Bachelorarbeit, 2019
172 Seiten, Note: 1,0
A. KONZEPTIONELLER TEIL
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Zielsetzung und Vorgangsweise
2. Begriff der Rückstellung nach IAS
2.1 Definitionen und Anwendungsbereiche
2.2 Zielsetzung des Regelwerks
3. Ansatz
3.1 Allgemeine Klassifizierung und Unterscheidung
3.2 Voraussetzungen der Passivierung
3.2.1 Konkretisierte Außenverpflichtung
3.2.1.1 Ungewissheit der Verpflichtung
3.2.1.2 Vergangenes Ereignis
3.2.2 Mindestwahrscheinlichkeit
3.2.3 Schätzbarkeit
3.3 Gescheiterte Passivierung
3.3.1 Eventualverbindlichkeit
3.3.2 Eventualforderung
4. Bewertung
4.1 Bestmögliche Schätzung
4.1.1 Verantwortung
4.1.2 Erwartungswertmethode
4.1.3 Wahrscheinlichstes Ergebnis
4.1.4 Berücksichtigung zukünftiger Markterwartungen
4.1.5 Kontinuierliche Anpassung
4.1.5.1 Sonstige Besonderheiten
4.1.5.2 Veräußerung von Vermögenswerten
4.1.5.3 Erstattungen zukünftiger Ausgaben
5. Verbrauch
6. Buchhalterischer Umgang
6.1 Anpassungen
6.2 Bilanzielle Auswirkungen
7. Sonderfälle
7.1 Restrukturierungsmaßnahmen
7.1.1 Faktische Verpflichtung und gerechtfertigte Erwartungen
7.1.2 Schnittpunkt IAS 10
7.1.3 Abgrenzungsprobleme
7.1.4 Besonderheiten
7.2 Belastende Verträge
7.2.1 Anwendungsbereich
7.2.2 Bewertung
7.3 Rekultivierungen und Umweltsanierungen
7.3.1 Maßnahmen
7.3.2 Aktivierung des Sachanlagevermögens
7.3.3 IFRIC 1 und Wertminderungstest
7.4 Rechtsstreitigkeiten
7.4.1 Schutzklausel IAS 37.92
7.4.2 Grundsätzliche Bilanzierung
7.5 Nicht-rückstellbare Beträge
8. Offenlegungspflicht
8.1 Rückstellungsspiegel und Gruppierung
8.2 Schutzklausel IAS 37.91
B. PRAKTISCHER TEIL
9. Grundlegendes
9.1 Umfang, Datenerhebung und -aufbereitung
9.2 Limitationen und Abgrenzungen
10. Kognitiv-deskriptive Analyse
10.1 Anwendungsarten
10.1.1 Aufteilung nach Häufigkeit
10.1.2 Aufteilung nach Verpflichtungshöhe
10.2 Verwendungszwecke
10.2.1 Verwendungszwecke Rechtsstreitigkeiten
10.2.2 Verwendungszwecke-Restrukturierungen
10.2.3 Verwendungszwecke-Garantien und Gewährleistungen
10.2.4 Verwendungszwecke-Personal
10.2.5 Verwendungszwecke-Rekultivierungen
10.2.6 Verwendungszwecke-Drohverluste
10.2.7 Verwendungszwecke-Betriebsrisiken
10.2.8 Verwendungszwecke-Sonstige
10.2.9 Interpretation der Ergebnisse
10.3 Bilanzierungsgrundlagen – IAS 37 bezogene buchhalterische Prinzipien
10.3.1 Bewertungskriterien
10.3.1.1 Sehr ausführliche Erläuterung
10.3.1.2 Ausführliche Erläuterung
10.3.1.3 Unzureichende Erläuterung
10.3.1.4 Nicht angeführte Erläuterungen
10.3.2 Analyseergebnisse
10.4 Bewertungsmethoden
10.5 Besondere Fälle
10.5.1 Novartis AG
10.5.2 Roche Holding AG
10.5.3 UBS Group AG
10.6 Zusammenfassende Betrachtung und Interpretation der Ergebnisse
10.6.1 Rückstellungsarten in der Praxis
10.6.2 Nicht spezifizierte Anwendungsarten und Verwendungszwecke
10.6.3 Buchhalterische Prinzipien und Bewertungsmethoden
10.6.4 Ausweisthematischer Spielraum
11. Quantitativ-empirische Analyse
11.1 Beschreibung der Gesamtmarktschau
11.2 Univariate statistische Auswertung - Verteilungsanalyse der Rückstellungspositionen
11.2.1 Kurzfristige Rückstellungen
11.2.2 Langfristige Rückstellungen
11.2.3 Gesamte Rückstellungen
11.2.4 Zusammenfassende Betrachtung und Interpretation der Ergebnisse
11.3 Bivariate statistische Auswertung – Lineare Regressionsanalyse
11.3.1 Rückstellung – Aktienkurs
11.3.2 Rückstellung – Eigenkapital
11.3.3 Rückstellung – Jahresüberschuss
11.3.4 Zusammenfassende Betrachtung und Interpretation der Ergebnisse
12. Endbetrachtung und persönliches Resümee
Diese Arbeit untersucht den Einfluss und die Auswirkungen von Rückstellungen nach IFRS auf die Finanzdarstellung von Schweizer Unternehmen, basierend auf einer Analyse von Geschäftsberichten aus dem Zeitraum 2013 bis 2017.
