Diplomarbeit, 2004
179 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Grundlagen des Projektmarketings
2.1 Projekt und Projektmanagement
2.2 Ansätze des klassischen Marketings
2.2.1 Das strategische Dreieck
2.2.2 Die vier Säulen des klassischen Marketings
2.2.3 Die Strategien des Marketings
2.3 Projektmarketing
2.3.1 Die Notwendigkeit des Projektmarketings
2.3.2 Die Abgrenzung von Projektmarketing zu Change Management
2.3.3 Die Struktur des Projektmarketings
3 Das Umfeld eines Projekts
3.1 Umfeldanalyse als Informationsgrundlage
3.1.1 Die Stakeholderanalyse
3.1.2 Die Projekt- und Unternehmensanalyse
3.2 Stakeholder und ihre Sichtweise
3.2.1 Der Stakeholder als Chance oder Risiko
3.2.2 Die Gründe für Widerstände
3.2.3 Die Erkennungsmerkmale von Widerständen im Projekt
3.3 Zusammenfassung
4 Die strategische und operative Planung
4.1 Strategische Planung
4.1.1 Die Zielfindung im Projektmarketing
4.1.2 Die Strategie als Wegweiser
4.2 Operative Planung
4.2.1 Die Erkennungsmerkmale eines Projekts
4.2.2 Die Projektmarketing-Maßnahmen
4.2.3 Die Maßnahmen und ihre Eigenschaften
4.2.4 Der Projektmarketing-Mix
4.2.5 Die Ausgestaltung der Maßnahmen
4.3 Zusammenfassung
5 Der Projektmarketing-Prozess
5.1 Projektmarketing als Prozess
5.1.1 Die Kontrolle im Projektmarketing-Prozess
5.1.2 Die Einbindung in den Projektmarketing-Prozess
5.2 Kommunikation als Instrument
5.2.1 Die Kommunikation
5.2.2 Die Nachricht
5.2.3 Das Kommunikationsproblem
5.3 Grenzen und Barrieren des Projektmarketings
5.4 Zusammenfassung
6 Das Projektmarketing in der Praxis
6.1 Bewertung der Umfeldelemente
6.1.1 Die Promotorenanalyse
6.1.2 Die Stakeholder-Landkarte
6.1.3 Das House of Stakeholder
6.2 Projektmarketing-Maßnahmen
6.2.1 Das Kick-Off-Meeting
6.2.2 Die Projektlogos
6.2.3 Die Info-Box am Potsdamer Platz
6.3 My Work Place
7 Die Möglichkeiten einer Implementierung
7.1 Zusammenfassung der Projektmarketing Phasen
7.1.1 Die Projektmarketing-Analyse
7.1.2 Die Projektmarketing-Planung
7.1.3 Die Projektmarketing-Durchführung und –Steuerung
7.2 Rollen im Projektmarketing-Prozess
7.3 Die Notwendigkeit eines Projektmarketing-Moduls
Die vorliegende Arbeit untersucht das Thema Projektmarketing als eine bisher in der Wissenschaft unzureichend betrachtete Schlüsseldisziplin für den Erfolg von Projekten. Ziel ist es, ein allgemeines Verständnis für die Notwendigkeit, Entstehung und praktische Umsetzung von Projektmarketing-Maßnahmen zu schaffen, um Informationsdefizite abzubauen, Widerstände zu minimieren und die Identifikation aller Beteiligten mit dem Projekt zu fördern.
3.2.1 Der Stakeholder als Chance oder Risiko
Einige Personen im Projektteam sind sehr engagiert und arbeiten besonders intensiv für ein Projekt. Diese internen Stakeholder müssen in ihrem Engagement unterstützt werden, indem Ihnen Anerkennung geschenkt wird. Erhalten sie nicht die notwendige Aufmerksamkeit oder werden ihre Leistungen nicht anerkannt, so kann sich ihre Einstellung zum Projekt schnell wandeln und ins Negative umschlagen. Begründet ist dies mit der Tatsache, dass die internen Stakeholder das Gefühl bekommen, ihre Arbeit würde nicht gewürdigt werden. Daraufhin verfallen sie in eine Reflektierungsphase, in der sie überlegen, ob ein derartiges Engagement überhaupt Sinn hat.
