Examensarbeit, 2005
54 Seiten, Note: 2
1. Einführung
2. Pädagogische Definitionen ausgewählter Begriffe
2.1 Handlungsorientierter Unterricht
2.2 Erfahrungsbezogenes Lernen
2.3 Projektunterricht
3. Begründungen eines veränderten Unterrichtskonzepts
3.1 Veränderung der familiären Verhältnisse
3.2 Veränderung der technischen Gegebenheiten
3.3 Veränderung der technischen Medien
3.4 Veränderung der räumlichen Bedingungen
3.5 Veränderung der Bedeutung der Schule
4. Ganzheitlicher Religionsunterricht zum Thema „Die Bibel“
4.1 Zugangsmöglichkeiten zur Bibel im Religionsunterricht
4.2 Das Konzept des Bibelzentrums Schleswig
4.3 Begründung des Besuchs des Bibelzentrums im Rahmen der geplanten Unterrichtseinheit
5. Didaktisch-methodische Grundlegung der Bibel als Unterrichtsgegenstand
5.1 Lernvoraussetzungen hinsichtlich der Klasse
5.2 Lernvoraussetzungen hinsichtlich des Lerngegenstands
5.3 Begründung des Themas für die gewählte Lerngruppe
5.4 Strukturierung der Unterrichtseinheit
6. Beschreibung und Auswertung der Unterrichtsstunden
6.1 Die 1. und 2. Stunde: Einführung in das Alte und Neue Testament
6.2 Tagesausflug in das Bibelzentrum in Schleswig
6.3 Die 4. und 5. Stunde: Nachbereitung des Besuchs im Bibelzentrum, Präsentation der Gruppenarbeiten
6.4 Die 6. und 7. Stunde: So finde ich mich in der Bibel zurecht
6.5 Die 8. und 9. Stunde: Arbeit mit dem „Bibelkoffer“, Funde von Qumran
6.6 Die 10. Stunde: Die Entstehung und der Aufbau der Bibel
6.7 Die 11. und 12. Stunde: Die vier Evangelien
6.8 Projekttag rund um die Bibel
6.9 Die 14. Stunde: Die hebräische und griechische Schrift
6.10 Die 15. Stunde: Schriftliche Wiederholung und Reflexion
7. Resümee und Ausblick
Ziel der Arbeit ist die Konzeption und Durchführung einer handlungsorientierten und ganzheitlichen Unterrichtseinheit zum Thema Bibel in einer 6. Klasse, um den Schülerinnen und Schülern einen lebendigen Zugang zu diesem für sie weitgehend unbekannten Buch zu ermöglichen.
6.2 Tagesausflug in das Bibelzentrum in Schleswig
Am 20. September 2004 trafen wir uns zu Beginn der ersten Stunde um 7.10 Uhr im Klassenraum und begannen den Tag mit unserer üblichen Montagsrunde. Danach machte ich einige wichtige Ansagen bezüglich der Hinfahrt, wonach wir uns in Begleitung der Klassenlehrerin auf den Weg zum ZOB in X. machten, um mit dem Bus nach X2 zu fahren, von wo aus wir den Zug nach Schleswig nahmen.
Die schlechte Wetterlage änderte nichts an der Motivation der Schülerinnen und Schüler, so dass wir vom Bahnhof in Schleswig problemlos zu Fuß das Bibelzentrum erreichen konnten. Kurz vor 10 Uhr trafen wir am St. Johanniskloster ein und wurden freundlich empfangen.
Zu Beginn versammelten wir uns alle in der Galerie, in der ein Stuhlkreis aufgebaut war. Ein Mitarbeiter des Bibelzentrums übernahm die Leitung und gab uns eine kurze Einführung über die zu erwartende Rallye. Die Kleingruppen, in denen die Schülerinnen und Schüler die Rallye durchlaufen sollten, hatte ich schon in der Schule festgelegt. Die Einführung war kindgerecht gemacht, da sie in Kurzform einen geschichtlichen Überblick über die Entstehung der Bibel gab, welche das Thema der gesamten Ausstellung bildet.
Auf einem Tuch auf dem Boden in der Mitte des Stuhlkreises befand sich eine sehr alte Ausgabe der Bibel. Das Buch lag geschlossen vor uns. Nun wurden wir gefragt, woher der Ausdruck „ein Buch aufschlagen“ kommt. Nach einigen Vermutungen aus der Klasse bekamen wir eine Demonstration dieses Ausdrucks. Die Bibel war mit zwei Verschlägen verschlossen, die sich nun durch einmaliges Daraufschlagen öffneten. Die Klasse war begeistert von dieser Vorführung.
