Bachelorarbeit, 2017
72 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Stress
2.1.1 Begriffsbestimmung Stress
2.1.2 Stresstheorien
2.1.2.1 Reaktionsorientierte und psychophysiologische Stresstheorien
2.1.2.2 Stimulusorientierte Stresstheorien
2.1.2.3 Transaktionale Stresstheorien
2.1.3 Psychophysiologische Auswirkungen von Stress
2.2 Resilienz
2.2.1 Begriffsbestimmung Resilienz
2.2.2 Risiko- und Schutzfaktoren
2.2.2.1 Das Risikofaktorenkonzept
2.2.2.2 Das Schutzfaktorenkonzept
2.2.3 Resilienzmodelle
2.3 Die Lebenssituation von Studierenden
2.4 Aktueller Forschungsstand
2.5 Ableitung der Hypothesen
3 Methodik
3.1 Untersuchungsdesign und Durchführung
3.2 Stichprobe
3.3 Erhebungsinstrumente
3.3.1 Stress- und Coping-Inventar (SCI)
3.3.2 Resilienzskala-13 (RS-13)
3.4 Statistische Analyse
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Analyse
4.2 Ergebnisse der Hypothesen
4.2.1 Auswertung der Hypothese H1
4.2.2 Auswertung der Hypothesen H2, H2a, H2b
4.2.3 Auswertung der Hypothesen H3, H3a, H3b
4.2.4 Auswertung der Hypothese H4
4.3 Zusammenfassung der empirischen Befunde
5 Diskussion und Ausblick
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Diskussion der Methodik
5.3 Implikationen und Ausblick
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener Faktoren auf das Stresslevel von Studierenden unter besonderer Berücksichtigung des Resilienz-Konstrukts. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen persönlichen Ressourcen, der Wohnsituation, einer Erwerbstätigkeit neben dem Studium und dem subjektiven Stressempfinden zu analysieren und zu bewerten.
2.1.2.3 Transaktionale Stresstheorien
Im Mittelpunkt der kognitiv-transaktionalen Stressmodelle steht das Zusammenspiel von Person und Umwelt. Der Fokus liegt somit nicht mehr auf der Identifikation von Stressoren oder auf den durch Stress verursachten physiologischen Reaktionen des Körpers, sondern vielmehr auf der Interaktion zwischen der Person und der Umwelt sowie den daraus resultierenden kognitiven Bewertungsprozessen. Richard Lazarus' kognitiv-transaktionale Stresstheorie gilt als meistzitierte Theorie zur Stressentstehung in der Psychologie, wenngleich diese auch wiederholt revidiert worden ist. Zusammen mit seinen Kollegen R. Launier und S. Folkman hat er seine Theorie stets weiterentwickelt und letztlich zur Emotionstheorie umbenannt. Eingegangen wird im Folgenden jedoch auf die ursprünglich entwickelte kognitiv-transaktionale Stresstheorie (Jerusalem, 1990). Im Anschluss werden Stevan Hobfolls Theorie der Ressourcenerhaltung als weiteres Beispiel einer transaktionalen Stresstheorie, erläutert.