Die Promotoren vertreten die Projektziele, da sie ähnliche Interessen haben, und stellen eine Chance für das Projekt dar. Sie stehen uneingeschränkt hinter der Projektidee und können diese Einstellung auf andere Stakeholder übertragen. Dabei übernehmen sie implizit die Aufgabe eines Multiplikators. Die Multiplikatoren lassen sich explizit benennen, um andere für das Projekt zu gewinnen. Diese werden dann aktiv, um Informationen zu verbreiten und Überzeugungsarbeit zu leisten. Nur wer mit seiner Grundeinstellung hinter dem Projekt steht, kann diese Einstellung überzeugend auf andere übertragen. Die Promotoren und Supporter sind die einzigen, die die Aufgaben eines Multiplikators übernehmen können. Demnach ist es von besonderer Bedeutung, diese positiven Einflüsse auf das Projekt aufrecht zu erhalten.
1 Einleitung: Erläutert die Notwendigkeit von Projektmarketing, um durch bessere Information und Integration der Mitarbeiter das Scheitern komplexer Reengineering-Projekte zu verhindern.
2 Die Grundlagen des Projektmarketings: Definiert die Begriffe Projekt und Projektmanagement und leitet aus den Ansätzen des klassischen Marketings die Definition sowie die Notwendigkeit des Projektmarketings ab.
3 Das Umfeld eines Projekts: Analysiert das Projektumfeld durch Stakeholderanalysen sowie Projekt- und Unternehmensanalysen, um Chancen und Widerstände frühzeitig zu identifizieren.
4 Die strategische und operative Planung: Beschreibt die Herleitung von Projektmarketing-Zielen und die Gestaltung eines Projektmarketing-Mixes zur zielgerichteten Beeinflussung der Stakeholder.
5 Der Projektmarketing-Prozess: Erläutert den iterativen Prozess des Projektmarketings, die Bedeutung der Kommunikation als zentrales Instrument sowie auftretende Grenzen und Barrieren.
6 Das Projektmarketing in der Praxis: Stellt praktische Instrumente wie die Promotorenanalyse, das House of Stakeholder und konkrete Marketingmaßnahmen zur Anwendung in Projekten vor.
7 Die Möglichkeiten einer Implementierung: Zeigt auf, wie die theoretischen Phasen des Projektmarketing-Prozesses in einem praktischen Modul abgebildet und in den Projektalltag integriert werden können.
Projektmarketing, Projektmanagement, Stakeholder, Stakeholderanalyse, Kommunikation, Projektakzeptanz, Veränderungsprozesse, Partizipation, Projektmarketing-Mix, Projektumfeld, Widerstände, Strategische Planung, Operative Planung, Change Management, Projektsteuerung.
Die Arbeit untersucht das Projektmarketing als eine essenzielle, jedoch wissenschaftlich oft vernachlässigte Disziplin des Projektmanagements, die entscheidend zum Projekterfolg beiträgt.
Zentrale Themen sind die Umfeld- und Stakeholderanalyse, die strategische und operative Planung von Marketingmaßnahmen, der Projektmarketing-Prozess sowie der Umgang mit Widerständen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch systematische Projektmarketing-Maßnahmen die Akzeptanz von Projekten bei Beteiligten und Betroffenen erhöht und der Projekterfolg nachhaltig gesichert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Transfer klassischer Marketingkonzepte sowie Methoden des Change Managements auf den Bereich der Projektarbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Analyse des Projektumfelds, die strategische Zielfindung und Planung, die prozessuale Steuerung des Marketings sowie die praktische Anwendung durch konkrete Instrumente.
Wichtige Begriffe sind Projektmarketing, Stakeholder, Projektkommunikation, Projektakzeptanz, Widerstandsmanagement und Projektmarketing-Mix.
Durch Partizipation, frühzeitige und zielgruppengerechte Information sowie die Schaffung einer Vertrauensbasis, bei der die Bedürfnisse der Beteiligten ernst genommen werden.
Ein Hauptgrund ist ein Informationsdefizit bei den Mitarbeitern sowie mangelnde Akzeptanz der Projektergebnisse, was häufig auf fehlende Integration der Betroffenen zurückzuführen ist.
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