1.1 Ausgangslage
Laut Bernhard Pellens, einem bekannten deutschen Wirtschaftswissenschaftler und Autor dessen Werke sich in dieser Arbeit wiederfinden, zeigen sich in kaum einer Bilanzposition derartig vielfältige Schwierigkeiten im Umgang mit Unsicherheiten zukünftiger Entwicklungen wie in Rückstellungen.¹ Abgesehen von den Schwierigkeiten, die in Zusammenhang mit der Handhabung um Rückstellungen bestehen, sind nach den IFRS² in der Rechnungslegung vielfältigen Bestimmungen Folge zu leisten. Der ordnungsgemäße Umgang mit Rückstellungen in der Internationalen Rechnungslegung ist im Standard des IAS 37³ geregelt und behandelt neben Ansatz-, Bewertungs- und Offenlegungsvorschriften auch weitere umfassende Bilanzierungsvorschriften. Umfassend deshalb, da Rückstellungen als zentrale und streng kontrollierte Stelle der Bilanz neben der Liquidität, der Erfolgsrechnung und der Bilanz des Unternehmens selbst auch diverse Finanzkennzahlen beeinflussen, weshalb die Wichtigkeit der gewissenhaften Behandlung dieser vorzudenken ist.⁴ In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, inwiefern die Rechnungslegungsvorschriften des IAS 37 in der Praxis ihren Einsatz finden und welchen Einfluss Rückstellungen in jenem praktikablen Umfeld besitzen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Rückstellungen ein und definiert die zentrale Forschungsfrage bezüglich deren Einfluss auf die Finanzdarstellung.
2. Begriff der Rückstellung nach IAS: Hier werden die theoretischen Grundlagen des IAS 37 und die Zielsetzungen der internationalen Rechnungslegung für Rückstellungen erläutert.
3. Ansatz: Das Kapitel detailliert die Kriterien für die Klassifizierung und Passivierung von Rückstellungen, einschließlich der Außenverpflichtung und Wahrscheinlichkeit.
4. Bewertung: Es werden Methoden zur Bestimmung des bestmöglichen Schätzwerts, wie die Erwartungswertmethode, sowie Anpassungsmöglichkeiten diskutiert.
5. Verbrauch: Dieser Abschnitt thematisiert die ordnungsgemäße Auflösung von Rückstellungen entsprechend ihrem ursprünglichen Zweck.
6. Buchhalterischer Umgang: Anhand eines Praxisbeispiels wird die konkrete bilanzielle Behandlung von Rückstellungen und deren Anpassung über mehrere Jahre veranschaulicht.
7. Sonderfälle: Hier werden spezifische Anwendungsbereiche wie Restrukturierungen, belastende Verträge und Rechtsstreitigkeiten unter IAS 37 beleuchtet.
8. Offenlegungspflicht: Der Fokus liegt auf der transparenten Darstellung von Rückstellungen im Anhang, insbesondere durch den Rückstellungsspiegel.
9. Grundlegendes: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, den Datenumfang und die Limitationen der praktischen Analyse.
10. Kognitiv-deskriptive Analyse: Es erfolgt die qualitative Untersuchung der Anwendungsarten und Verwendungszwecke sowie die Bewertung der Bilanzierungsgrundlagen.
11. Quantitativ-empirische Analyse: Die statistische Auswertung untersucht die Verteilung von Rückstellungspositionen und deren Korrelation mit Finanzkennzahlen.
12. Endbetrachtung und persönliches Resümee: Den Abschluss bildet eine kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und ein persönlicher Ausblick.
Rückstellungen, IFRS, IAS 37, Bilanzierung, Finanzdarstellung, Restrukturierung, Bewertungsmethoden, Offenlegungspflicht, Geschäftsbericht, Erwartungswertmethode, Rechtsstreitigkeiten, Finanzkennzahlen, Unsicherheit, Rechnungslegung, Eigenkapital.
Die Arbeit untersucht, wie Rückstellungen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilanziert werden und welchen Einfluss sie auf die finanzielle Darstellung eines Unternehmens haben.
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen und buchhalterischen Grundlagen des IAS 37, die Bewertungsmethodik von Rückstellungen, die Offenlegungspraxis in Schweizer Unternehmen sowie die Analyse der Auswirkungen auf Finanzkennzahlen.
Das Ziel ist es, den Einfluss und die konkreten Auswirkungen von Rückstellungen auf die Finanzdarstellung von an der Schweizer Börse kotierten Unternehmen über einen Zeitraum von fünf Jahren zu beleuchten.
Es wird ein zweigeteilter Ansatz gewählt: ein konzeptioneller Teil mit theoretischer Aufarbeitung sowie ein praktischer Teil, der eine kognitiv-deskriptive Analyse und eine quantitativ-empirische statistische Auswertung kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Ansatz- und Bewertungsvorschriften sowie in einen praktischen Teil, in dem Daten aus 129 Schweizer Unternehmen exzerpiert und analysiert werden.
Wesentliche Begriffe sind Rückstellungen, IAS 37, IFRS, Bilanzierung, Offenlegungspflicht, Bewertungsmethoden, Restrukturierungen und Finanzdarstellung.
Sonderfälle wie Restrukturierungen, Drohverluste oder Rechtsstreitigkeiten sind in der Praxis besonders relevant, da sie oft hohe Beträge umfassen und spezifische Auslegungsspielräume innerhalb der Standards bieten.
Die Analyse zeigt eine hohe Heterogenität in der Offenlegung. Es besteht ein Bedürfnis nach einer standardisierten Darstellung, um die Konsistenz und Transparenz hinsichtlich der Bilanzierungsgrundlagen zu erhöhen.
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