Fachbuch, 2019
76 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Authentizität
2.2 Authentische Führung
2.3 Das Selbstkonzept
2.4 Auswirkungen authentischer Führung
3 Methode
3.1 Stichprobe und Design
3.2 Material
3.3 Deskriptive Statistik und Korrelationen
4 Ergebnisse
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Regressionsanalysen
5.2 Kritische Reflexion und Limitation
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht auf Grundlage arbeits- und organisationspsychologischer Konstrukte den Zusammenhang zwischen authentischem Führungsstil und der Selbst-Effizienz von Mitarbeitern sowie Führungskräften. Ziel ist es zu analysieren, ob authentische Führung das Selbstkonzept einer Person positiv beeinflussen kann und welche Auswirkungen dies auf die Selbst-Effizienz hat.
2.1 Authentizität
Authentizität hat seine Wurzeln in der antiken griechischen Philosophie und ist abgeleitet aus dem Wort „authentikós“, was übersetzt so viel heißt wie echt, richtig und unverfälscht (Emmerich & Rigotti, 2019). Nach Harter (2002) zielt Authentizität auf den Grundsatz ab, sich selbst treu zu sein (”to thine own self be true“). Hierbei geht es um persönliche Erfahrungen, seien es Gedanken, Emotionen, Bedürfnisse, Wünsche, Vorlieben oder Überzeugungen. Dies impliziert ferner, dass eine Person mit hoher Ausprägung dieser Eigenschaft, im Einklang mit ihren inneren Gedanken und Gefühlen handelt. Dieses moderne Verständnis von Authentizität baut vor allem auf den Arbeiten von Carl Rogers (1961) auf, der die humanistische Psychologie sehr geprägt hat. Rogers (1961) zufolge strebt der Mensch danach, in der Kommunikation mit anderen Personen aufrichtig und ehrlich ihnen gegenüber zu sein. Dabei spielen Gefühle, Gesten, Sprache und Körperbewegung eine gleichrangige Rolle und vermitteln demzufolge die gleiche Botschaft. Zudem betont Rogers (1961), dass in solchen interpersonalen Beziehungen die Kommunikation echt und offen, aber nicht vorgetäuscht ist.
Maslow (1968, 1971) legt sein Augenmerk auf die Entwicklung von voll funktionsfähigen oder selbstverwirklichenden Personen. Diese stehen im Einklang mit ihrer grundlegenden Natur und sehen das Leben klar und deutlich. Somit sind sie unabhängiger von den Erwartungen anderer und können vernünftigere, persönliche Entscheidungen treffen. Menschen mit einem hohen Maß an Authentizität haben starke, ethische Überzeugungen (Maslow, 1971). Nach Kernis (2003) spiegelt Authentizität als psychologisches Konstrukt die ungehinderte Funktionsweise eines Menschen wider. Er beschreibt Authentizität als “reflecting the unobscured operation of one’s true, or core, self in one’s daily enterprise“ (S. 13). Einen wichtigen Beitrag zur Definition von Authentizität liefern vier verschiedene Komponenten, welche als theoretisches Fundament für die Theorien zur authentischen Führung herangezogen wurden (Kernis, 2003). Aus dieser Perspektive beinhaltet das Wesen der Authentizität folgende miteinander verbundene, aber trennbare Komponenten, die im Anschluss genauer beschrieben werden: (1) Awareness (Bewusstsein); (2) Unbiased Processing (Unvoreingenommene Verarbeitung); (3) Behavior (Verhalten) und (4) Relational Orientation (Relationale Ausrichtung). Diese Faktoren bilden den Grundstein zur Authentizität und authentischer Führung.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz authentischer Führung im modernen Arbeitskontext ein und benennt die zentrale Forschungsfrage zum Zusammenhang mit der Selbst-Effizienz.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Authentizität, des authentischen Führungsstils sowie des Selbstkonzepts inklusive der Selbst-Effizienz-Theorie.
3 Methode: Hier werden das Forschungsdesign, die Stichprobenzusammensetzung der 124 Probanden sowie die eingesetzten Online-Fragebögen zur Datenerhebung beschrieben.
4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die Ergebnisse der linearen Regressionsanalysen, welche die Hypothesen zur Verbindung von authentischer Führung und Selbst-Effizienz prüfen.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet und kritisch hinsichtlich Limitationen sowie zukünftiger Forschungsmöglichkeiten reflektiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Ergebnisse zusammen und gibt Impulse für die praktische Anwendung in Organisationen sowie für weiterführende Studien.
Authentische Führung, Selbst-Effizienz, Selbstkonzept, Arbeitspsychologie, Selbstbewusstsein, positive Psychologie, Führungskräfteentwicklung, Mitarbeiterwohlbefinden, Selbstbild, Idealbild, Regression, Management, organisationales Verhalten, Coaching, psychologische Kapazität.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von authentischer Führung auf das psychologische Konstrukt der Selbst-Effizienz bei sowohl Mitarbeitern als auch Führungskräften.
Die Themenfelder umfassen Authentizität, authentische Führung, das menschliche Selbstkonzept, Selbst-Effizienz nach Bandura sowie deren Wechselwirkungen im Arbeitsumfeld.
Die zentrale Frage lautet, ob ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem authentischen Führungsstil und der Selbst-Effizienz der Mitarbeitenden sowie der Führungskräfte besteht.
Es wurde ein quantitatives Querschnittsdesign gewählt, bei dem Daten mittels zweier Online-Fragebögen (ALQ und SKI) erhoben und mittels linearer Regressionsanalysen in SPSS ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Herleitung der Variablen, die methodische Beschreibung der Stichprobe und der Testinstrumente sowie die Darstellung und Interpretation der statistischen Ergebnisse.
Authentische Führung, Selbst-Effizienz, Selbstkonzept, Selbstbild, Idealselbst, Arbeitszufriedenheit und Führungskräfteentwicklung.
Die Arbeit untersuchte, ob eine geringere Differenz zwischen dem wahrgenommenen Selbstbild und dem Idealbild mit der Wahrnehmung authentischer Führung korreliert, was jedoch empirisch nicht bestätigt werden konnte.
Die Studie bestätigte, dass authentische Führung positiv mit der Selbst-Effizienz sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Führungskräften korreliert.
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