Bachelorarbeit, 2017
50 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theorien der Glücksforschung
2.1 Der Glücksbegriff
2.1.1 Glück in Philosophie, Psychologie und Soziologie
2.1.2 Einflussfaktoren des Glücks
2.1.3 Adaption und Glück
2.1.4 Messbarkeit des Glücks
2.2 Das Konzept des Flow als Zustand des Glücksgefühls
3. Sozialpolitischer Glücksbegriff
3.1 Arbeit, Einkommen und Glück
3.2 Aufgaben der Sozialpolitik
4. Kulturimpuls Bedingungsloses Grundeinkommen
4.1 Konzeptionelle Grundlagen
4.1.1 Historische Ausgangslage
4.1.2 BGE-Modelle in Deutschland
4.1.3 Öffentliche Wahrnehmung in Deutschland
4.2 Kultureller Wert der Arbeit
4.3 Über das Recht auf Faulheit
5. Das bedingungslose Grundeinkommen als Schlüssel zum Glück?
5.1 Einfluss auf ausgewählte Lebensbereiche
5.1.1 Einkommen
5.1.2 Arbeit
5.1.3 Familienleben
5.1.4 Freizeitgestaltung
5.1.5 Gesundheit
5.2 Grenzen der Einflussmöglichkeiten
5.3 Zusammenfassung der Analyseergebnisse
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht, inwieweit ein bedingungsloses Grundeinkommen dazu beitragen könnte, das Glücksniveau der deutschen Bevölkerung durch eine Steigerung individueller Freiheiten und Autonomie in verschiedenen Lebensbereichen zu erhöhen.
2.1.1 Glück in Philosophie, Psychologie und Soziologie
Die erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Natur des Glücks erfolgte in der antiken Philosophie. Dabei seien alle antiken Ethiken als eudämonistisch zu bezeichnen. Glück, im Griechischen unter eudamonia verstanden, bedeutete ein gelungenes, vollendetes menschliches Leben und alle notwendigen Eigenschaften, die zur Erreichung dessen hinreichend seien, während das Wort eutychia eine erfreuliche, schicksalhafte Fügung umschrieb. Damit war zwar eine äußere Trennung des Glücks vorgenommen, die materielle Bestimmung blieb jedoch unklar und variierte je nach philosophischer Lehre stark in Theorie und Praxis bezüglich der Wege zum Erreichen des Glücks (Forschner 1993: 1).
In seiner nikomachischen Ethik widmete Aristoteles das gesamte erste Buch der Frage nach dem Glück und deklarierte eudamonia als das höchste Gut, nachdem alles menschliche Vorhaben und Handeln strebe. Schließlich sei jegliches menschliche Handeln zielorientiert, wobei es eine Hierarchie der Ziele gebe, sodass es ein Endziel geben müsse, das wir nicht zwecks eines anderen, sondern nur um seinetwillen selbst zu erreichen suchten, und das alle anderen erstrebenswerten Ziele unter sich vereine (NE 1094a1-3). Dabei seien drei Lebensformen zur Erreichung dieses Zieles möglich: Das sinnliche Vergnügen und Genießen, das politisch gesellschaftliche Engagement sowie eine Zuwendung zur Forschung und Philosophie. Ersteres würde den Menschen dabei nicht von anderen Lebewesen unterscheiden, sodass anhand der zuletzt genannten Lebensformen die Vernunft als zentrales menschliches Merkmal festzuhalten sei. Da der Mensch als einziges Lebewesen die Vernunft gebrauchen könne, sei das beste Leben nur durch eine tätige Verwirklichung der Vernunft vollendet (Forschner 1993: 11f.). Glücklich zu sein könne man ferner mit einem Leben kennzeichnen, das sich durch eine gute Natur und gutes Handeln charakterisiere (NE 1095a20). Darin gründe sich nach Aristoteles die Frage nach dem menschlichen Charakter, den es für ein gelungenes Leben brauche. Er schloss, dass es Institutionen und Regelwerken bedürfe, um ab dem Kindesalter an vernünftiges Verhalten gewöhnt zu werden und eine gelungene Charakterbildung zu vollbringen. Damit sah bereits Aristoteles das Glück des Menschen als eine politische Angelegenheit an (Forschner 1993: 14).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Glücksforschung ein und definiert die zentrale Fragestellung der Bachelorarbeit bezüglich des bedingungslosen Grundeinkommens.
2. Theorien der Glücksforschung: Dieses Kapitel konzeptualisiert Glück aus disziplinärer Sicht von Philosophie, Psychologie und Soziologie und diskutiert Faktoren sowie Messmethoden.
3. Sozialpolitischer Glücksbegriff: Hier werden Determinanten von Arbeit und Einkommen im Kontext des Glücks sowie die Aufgaben der Sozialpolitik beleuchtet.
4. Kulturimpuls Bedingungsloses Grundeinkommen: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Grundeinkommens sowie die öffentliche Wahrnehmung und den Stellenwert von Arbeit.
5. Das bedingungslose Grundeinkommen als Schlüssel zum Glück?: Eine literaturbasierte Analyse untersucht den Einfluss eines BGE auf spezifische Lebensbereiche und reflektiert dabei auftretende Grenzen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf notwendige weitere Forschungen.
Glücksforschung, Lebenszufriedenheit, Bedingungsloses Grundeinkommen, BGE, Einkommen, Arbeit, Autonomie, Freiheit, Flow, Sozialpolitik, Wirtschaftspsychologie, Soziologie, Relative Deprivation, Wohlbefinden, Lebensqualität.
Die Arbeit untersucht das Potenzial eines bedingungslosen Grundeinkommens, die individuelle Lebenszufriedenheit der deutschen Bevölkerung zu steigern.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Glücksforschung, die Bedeutung von Arbeit und Einkommen sowie die politisch-kulturelle Debatte um das Grundeinkommen.
Die Arbeit fragt, welche Lebensbereiche von einem Grundeinkommen profitieren könnten und inwiefern dies eine Steigerung der individuellen Lebenszufriedenheit bewirken kann.
Es wird eine literaturbasierte Analyse durchgeführt, die verschiedene sozialwissenschaftliche Studien und Theorien in einen hypothetischen Zusammenhang mit dem Konzept des Grundeinkommens bringt.
Im Hauptteil werden der Glücksbegriff, der Einflussfaktor Arbeit sowie die Chancen und Grenzen eines Grundeinkommens auf zentrale Lebensbereiche wie Gesundheit und Familie detailliert analysiert.
Kernbegriffe sind Glücksforschung, Bedingungsloses Grundeinkommen, Lebenszufriedenheit, Autonomie und Arbeit.
Das Konzept des Flow nach Csikszentmihalyi wird als psychologischer Ansatz genutzt, um zu zeigen, wie eine selbstbestimmte Gestaltung des Arbeitsumfeldes die Arbeitszufriedenheit steigern kann.
Die Autorin argumentiert, dass Einkommen bis zu einem gewissen Punkt existenzsichernd ist, aber bei steigendem Wohlstand aufgrund des relativen Einkommensvergleichs und Adaptionsprozessen an Glückspotenzial verliert.
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