Bachelorarbeit, 2016
37 Seiten, Note: 1,7
1. Problemstellung
2. Bilanzierung von Pensionsrückstellungen nach Handelsrecht
2.1. Einschlägige Prinzipien und Funktionen des HGB
2.2. Ansatz
2.3. Bewertung
2.3.1. Rechnungs- und versicherungsmathematische Grundlagen
2.3.2. Gesetzliche Neuregelung
2.3.3. Bewertungsmethoden
2.4. Deckungsvermögen
3. Kritische Würdigung der Bilanzierung nach Handelsrecht
3.1. Das Realisationsprinzip
3.1.1. Das Realisationsprinzip in Bezug auf die Pensionsrückstellung
3.1.2. Das Realisationsprinzip in Bezug auf das Abzinsungsgebot
3.2. Das Vorsichtsprinzip
3.2.1. Das Vorsichtsprinzip in Bezug auf den Gläubigerschutz
3.2.2. Das Vorsichtsprinzip in Bezug auf die Ausschüttungssperre
3.3. Grundsatz der Objektivierung
3.4. Ausblick und alternative Diskontierungsfaktoren
4. Bilanzierung von Pensionsrückstellungen nach Steuerrecht
4.1. Maßgeblichkeitsgrundsatz
4.2. Ansatz
4.3. Bewertung
5. Kritische Würdigung der Bilanzierung nach Steuerecht
6. Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht kritisch die Bilanzierung von Pensionsrückstellungen unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen deutschem Handels- und Steuerrecht, um die Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinsphase und der jüngsten gesetzlichen Neuregelungen zu analysieren.
3.1.2. Das Realisationsprinzip in Bezug auf das Abzinsungsgebot
Es besteht eine Art Darlehensbeziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der Arbeitnehmer erhält als Gegenleistung für seinen Arbeitsaufwand ein Arbeitsentgelt vom Arbeitgeber. Ein Teil des Entgeltes wird als Barlohn in Form regelmäßiger Gehaltszahlungen während der Arbeitszeit ausgezahlt. Den anderen Teil stellt der Arbeitnehmer dem Unternehmen zur Verfügung. Somit verpflichtet sich der Arbeitgeber das in der Aktivzeit gestundete Arbeitsentgelt, später in Form einer Pensionsleistung auszuzahlen. Da das durch die Rückstellungsbildung gebundene Kapital bis zum Erfüllungszeitpunkt gewinnbringend im Unternehmen angelegt werden kann, muss der zukünftige Verpflichtungsumfang auf den Barwert diskontiert werden. Die daraus resultierenden Zinserträge sind allerdings noch nicht realisiert, weshalb es zu einem Verstoß gegen das Realisationsprinzip kommen könnte. Dementsprechend kann das Abzinsungsgebot kritisch betrachtet werden.
Dieser Vermutung kann jedoch mit dem Argument entgegengewirkt werden, dass das Abzinsungsgebot der Klarstellung dient. Die durch die Rückstellung verkörperten Verbindlichkeiten können im Ausnahmefall nicht nur den Erfüllungsbetrag, sondern zusätzlich einen Zinsanteil enthalten. Da nur der Erfüllungsbetrag passiviert werden darf, muss dieser Zinsanteil herausgerechnet werden. Die Pensionsrückstellung gehört zu solch einem Sonderfall, da sie neben einem Tilgungsanteil auch einen Zinsanteil enthält. Der Zinsanteil existiert aufgrund des Sachverhaltes, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich auf eine vorzeitige Einmalzahlung in Höhe des fälligen Pensionsbarwertes einigen können.
1. Problemstellung: Einleitung in die Problematik überhöhter Pensionsrückstellungen durch die Niedrigzinsphase und Vorstellung der gesetzlichen Entlastungsmaßnahmen.
2. Bilanzierung von Pensionsrückstellungen nach Handelsrecht: Darstellung der handelsrechtlichen Grundlagen, Ansätze und Bewertungsmethoden von Pensionsrückstellungen gemäß HGB.
3. Kritische Würdigung der Bilanzierung nach Handelsrecht: Kritische Analyse der handelsrechtlichen Bilanzierung anhand des Realisationsprinzips, des Vorsichtsprinzips und des Objektivierungsgrundsatzes.
4. Bilanzierung von Pensionsrückstellungen nach Steuerrecht: Erläuterung der steuerrechtlichen Vorschriften für Pensionsrückstellungen, insbesondere unter Berücksichtigung des § 6a EStG.
5. Kritische Würdigung der Bilanzierung nach Steuerecht: Vergleich der steuerlichen mit der handelsrechtlichen Bilanzierung und Analyse der daraus resultierenden steuerlichen Folgen.
6. Thesenförmige Zusammenfassung: Abschließende strukturierte Darstellung der zentralen Ergebnisse der Arbeit hinsichtlich der Bilanzierungspraxis und der Kritik an den aktuellen Regelungen.
Pensionsrückstellungen, Niedrigzinsphase, Handelsrecht, Steuerrecht, Abzinsungssatz, Realisationsprinzip, Vorsichtsprinzip, Gläubigerschutz, Erfüllungsbetrag, Bewertungsmethoden, Bilanzierung, Altersversorgung, Diskontierung, Deckungsvermögen, Teilwertverfahren.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Würdigung der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen nach deutschen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Vorschriften vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase.
Zentrale Themen sind die handels- und steuerrechtlichen Ansatz- und Bewertungsvorschriften, das Realisationsprinzip, das Vorsichtsprinzip sowie die Auswirkungen des Diskontierungszinssatzes auf das Jahresergebnis.
Das Ziel ist eine kritische Analyse der GoB-Konformität bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen der Gesetzesänderung bezüglich des Ermittlungszeitraums des Durchschnittszinssatzes.
Es wird eine literaturgestützte, analytische Untersuchung durchgeführt, die die geltenden gesetzlichen Normen und deren bilanztheoretische Interpretation systematisch vergleicht.
Der Hauptteil analysiert die handelsrechtlichen Prinzipien, die Bewertungsmethoden (Teilwert- und PUC-Methode), die steuerrechtlichen Sondervorschriften (§ 6a EStG) sowie deren kritische Würdigung im Kontext der Gläubigerschutz- und Informationsfunktion.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Pensionsrückstellungen, Niedrigzinsphase, Abzinsungssatz, Realisationsprinzip und Gläubigerschutz geprägt.
Durch die Anhebung des Zeitraums auf zehn Jahre wird das Absinken des Diskontierungssatzes gebremst, was Unternehmen kurzfristig entlastet, jedoch das Problem der Niedrigzinsphase lediglich in die Zukunft verschiebt.
Der Zinssatz wird als realitätsfern und willkürlich angesehen, da er nicht dem Marktgeschehen folgt, zu Unterbewertungen der Rückstellungen führt und somit die Besteuerung nicht vorhandener Gewinne ermöglicht.
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