Das Modell geht davon aus, dass sowohl die Stresswahrnehmung als auch die Stressverarbeitung Prozesse der Informationsverarbeitung darstellen, bei denen kognitive und emotionale Bewertungen eine wesentliche Rolle spielen, um die verfügbaren Bewältigungsmöglichkeiten in Bezug auf das subjektive Wohlbefinden zu eruieren. Ob sich ein Stresszustand entwickelt hängt also von der kognitiven Bewertung des Individuums ab. Am Anfang einer Stresseinheit erfolgt durch die Primärbewertung beziehungsweise primary appraisal eine Einschätzung der Situation. Durch diesen Prozess erforscht das Individuum, ob die vorliegende Situation einen maßgeblichen Einfluss auf das eigene Wohlbefinden haben könnte und beurteilt, ob die Situation irrelevant, positiv oder gefährlich ist. Als irrelevant gelten Situationen, die hinsichtlich des subjektiven Wohlbefindens als nicht bedeutsam eingestuft werden. Positiv eingeschätzten Situationen wird ebenso wie bei den irrelevanten Situationen mit Gleichgültigkeit begegnet. Zwar haben diese Situationen einen Einfluss auf das Wohlbefinden, gelten jedoch als nicht stressrelevant. Kritisch für das Wohlbefinden gelten die als gefährlich bewerteten Situationen, da aufgrund von bevorstehenden Herausforderungen, Bedrohungen oder möglichen Verlusten individuelle Werte, Motive und Ziele auf dem gefährdet werden. Laut Lazarus ist folglich die subjektive Stressrelevanz ausschlaggebende Komponente für Stress (Jerusalem, 1990).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des hohen Stresslevels bei Studierenden ein und verknüpft diese mit dem Resilienz-Konstrukt als Ansatz zur Stressbewältigung.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Stress und Resilienz, erläutert verschiedene Stresstheorien und Resilienzmodelle und beleuchtet die spezifische Lebenssituation Studierender.
3 Methodik: Hier werden das Untersuchungsdesign, die Stichprobenzusammensetzung sowie die verwendeten psychometrischen Erhebungsinstrumente (Stress- und Coping-Inventar, Resilienzskala-13) und die statistischen Analyseverfahren detailliert beschrieben.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Analyse sowie die inferenzstatistische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen hinsichtlich ihrer Verifikation oder Falsifikation.
5 Diskussion und Ausblick: Hier erfolgt eine kritische Interpretation der empirischen Ergebnisse, eine Diskussion der gewählten Methodik sowie eine Ableitung von Implikationen für die Praxis und zukünftige Forschung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Einfluss der Resilienz auf das Stressempfinden Studierender im Kontext der aktuellen Studienlage.
Stress, Resilienz, Studierende, Stresslevel, psychische Gesundheit, Coping, Risiko- und Schutzfaktoren, Bachelorarbeit, Stressbewältigung, transaktionale Stresstheorie, Lebenssituation, empirische Studie, Gesundheitspsychologie, Arbeitsbelastung, Leistung.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Stressfaktoren und dem Stresslevel bei Studierenden sowie die Rolle, die die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) bei der Bewältigung dieser Belastungen spielt.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Stress und Stressentstehung, das Konzept der Resilienz mit seinen Schutz- und Risikofaktoren, die spezifische Lebenssituation von Studierenden sowie die empirische Überprüfung dieser Faktoren.
Das Ziel der Arbeit ist es zu identifizieren, inwieweit Resilienz als Schutzfaktor fungiert und ob Faktoren wie die Wohnsituation oder eine Erwerbstätigkeit signifikanten Einfluss auf das Stresserleben von Studierenden haben.
Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie mittels Online-Fragebogen durchgeführt. Die Datenanalyse erfolgte mit IBM SPSS Statistics unter Anwendung bivariater Korrelationen und des Mann-Whitney-U-Tests.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Literaturanalyse zu Stress- und Resilienztheorien, eine methodische Beschreibung der Datenerhebung, die Präsentation der Ergebnisse und eine abschließende Diskussion der Befunde.
Stress, Resilienz, Studierende, Stressbewältigung, psychische Gesundheit, empirische Studie, Lebenssituation und Leistung sind die prägenden Begriffe dieser Arbeit.
Die Studie bestätigt, dass eine höhere Ausprägung an Resilienz mit einem geringeren Stresslevel und weniger Stresssymptomen korreliert, was die Bedeutung persönlicher Ressourcen unterstreicht.
Entgegen der ursprünglichen Hypothese konnte kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen einer Erwerbstätigkeit neben dem Studium und einem erhöhten Stresslevel in der untersuchten Stichprobe nachgewiesen werden.
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