Diplomarbeit, 2005
188 Seiten, Note: 1,7
1 EINFÜHRUNG
2 THEORETISCHER TEIL
2.1 EINFÜHRUNG IN DIE BEGRIFFLICHKEIT DES INTERNET
2.2 KOMMUNIKATIVE ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN IM INTERNET
2.2.1 Asynchrone und synchrone CvK
2.2.2 Chat- Kommunikation
2.2.3 Emoticons, ASCII- Kunst, Akronyme und Soundwörter
2.3 FORUM- KOMMUNIKATION
2.3.1 Aufbau und Struktur eines Forums
2.3.2 Nickname
2.3.3 Inhaltliche Kontrolle in einem Forum
2.3.4 Sprache und Ausdruck im Forum
2.4 THEORIEN ZUM MEDIALEN KOMMUNIKATIONSVERHALTEN
2.4.1 Soziale Informationsverarbeitung
2.4.2 Simulation und Imagination
2.4.3 Soziale Identität und Deindividuation
2.4.4 Ausblick I
2.5 EINFÜHRUNG IN DIE JUGENDFORSCHUNG
2.5.1 Pubertät und Adoleszenz
2.5.2 Entwicklungsaufgaben
2.5.3 Identitätsforschung
2.5.4 Konstruktivistische Überlegungen zur Identität
2.6 GESCHLECHTERORDNUNG
2.6.1 Konstruktion von Geschlecht
2.6.2 Mädchenforschung
2.6.3 Weibliche Adoleszenz
2.6.4 Ausblick II
3 EMPIRISCHER TEIL
3.1 ONLINE- PORTAL HTTP://WWW.MAEDCHEN.DE
3.1.1 Forum Kummer& Sorgen
3.1.2 Betreuung des Forums
3.1.3 Aufbau des Forums
3.1.4 Untersuchungsmethode
3.1.5 Gütekriterien der empirischen Untersuchung
3.2 UNTERSUCHTE THEMEN
3.2.1 Erste Analyseeinheit
3.2.2 Zweite Analyseeinheit
3.2.3 Durchführung
3.2.4 Durchführung der ersten Analyseeinheit
3.2.5 Durchführung der zweiten Analyseeinheit
3.2.6 Validität der Ergebnisse
3.3 ANALYSE DER ERGEBNISSE
3.3.1 Beziehung zum anderen Geschlecht
3.3.2 Selbstbild
3.3.3 Kommunikative Haltungen innerhalb des Forums
3.4 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
3.4.1 Abschließende Beobachtungen
3.4.2 Bedeutung von Nicks und Cyberslang im Forum
3.4.3 Reflexion der CvK- Theorien
3.4.4 Bedeutung des Forums für die Mädchen
4 SCHLUSSBETRACHTUNG
5 LITERATUR
6 ANHANG
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Kommunikation von Mädchen und jungen Frauen im Alter von 11 bis 18 Jahren innerhalb eines spezifischen Online-Forums. Ziel ist es herauszuarbeiten, welche Themen die Zielgruppe in diesem geschützten virtuellen Raum verhandelt, wie sie ihre kommunikativen Kompetenzen einsetzen und welche Haltungen sie gegenüber anderen Nutzern einnehmen.
2.3.1 Aufbau und Struktur eines Forums
Foren sind positioniert auf Websites und haben zumeist einen unmittelbaren Bezug zu dem dort vorherrschenden Content. Oftmals sorgen Foren dafür, dass die Websites interessanter, interaktiver werden und somit eine stärkere Nutzerbindung an die Seite garantiert ist. Hat sich erst einmal ein bestimmtes Forum für den User als thematisch interessant erwiesen, so kann davon ausgegangen werden, dass er sich immer stärker mit der Community (Mitgliedergemeinschaft einer Internetseite) identifizieren wird (vgl. Döring, 2003, S. 501ff).
Weil die Beiträge (auch Posts genannt) der User auf einer Seite zum Abruf verfügbar sind, nennt man diesen Vorgang auch Pull- Kommunikation. Ob ein Forum hoch frequentiert, also besucht wird, hängt stark von der Popularität der jeweiligen Seite ab.
