Magisterarbeit, 2018
75 Seiten, Note: 13
A. Einleitung
I. Problemstellung
II. Zielsetzung und Gang der Untersuchung
B. Der Begriff der Algorithmen
I. Definition und Abgrenzung des Algorithmus
II. Merkmale des Algorithmus
III. Algorithmus vs. Computerprogramm
C. Schützbarkeit von Algorithmen
I. Algorithmen und Computerprogramme im Sinne des Urheberrechts
II. Abgrenzungsproblematik der Algorithmen
D. Verwendung von Algorithmen
I. Funktionsmechanismen von Algorithmen
II. Funktionen und Anwendungsbereiche von Algorithmen
E. Risiken von Algorithmen
I. Monopolisierung von Meinungs- und Marktmacht
II. Diskriminierung und Intransparenz
F. Regulierungsbedarf
G. Aktueller Rechtsrahmen
I. Monopolisierung von Meinungs- und Marktmacht
1. Medienrechtliche Perspektive
2. Kartellrechtliche Perspektive
II. Diskriminierung und Intransparenz
H. Regulierungsansätze
I. Selbstorganisation und Selbstregulierung von Algorithmenbetreibern
II. Regulierte Selbstregulierung von Algorithmenbetreibern
III. Offenlegung und Transparenz der Algorithmen
IV. Neutralität der Algorithmen und Informationsintermediäre
V. Ausbildung und Kommunikation
I. Zusammenfassung
Die Magisterarbeit untersucht die Notwendigkeit und Möglichkeiten einer Regulierung von Algorithmen angesichts ihrer zunehmenden Macht und ihres Einflusses auf das menschliche Leben sowie gesellschaftliche und politische Prozesse. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Suche nach einer Kompromisslösung, welche sowohl staatliche Kontrollinteressen als auch den Schutz von Geschäftsgeheimnissen der Algorithmenbetreiber berücksichtigt.
B. Der Begriff der Algorithmen
Algorithmen werden jeden Tag von vielen Menschen verwendet. Beim Kuchenbacken, beim Gebrauch eines Handys und beim Autofahren sind Algorithmen im Einsatz. Dies wird jedoch vom Menschen nicht wahrgenommen, da Algorithmen keine physische Natur haben und als „still“ gelten. Meistens fehlt das nötige Wissen, was Algorithmen eigentlich sind. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung konnten 90 Prozent der Umfrageteilnehmer Algorithmen nicht abgrenzen und ihre Funktionsweise nicht erklären.
Im Rahmen dieser Arbeit wird das Konstrukt Algorithmen im juristischen Sinne betrachtet. Aber bevor auf juristische Definitionen eingegangen und über die Regulierung von Algorithmen gesprochen wird, ist der Schlüsselbegriff als der der zentrale Untersuchungsgegenstand der Computerwissenschaft zu erklären.
Im erweiterten Sinne versteht man unter einem Algorithmus „eine detailliert ausformulierte Arbeitsvorschrift“ oder ein systematisches Vorgehen zur Lösung eines Problems. Ein Algorithmus ist ein Ablauf von Rechenvorschriften, der aus endlich vielen Schritten besteht und letztendlich eine ideale Entscheidung für ein Dilemma findet.
Ein Algorithmus kann auf verschiedene Weise dargestellt werden: anhand grafischer Darstellungsformen, wie beispielsweise ein Ablaufdiagramm, oder mittels textueller, text-basierter Darstellungsformen, wie eine Programmiersprache. Es existiert keine vorgeschriebene Notationsform für Algorithmen. Bei der Untersuchung eines Problems entsteht eine Lösungsidee, die mithilfe eines Algorithmus in jeder erforderlichen Notationsform entworfen werden kann.
A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung von Algorithmen in der digitalen Welt ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Notwendigkeit ihrer Regulierung.
B. Der Begriff der Algorithmen: Dieses Kapitel definiert Algorithmen, erläutert ihre Merkmale und zieht eine Abgrenzung zum Begriff des Computerprogramms.
C. Schützbarkeit von Algorithmen: Hier wird die urheberrechtliche Perspektive erörtert, insbesondere die schwierige Abgrenzung zwischen geschützten Ausdrucksformen und nicht schützbaren Ideen.
D. Verwendung von Algorithmen: Dieses Kapitel präsentiert die Funktionsweisen algorithmischer Selektion und ADM-Prozesse sowie deren vielfältige Anwendungsgebiete in Wirtschaft und Gesellschaft.
E. Risiken von Algorithmen: Es werden die zentralen Bedrohungen wie Monopolbildung, Diskriminierung und Intransparenz im Kontext algorithmischer Prozesse analysiert.
F. Regulierungsbedarf: Hier wird der Bedarf an Steuerungsinstrumenten im Kontext eines risikoorientierten Ansatzes diskutiert, um negative Folgen zu mindern.
G. Aktueller Rechtsrahmen: Dieses Kapitel prüft, inwieweit bestehende medien- und kartellrechtliche Vorschriften ausreichen, um die Macht der Informationsintermediäre zu begrenzen.
H. Regulierungsansätze: Es werden verschiedene Strategien wie Selbstregulierung, Koregulierung und Transparenzgebote als mögliche Wege zur Algorithmensteuerung vorgestellt.
I. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Gesamtschau der Ergebnisse und formuliert Empfehlungen für weiterführende Forschungen.
Algorithmen, Regulierung, Informationstechnologie, ADM-Prozesse, Informationsintermediäre, Meinungsmacht, Marktmacht, Kartellrecht, Urheberrecht, Transparenz, Diskriminierung, Digitale Ethik, Datenschutz, Selbstregulierung, Koregulierung.
Die Arbeit untersucht, wie Algorithmen als Fundament unserer digitalen Welt reguliert werden können, ohne Innovationen zu hemmen oder Geschäftsgeheimnisse zu verletzen.
Die Arbeit fokussiert auf die juristische Abgrenzung von Algorithmen, die urheberrechtliche Einordnung, die Marktmacht von Informationsintermediären sowie die Risiken von Diskriminierung durch automatisierte Entscheidungsfindung.
Das Ziel ist es, ein Modell für eine risikoorientierte Steuerung zu finden, das einen Ausgleich zwischen staatlichen Regulierungsansprüchen und wirtschaftlicher Freiheit herstellt.
Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Analyse des aktuellen Rechtsrahmens unter Einbeziehung aktueller Studien und Diskussionsbeiträge aus Politik und Informatik.
Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von Algorithmen, deren Risiken, die aktuelle Rechtslage im Medien- und Kartellrecht sowie verschiedene Ansätze von der Selbstorganisation bis zur gesetzlichen Regulierung.
Wichtige Begriffe sind Algorithmenethik, algorithmische Selektion, Marktmachtkontrolle, Transparenzgebot und die Abgrenzung zum Computerprogramm.
Ein Algorithmus wird als abstraktes, strategisches Verfahren definiert, während ein Computerprogramm die präzisierte, in einer spezifischen Sprache implementierte Version zur Ausführung auf einer Maschine darstellt.
Die Arbeit stellt fest, dass Intermediäre zwar eine relevante Rolle bei der Aggregation von Informationen spielen, ihre tatsächliche Macht zur Manipulation der öffentlichen Meinung jedoch differenziert betrachtet werden muss.
Nein, die Arbeit argumentiert, dass eine pauschale Offenlegung aufgrund der hohen Komplexität und der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen keinen praktischen Mehrwert für Nutzer bietet.
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