Bachelorarbeit, 2019
71 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1 Todesbegriff
2.1.1 Phasen des Todes
2.2 Forensische Wissenschaft - Rechtsmedizin
3 Das strafprozessuale Verfahren bei Leichensachen
3.1 Definition des Leichnams
3.2 Funktion und Voraussetzungen des § 159 StPO
3.2.1 Natürlicher Tod
3.2.2 Unnatürlicher Tod
3.2.3 Ungeklärte Todesursache
3.3 Polizeilicher Aufgabenbereich
3.4 Maßnahmen der Staatsanwaltschaft
3.5 Förmliche Leichenschau und Leichenöffnung
3.5.1 Funktion von Leichenschau und Leichenöffnung
3.5.2 Voraussetzungen der §§ 87 f. StPO
4 Todeszeitbestimmung
4.1 Frühe Postmortalphase
4.1.1 Messung der Körpertemperatur
4.1.2 Supravitale Reaktionen
5 Unsichere Todeszeichen
5.1 Der Scheintod
6 Sichere Todeszeichen
6.1 Frühe Postmortalphase
6.1.1 Totenflecke (Livores)
6.2 Mittlere Postmortalphase
6.2.1 Totenstarre (Rigor Mortis)
6.3 Späte Postmortalphase
6.3.1 Autolyse
6.3.2 Fäulnis
6.3.3 Verwesung
6.3.4 Spezielle Leichenerscheinungen
7 Entomologie
7.1 Einführung in die forensische Entomologie
7.2 Leicheninsekten
7.2.1 Die Schmeißfliege als Erstbesiedler
7.2.2 Folgebesiedlung
7.3 Die Asservierung insektenkundlicher Spuren
7.3.1 Richtlinien zur Asservierung
7.4 Leichenliegezeit
8 Fazit
Die Arbeit untersucht wissenschaftliche Methoden zur Bestimmung des Todeszeitpunkts (TZP) bei Leichen, um kriminalistische Ermittlungen zu unterstützen und die Aufklärung von Tötungsdelikten zu fördern. Dabei werden sowohl klassische rechtsmedizinische Ansätze als auch die forensische Entomologie analysiert.
Die Schmeißfliege als Erstbesiedler
Die Schmeißfliege besiedelt einen Leichnam als erstes Insekt. Sie ist bekannt für ihre schnelle Witterung und der damit rasch einhergehenden Eiablage. Sie dominiert die ersten Phasen der Leichenfauna. Auch für Laien ist sie aufgrund ihrer Häufigkeit, Bekanntheit und ihres metallisch glänzenden, gold-grünen bis hin zu blauen Aussehens zuordenbar. Ihre Entwicklungsbiologie ist hinreichend erforscht und als Beweismittel vor Gericht sehr beliebt und anerkannt.
Die Erstbesiedler ermöglichen den Biologen, bei genauer Kenntnis der Umgebungstemperatur, eine meist zuverlässige tagesgenaue Altersbestimmung der Larven, welche als Grundlage für die Rekonstruktion des TZP dient. Die minimale Leichenliegezeit korrespondiert mit dem Alter der ältesten immaturen Stadien. So ist davon auszugehen, wenn fünf Tage alte Fliegenmaden am Leichnam gefunden werden, dieser seit mindestens fünf Tagen tot ist. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass er ggf. schon vor sieben Tage verstorben ist und die Fliegen aufgrund der Temperatur oder Zugänglichkeit erst zwei Tage später ihre Eier abgelegt haben.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt den Fall eines Leichenfundes dar und illustriert die Dringlichkeit der Todeszeitbestimmung für polizeiliche Ermittlungserfolge.
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale medizinische und forensische Begriffe rund um den Tod, einschließlich verschiedener Phasen wie Hirntod und klinischer Tod.
3 Das strafprozessuale Verfahren bei Leichensachen: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Pflichten der beteiligten Akteure, wie Polizei und Staatsanwaltschaft, im Falle eines unnatürlichen Todes erläutert.
4 Todeszeitbestimmung: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung der Eingrenzung des Todeszeitpunkts für Ermittlungen und führt die frühen Postmortalphasen sowie deren Methoden ein.
5 Unsichere Todeszeichen: Dieses Kapitel behandelt Anzeichen, die zwar klinisch auf einen Tod hindeuten, jedoch für eine sichere Feststellung allein nicht ausreichen.
6 Sichere Todeszeichen: Hier werden die verlässlichen Phänomene des Todes beschrieben, die eine eindeutige Diagnose ermöglichen, unterteilt in verschiedene Postmortalphasen.
7 Entomologie: Das Kapitel erklärt, wie Insekten als forensische Beweismittel dienen, um bei fortgeschrittener Verwesung die Leichenliegezeit zu bestimmen und Tatortanalysen zu stützen.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der untersuchten Methoden zusammen und betont insbesondere die Unverzichtbarkeit der forensischen Entomologie bei lang zurückliegenden Todesfällen.
Rechtsmedizin, Todeszeitbestimmung, Kriminalistik, Leichenschau, Postmortalphase, Forensische Entomologie, Leicheninsekten, Spurensicherung, Obduktion, Sukzession, Schmeißfliege, Tatortaufnahme, Todesursache, Strafprozessordnung, Leichenliegezeit
Die Arbeit befasst sich mit der Bestimmung des Todeszeitpunkts von Leichen unter Anwendung sowohl klassischer rechtsmedizinischer als auch entomologischer Methoden.
Die zentralen Felder umfassen die forensische Medizin, die strafprozessualen Abläufe bei Leichenfunden, Leichenerscheinungen (wie Totenflecke und Totenstarre) sowie die forensische Entomologie.
Das Hauptziel ist es, Polizeibeamten und Ermittlern die Wichtigkeit einer korrekten Tatortaufnahme näherzubringen, damit Experten präzise Aussagen über den Todeszeitpunkt treffen können.
Die Arbeit kombiniert Methoden wie die Messung der Körpertemperatur, die Beobachtung der Totenstarre, supravitale Reaktionen sowie die Analyse der Insektenbesiedlung (Sukzession).
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der rechtlichen Grundlagen, die Einteilung in die verschiedenen Postmortalphasen und die detaillierte Darstellung der entomologischen Spurensicherung.
Typische Schlüsselbegriffe sind Rechtsmedizin, Todeszeitbestimmung, forensische Entomologie, Postmortalphase und Spurensicherung.
Es dient als mathematisches Hilfsmittel zur Schätzung der Todeszeit basierend auf Rektaltemperatur, Umgebungstemperatur und Körpergewicht der verstorbenen Person.
Eine falsche Spurensicherung kann dazu führen, dass wichtige Beweise zerstört werden, wodurch eine präzise Eingrenzung des Todeszeitraums und somit die Identifizierung des Täters unmöglich wird.
Als Erstbesiedler ermöglicht sie durch ihre Entwicklungsbiologie eine oft tagesgenaue Schätzung, wie lange die Leiche bereits exponiert ist.
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