusammenhang beider Begriffe veranschaulichen sollen:
„‘Sich konzentrieren‘ heißt nichts anderes, als seine Aufmerksamkeit auf genau die Information zu richten, die man sich merken muss.“ (STÜCKE 1999: 7)
„Konzentration ist als Fähigkeit zu verstehen, die eigene Aufmerksamkeit zielgerichtet über einen begrenztem Zeitraum hinweg auf einen bestimmten Reiz zu richten.“ (KROLL-GABRIEL 2011: 3)
„Konzentration [wird] […] als eine besondere Form der Aufmerksamkeit im Sinne einer Steigerung angesehen, bei der die willentliche Ausrichtung und die Länge der Aufmerksamkeit bedeutsam sind.“ (KÜHL 2000: 718)
Konzentration kann also als Fähigkeit verstanden werden, die eigene Aufmerksamkeit zu nutzen, um sich auf etwas Bestimmtes zu fokussieren. Da beide Begriffe äußerst eng miteinander zusammenhängen bzw. der Bedeutungsgehalt beider Begriffe stark miteinander korreliert, ist hierbei eine Begriffsabgrenzung kaum möglich.
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Konzentrationsschwierigkeiten im Unterricht ein und stellt das Ziel der Arbeit, die Förderung der Aufmerksamkeit in einer siebten Klasse, vor.
1. Aufmerksamkeit: Das Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund von Aufmerksamkeit und Konzentration sowie deren Abgrenzung und Ursachen für Unaufmerksamkeit.
2. Darstellung der Ausgangslage: Hier wird der Ist-Zustand der Lerngruppe durch Beobachtungen und eine Fragebogenauswertung analysiert, um die spezifischen Probleme der Schülerinnen und Schüler zu identifizieren.
3. Vorstellung ausgewählter Strategien: Das Kapitel stellt die erprobten Interventionsmethoden vor, insbesondere Achtsamkeitsübungen, verbale Selbstinstruktion und Entspannungsreisen.
4. Einordnung in die Unterrichtseinheit: Hier erfolgt die Dokumentation der praktischen Umsetzung und der einzelnen Unterrichtssequenzen innerhalb der Biologie-Reihe.
5. Evaluation: Dieses Kapitel wertet die Wirksamkeit der eingesetzten Methoden anhand von Lehrkraftbeobachtungen und Schülerfeedback aus.
6. Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und zieht Schlussfolgerungen für die zukünftige pädagogische Praxis.
Aufmerksamkeitsförderung, Konzentration, Achtsamkeitsübungen, verbale Selbstinstruktion, Entspannungsreisen, Biologieunterricht, Schulpraxis, Lerngruppe, Selbstregulation, Klassenmanagement, Pädagogik, Lernfähigkeit, Unterstufe, Schülerfeedback, Konzentrationsstörungen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Förderung von Aufmerksamkeit und Konzentration bei Schülerinnen und Schülern einer siebten Gymnasialklasse im Biologieunterricht.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung von Aufmerksamkeit, die Analyse des Ist-Zustands der Lerngruppe sowie der gezielte Einsatz von Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen.
Das Ziel ist es, durch ausgewählte methodische Strategien die Konzentrationsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler positiv zu beeinflussen und zu evaluieren, inwieweit diese Maßnahmen den Unterricht verbessern.
Es wird ein handlungsorientierter Ansatz gewählt, der durch eine empirische Bestandsaufnahme (Fragebogen) und eine praxisbezogene Dokumentation der Unterrichtseinheiten (Aktionsforschung) charakterisiert ist.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einordnung, die Beschreibung der Ausgangslage, die Vorstellung spezifischer Interventionsstrategien sowie die Dokumentation deren Durchführung im Unterricht.
Wichtige Begriffe sind Achtsamkeitsförderung, Selbstregulation, verbale Selbstinstruktion, Entspannungsreisen, Lerngruppenanalyse und Konzentrationsfähigkeit.
Diese Methode scheiterte im Klassenverband weitgehend, da die Schülerinnen und Schüler sie als seltsam oder „albern“ empfanden und sie den natürlichen Arbeitsfluss eher störte als förderte.
Die Mehrheit der Schüler empfand diese Übungen als entspannend und hilfreich, um dem stressigen Schulalltag zu entkommen und im Anschluss wieder fokussierter am Unterricht teilzunehmen.
Sie etablierten sich als fester Bestandteil zum Stundenbeginn, den die Schülerinnen und Schüler nach kurzer Zeit einforderten, da sie eine beruhigende Wirkung auf das Unterrichtsklima hatten.
Die Autorin hält fest, dass die bewusste Einplanung von Entspannungsphasen lohnenswert ist, jedoch Methoden wie die Selbstinstruktion an die Dynamik des Klassenverbandes angepasst werden müssen, um erfolgreich zu sein.
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