Die Nutzer des Web- Angebotes verstehen sich als Community, die diese Seiten durch eigene Akzente, wie beispielsweise die Nutzung des Forums, mitgestalten. „Das Themenspektrum der Newsboards ist analog dem Themenspektrum von Websites sehr breit“(Döring, 2003, S. 71) und oftmals gibt es auf einer Seite mehrere Foren mit unterschiedlichen Themenangeboten, die aber immer stringent zum Thema der Seite sind. Nicht immer muss man sich auf der Seite registrieren lassen und in den seltensten Fällen muss man für den Forum- Dienst bezahlen. Das Forum wird von vielen Usern genutzt, um Fragen und Anregungen zu verschiedensten Themen auszutauschen.
Die Diskussionsverläufe, auch Threads genannt, geben dem Nutzer einen Überblick über die Bandbreite der Diskussion. Oftmals ist daneben in Zahlen angegeben, wie oft dieser Thread gelesen bzw. beantwortet wurde.
Bei Eintritt in das Forum sind sämtliche Überschriften der einzelnen Postings aufgeführt
Die Überschrift als Initialzündung erzeugt einen, wie Döring schreibt „Diskussionssog“(Döring, 20003, S. 69) und ist somit die Visitenkarte des eigenen Postings. Je prägnanter und pointierter die Überschrift verfasst ist, desto höher die Chancen auf eine Diskussion und eine Anerkennung des eigenen Themas.
1 EINFÜHRUNG: Einleitung in die postmoderne Lebenswelt, die Bedeutung von Medien für die Identitätskonstruktion Jugendlicher und die Vorstellung der Diplomarbeit.
2 THEORETISCHER TEIL: Vermittlung der Grundlagen zu Internet-Begrifflichkeiten, computervermittelter Kommunikation (CvK), Jugendforschung sowie geschlechtsspezifischen Aspekten in der Adoleszenz.
3 EMPIRISCHER TEIL: Detaillierte Vorstellung des Online-Portals maedchen.de, der angewandten Inhaltsanalyse und Auswertung der Forenbeiträge hinsichtlich Themen und Kommunikationshaltungen.
4 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse, pädagogische Konsequenzen für den Umgang mit Medien und ein Ausblick auf die Rolle des Internets im Leben junger Mädchen.
Internet, Online-Forum, Mädchenforschung, weibliche Adoleszenz, Identitätskonstruktion, computervermittelte Kommunikation, digitale Community, Sozialisation, Inhaltsanalyse, Medienpädagogik, geschlechtsspezifische Kommunikation, digitale Identität, Pubertät, Online-Beratung, Nutzungsverhalten.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Mediennutzungsverhalten von Mädchen und jungen Frauen, speziell mit der Kommunikation in einem moderierten Online-Forum als geschütztem Raum für Erfahrungsaustausch.
Die Schwerpunkte liegen auf familiären Sorgen, Freundschaften, der Entwicklung des Selbstbildes sowie dem Umgang mit Beziehungen und Sexualität gegenüber dem anderen Geschlecht.
Die Arbeit untersucht, inwiefern ein Online-Forum für Mädchen als Plattform dient, um ihre alltags- und geschlechtsspezifischen Sorgen in einem geschützten Rahmen zu artikulieren und zu bewältigen.
Verwendet wird eine qualitative Inhaltsanalyse, um die Beiträge im Forum "Kummer & Sorgen" systematisch zu kategorisieren und die kommunikativen Haltungen der Teilnehmerinnen zu interpretieren.
Nach einer theoretischen Fundierung zum Internet und zur Identitätsentwicklung im Jugendalter erfolgt die empirische Analyse von 40 Foren-Threads sowie eine Diskussion der Ergebnisse im Kontext sozialpsychologischer Theorien.
Wichtige Begriffe sind Mädchenforschung, digitale Community, computervermittelte Kommunikation (CvK), Identitätskonstruktion und Medienkompetenz.
Das Forum bietet laut Autorin einen niedrigschwelligen Einstieg und durch seine Asynchronität eine wertvolle Plattform, die den Mädchen ermöglicht, Sorgen zeitversetzt und reflektiert zu teilen.
Die Anonymität wird nicht primär als Gefahr, sondern als Chance für die Identitätsbildung gesehen, da sie einen Raum eröffnet, in dem Mädchen ihre Sorgen losgelöst von traditionellen sozialen Sanktionen formulieren können.
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