1. Einführung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Bibel als Grundlage des Christentums und stellt die geplante Unterrichtseinheit in der Klasse R6 vor.
2. Pädagogische Definitionen ausgewählter Begriffe: In diesem Kapitel werden die theoretischen Konzepte handlungsorientierter Unterricht, erfahrungsbezogenes Lernen und Projektunterricht definiert und begründet.
3. Begründungen eines veränderten Unterrichtskonzepts: Der Autor führt gesellschaftliche Faktoren wie familiäre Veränderungen und technische Entwicklungen an, die eine Anpassung des Unterrichts hin zu handlungsorientierten Methoden erfordern.
4. Ganzheitlicher Religionsunterricht zum Thema „Die Bibel“: Hier werden allgemeine Zugangsmöglichkeiten zur Bibel diskutiert und das spezifische Konzept des Bibelzentrums Schleswig vorgestellt.
5. Didaktisch-methodische Grundlegung der Bibel als Unterrichtsgegenstand: Dieser Teil beschreibt die Lernvoraussetzungen der Klasse, die Relevanz des Themas im Lehrplan und die methodische Strukturierung der Einheit.
6. Beschreibung und Auswertung der Unterrichtsstunden: Im Hauptteil werden die einzelnen Unterrichtsstunden von der Einführung bis zur Reflexion detailliert dokumentiert und ausgewertet.
7. Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Unterrichtseinheit auf Basis der Schülerrückmeldungen zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Unterrichtsvorhaben.
Bibel, Religionsunterricht, Handlungsorientierter Unterricht, Bibelzentrum Schleswig, Ganzheitliches Lernen, Erfahrungsbezogenes Lernen, Projektunterricht, Qumran, Bibelkoffer, Evangelien, Hebräische Schrift, Griechische Schrift, Schülermotivation, Fachdidaktik, Unterrichtsauswertung
Die Arbeit stellt ein praxisnahes Unterrichtskonzept für die 6. Klasse dar, das darauf abzielt, Schülerinnen und Schülern die Bibel durch handlungsorientierte und ganzheitliche Methoden als lebendiges Buch näherzubringen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Entstehung und den Aufbau der Bibel, die Arbeit mit biblischen Texten, die archäologischen Funde von Qumran sowie die Bedeutung biblischer Sprachen.
Das primäre Ziel ist es, durch einen Besuch im Bibelzentrum Schleswig und projektorientierte Arbeit in der Schule die Bibelkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu steigern und eine positive Haltung gegenüber dem Gegenstand Bibel zu fördern.
Es handelt sich um einen pädagogischen Unterrichtsversuch, der auf der Methodik des handlungsorientierten und erfahrungsbezogenen Unterrichts basiert und durch eine systematische Auswertung mittels Fragebögen evaluiert wird.
Im Hauptteil werden die 15 Unterrichtsstunden dokumentiert, darunter ein Tagesausflug ins Bibelzentrum, die Arbeit mit dem Bibelkoffer, Gruppenarbeiten zu den Evangelien und ein Projekttag zur Bibel.
Bibel, Religionsunterricht, Handlungsorientierung, Bibelzentrum Schleswig, ganzheitliches Lernen, Projekttag, Qumran, Bibelkoffer, Schülerevaluation.
Das Bibelzentrum bietet vielfältige, sinnesorientierte Zugänge zur Bibel, die in der Schule so nicht umsetzbar sind, wie etwa eine Erlebnisausstellung und praktische Stationen zum Anfassen und Ausprobieren.
Das Feedback der Schülerinnen und Schüler war zentral für die Steuerung der Unterrichtseinheit; ihre Wünsche nach bestimmten Aktivitäten flossen direkt in die Gestaltung des Projekttages ein.
Der Autor stuft den Versuch als für die Schüler spannend ein, kritisiert jedoch die inhaltliche Gestaltung des speziellen Fallbeispiels, weshalb er diesen spezifischen Ansatz nicht erneut durchführen würde.
Der Autor schließt, dass das Konzept des ganzheitlichen und handlungsorientierten Lernens erfolgreich zur Motivation beigetragen hat und trotz notwendiger methodischer Anpassungen in der Zukunft wieder Anwendung finden sollte.
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