Bachelorarbeit, 2016
38 Seiten, Note: 3
Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Funktionen des definiten Artikels
2.2. Die Artikelparadigmen des definiten Artikels im bairischen Dialekt
2.3. Unterschiede zwischen den beiden existierenden Artikelparadigmen
2.3.1. Verwendung der Artikel bei Rufnamen
2.3.2. Funktion der Artikelparadigmen
2.3.3. Stellung der definiten Artikel
2.3.4. Gebrauchstypen der Artikelparadigmen
2.3.5. Akzentuierung der Artikel
2.3.6. Die Definitheitstypen
3. Empirischer Teil
3.1. Die Gewährspersonen
3.2. Das Untersuchungsgebiet
3.3. Beschreibung der Methode
3.4. Ablauf der Erhebung
3.5. Beschreibung der Items
4. Darstellung der Ergebnisse
4.1. Verwendung der Artikel bei Rufnamen
4.2. Funktion der Artikelparadigmen
4.3. Stellung der definiten Artikel
4.4. Gebrauchstypen der Artikelparadigmen
4.5. Die K-Definitheit
5. Diskussion der Ergebnisse
6. Fazit und Schlussworte
Die vorliegende Bachelor-Arbeit untersucht empirisch die Anwendung der zwei existierenden Artikelparadigmen (DA- und DE-Paradigma) des definiten Artikels im mittelbairischen Dialekt, um zu prüfen, ob die in der Fachliteratur beschriebenen funktionalen Differenzierungen und Gebrauchstypen von Sprechern in der Praxis realisiert werden.
2.3.4.Gebrauchstypen der Artikelparadigmen
Im Bairischen werden die beiden Artikelparadigmen bestimmten Gebrauchstypen zugeordnet. Sie werden also in unterschiedlichen Situationen angewendet. Sehen wir uns zunächst die Verwendungsweisen des DA-Paradigmas an: Die DA-Formen werden unmittelbar-situativ, abstrakt-situativ und assoziativ-anaphorisch verwendet. Der unmittelbar-situative Gebrauch meint, dass ein Referent zwar gegeben, aber nicht unmittelbar sichtbar ist (13). Die abstrakt-situative Verwendungsweise kommt dann zum Einsatz, wenn es sich um bereits bekannte Größen oder Sachverhalte handelt (14), und assoziativ-anaphorisch werden die DA-Formen dann eingesetzt, wenn das Wissen um ein bestimmtes Thema vorhanden ist, und andere Objekte mit diesem Wissen assoziiert und somit situativ relevant werden (15) (vgl. Scheutz 1988, S. 246ff.).
(13) Warnung vor dem Hund.
(14) Da Reichstog und s’Brandenburger Tor stehn in Berlin. (‚Der Reichstag und das Brandenburger Tor stehen in Berlin.‘)
(15) I bring mei Auto heid in d‘Werkstott. Da Motor muas ausgwechslt werdn. (‚Ich bringe mein Auto heute in die Werkstatt. Der Motor muss ausgewechselt werden.‘)
Die DE-Formen werden hingegen anaphorisch, bei situativ-anwesenden Referenten und definiten erweiterten Nominalphrasen gebraucht. Beim anaphorischen Gebrauch werden Referenten durch eine definite Nominalphrase wieder aufgenommen (16). Die Verwendung bei situativ-anwesenden Referenten kommt dann vor, wenn der Referent wirklich sichtbar ist
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die dialektologische Fragestellung ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie die Datengrundlage basierend auf der Befragung von 68 Gewährspersonen.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des definiten Artikels, unterscheidet zwischen DA- und DE-Paradigma und beleuchtet funktionale Aspekte wie Gebrauchstypen und Definitheitstypen.
3. Empirischer Teil: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, die Gewährspersonen und das Untersuchungsgebiet charakterisiert sowie die fünf zur Befragung eingesetzten Items detailliert vorgestellt.
4. Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten in Form von Säulendiagrammen und wertet die Antworten zu den einzelnen Items der Dialektbefragung aus.
5. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden hier kritisch analysiert, prozentual ausgewertet und mit den zugrundeliegenden Hypothesen verglichen, um deren Bestätigung oder Abweichung zu erklären.
6. Fazit und Schlussworte: Der abschließende Teil fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die Gültigkeit der aufgestellten Hypothesen auf Basis der erhobenen Daten.
Bairischer Dialekt, Definitartikel, DA-Paradigma, DE-Paradigma, Artikelparadigmen, Syntax, Dialektologie, Empirische Untersuchung, K-Definitheit, Rufnamen, Nominalphrase, Grammatik, Sprachgebrauch, Determinator, Definitheitstypen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Grammatik der bairischen Dialekte, spezifisch mit den funktionalen Unterschieden zwischen zwei existierenden Paradigmen des definiten Artikels.
Im Zentrum stehen die Unterscheidung von DA- und DE-Paradigma, die syntaktische Stellung der Artikel bei Nominalphrasen sowie verschiedene Gebrauchstypen und Definitheitskonzepte.
Das Ziel ist es, durch eine empirische Erhebung zu prüfen, ob die in der Fachliteratur (insb. Scheutz und Eroms) beschriebenen theoretischen Unterschiede der Artikelparadigmen im Sprachgebrauch der Sprecher tatsächlich nachweisbar sind.
Es wurde eine Dialektbefragung durchgeführt, bei der 68 Probanden mittels eines Syntax-Fragebogens (bestehend aus fünf Items mit verschiedenen Aufgabenstellungen) zu ihren dialektalen Sprachformen befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Artikelparadigmen, die methodische Beschreibung der Datenerhebung sowie die detaillierte quantitative Auswertung der gewonnenen Dialektdaten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bairischer Dialekt, Artikelparadigmen, DA-Paradigma, DE-Paradigma, K-Definitheit und Empirische Untersuchung.
Das erste Item untersucht die Behauptung, dass im Bairischen die Artikellosigkeit bei Substantiven untypisch ist, und prüft, ob Sprecher Rufnamen im Satz konsequent mit einem Artikel verbinden.
Die W-Definitheit basiert auf allgemeinem Weltwissen, während die K-Definitheit eine situative oder textuelle Einführung eines Referenten in den Kontext erfordert.
Der Beispielsatz enthielt eine einfache Nominalphrase, bei der sowohl DA- als auch DE-Paradigma grammatikalisch möglich waren, was eine eindeutige Zuordnung zu den Kategorien der Untersuchung verhinderte.
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