Fachbuch, 2020
72 Seiten
1 Einleitung
2 Hintergrund
2.1 Gesundheit am Arbeitsplatz
2.2 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
2.3 Arbeitsfähigkeit und Arbeitsunfähigkeit
2.3.1 Arbeitsfähigkeit
2.3.2 Arbeitsunfähigkeit
2.4 Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
2.4.1 Was ist BEM?
2.4.2 Vorteile von BEM
2.4.2.1 Vorteile für die betroffene Person
2.4.2.2 Vorteile für das Unternehmen
2.4.2.3 Vorteile für die Gesellschaft
2.4.2.4 Vorteile für ein BGM
2.4.3 Einführung von BEM-Strukturen
2.4.4 Durchführung eines BEM-Verfahrens
3 Methodik
3.1 Suchstrategie
3.2 Studienauswahl
4 Ergebnisse
4.1 Soziale Erfolgsfaktoren
4.2 (Arbeits-)strukturelle Erfolgsfaktoren
4.3 Soziale Hemmfaktoren
4.4 (Arbeits-)strukturelle Hemmfaktoren
4.5 Effekte von BEM
5 Diskussion
5.1 Soziale Erfolgsfaktoren
5.2 (Arbeits-)strukturelle Erfolgsfaktoren
5.3 Soziale Hemmfaktoren
5.4 (Arbeits-)strukturelle Hemmfaktoren
5.5 Effekte von BEM
5.6 Limitation und Gütebeurteilung der ausgewählten Studien
5.7 Methodenkritik
6 Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Identifikation der verschiedenen Einflussfaktoren auf das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Basierend auf einer systematischen Literaturrecherche soll analysiert werden, welche förderlichen und hemmenden Faktoren existieren, um KMU bei der Etablierung erfolgreicher BEM-Strukturen und der Durchführung konkreter Maßnahmen zu unterstützen.
2.4.1 Was ist BEM?
Im Jahr 2004 ist mit dem § 84 Abs. 2 des Sozialgesetzbuchs IX (SGB IX) (a. F.) die Pflicht des Arbeitgebers festgesetzt worden, Mitarbeitenden, die längerfristig oder immer wieder arbeitsunfähig erkrankt sind, behilflich zu sein, den Weg zurück in den Betrieb zu finden. Am 01.01.2018 ist die Reformstufe 2 des Bundesteilhabegesetzes in Kraft getreten. Das BEM ist jetzt in § 167 Abs. 2 SGB IX (2018), wie zuvor unter der Überschrift Prävention, verankert. Der Gesetzestext zu BEM hat sich mit dem 01.01.2018 nur unwesentlich verändert. Die in der alten Fassung genannten örtlichen gemeinsamen Servicestellen sind abgeschafft worden, da diese nicht wie geplant genutzt worden sind. Nun sollen anstelle der Servicestellen die Rehabilitationsträger direkt einbezogen werden. BEM ist zwar im SGB IX (2018) – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – geregelt, gilt aber für alle Arbeitnehmer, nicht nur für solche mit einer bereits bestehenden Behinderung. Die Überschrift Prävention macht deutlich, dass durch ein BEM einer Verschlimmerung oder Chronifizierung einer Erkrankung und einer möglichen Behinderung entgegengewirkt werden soll.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Betrieblichen Eingliederungsmanagements in KMU vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und formuliert die Forschungsfrage zur Identifikation beeinflussender Faktoren.
2 Hintergrund: Dieses Kapitel beschreibt den theoretischen Rahmen, umfasst Gesundheit am Arbeitsplatz, BGM, das Haus der Arbeitsfähigkeit sowie die gesetzlichen Grundlagen und Ziele des BEM.
3 Methodik: Es wird das Vorgehen der systematischen Literaturrecherche in den Datenbanken PsycINFO, PubMed und LIVIVO erläutert, inklusive der Operationalisierung, Suchstrategie und Kriterien zur Studienauswahl.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse aus drei ausgewählten Studien werden nach Kategorien wie soziale und strukturelle Erfolgs- bzw. Hemmfaktoren sowie Effekte von BEM strukturiert und deskriptiv dargestellt.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch interpretiert, in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet sowie auf ihre Limitationen und Güte hin bewertet.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zu förderlichen und hemmenden Faktoren zusammen und leitet daraus Handlungsempfehlungen für KMU zur Implementierung von BEM-Systemen ab.
Betriebliches Eingliederungsmanagement, BEM, KMU, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Gesundheitsförderung, Erfolgsfaktoren, Hemmfaktoren, Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsfähigkeit, SGB IX, Prävention, Systematische Literaturrecherche, Personalmanagement, Wiedereingliederung.
Die Arbeit befasst sich mit der erfolgreichen Implementierung und Durchführung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) gemäß § 167 Abs. 2 SGB IX in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
Zentral sind die Untersuchung von Einflussfaktoren auf den Erfolg von BEM, die Abgrenzung zum BGM, die Bedeutung von Arbeitsunfähigkeit sowie die praktische Gestaltung des BEM-Prozesses.
Die Forschungsfrage lautet: „Welche Faktoren beeinflussen das Betriebliche Eingliederungsmanagement nach § 167 Abs. 2 SGB IX in KMU?“ Ziel ist die Ableitung von Hilfestellungen für KMU.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer systematischen Literaturrecherche in medizinischen und psychologischen Datenbanken (PsycINFO, PubMed, LIVIVO) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der Ergebnisse (erfolgs- und hemmende Faktoren) sowie eine kritische Diskussion der Studienlage.
BEM, KMU, BGM, Erfolgsfaktoren, Hemmfaktoren, SGB IX, Arbeitsfähigkeit, Prävention und Wiedereingliederung sind die zentralen Begriffe.
Oft fehlen in kleinen Unternehmen personelle und finanzielle Ressourcen sowie spezifisches Fachwissen. Zudem wird BEM aufgrund geringer Fallzahlen seltener systematisch strukturiert als in Großunternehmen.
Externe Partner wie Rehabilitationsträger, das Integrationsamt oder spezialisierte Dienstleister (Disability Manager) sind laut den Studien essenziell, um Wissenslücken zu schließen und den BEM-Prozess bei knappen internen Ressourcen zu unterstützen.
Das Vertrauen der Mitarbeitenden in das Unternehmen und die Führungskräfte sowie eine offene, transparente Kommunikation werden als die zentralen Erfolgsfaktoren identifiziert.
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