Masterarbeit, 2019
61 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. THEORIE
2.1 DEFINITION PERSÖNLICHKEIT
2.2 DIE DUNKLE TRIADE DER PERSÖNLICHKEIT
2.2.1 MACHIAVELLISMUS
2.2.2 PSYCHOPATHIE
2.3 NARZISSMUS
2.3.1 DER DURCHSCHNITTLICHE PERSÖNLICHKEITSSTIL DES NARZISSMUS
2.3.2 PATHOLOGISCHER NARZISSMUS
2.3.2.1 DER SELBSTWERT-NARZISSMUS NACH KOHUT
2.3.2.2 DER OBJEKT-ABWEHR-NARZISSMUS NACH KERNBERG
2.3.3 DER SUBKLINISCHE NARZISSMUS
2.3.4 DIE DREI SUBTYPEN DES PERSÖNLICHKEITSKONSTRUKTS NARZISSMUS
2.4 BERUFSERFOLG
2.4.1 BEGRIFFSKLÄRUNG UND DEFINITION VON BERUFSERFOLG
2.4.2 BERUFSERFOLGSKRITERIEN
2.4.2.1 OBJEKTIVER BERUFSERFOLG
2.4.2.2 SUBJEKTIVER BERUFSERFOLG
2.5 EMPIRISCHE EVIDENZ
2.5.1 ZUSAMMENHANG VON NARZISSMUS UND SUBJEKTIVEM BERUFSERFOLG
2.5.2 BEZIEHUNGEN ZWISCHEN NARZISSMUS UND DER HIERARCHIEEBENEN IM BERUF
2.5.3 DIE RELATION VON SUBJEKTIVEM BERUFSERFOLG UND HIERARCHIEEBENEN
2.6 INTEGRATION DER ZUSAMMENHÄNGE UND FRAGESTELLUNG
2.7 HYPOTHESEN
3. METHODE
3.1 STICHPROBE
3.2 DESIGN UND ABLAUF
3.3 FRAGEBOGENMATERIAL
3.3.1 DER OBJEKTIVE BERUFSERFOLG OPERATIONALISIERT DURCH HIERARCHIEEBENEN
3.3.2 DIE ERFASSUNG DES SUBKLINISCHEN NARZISSMUS DURCH NPI-15
3.3.3 DIE ERHEBUNG DES SUBJEKTIVEN BERUFSERFOLGS
3.3.4 VERSCHLEIERUNG DER TESTABSICHT UND AUSSCHLUSS
3.4 STATISTISCHE VERFAHREN
4. ERGEBNISSE
4.1 DESKRIPTIVE STATISTIKEN
4.2 ANALYSE DER LINEAREN ZUSAMMENHÄNGE ZWISCHEN HIERARCHIEEBENEN, NARZISSMUS UND SUBJEKTIVEM BERUFSERFOLG
4.3 TESTEN DER VORAUSSETZUNGEN
4.4 VARIANZANALYSEN
4.4.1 MIT OBJEKTIVEN BERUFSERFOLG ASSOZIIERTE NARZISSMUSUNTERSCHIEDE
4.4.2 MIT OBJEKTIVEM BERUFSERFOLG ASSOZIIERTE UNTERSCHIEDE IM SUBJEKTIVEN BERUFSERFOLG
4.5 LINEARE REGRESSIONSANALYSE DER FAKTOREN NARZISSMUS UND SUBJEKTIVER BERUFSERFOLG
4.6 MODERATIONSANALYSE
5. DISKUSSION
5.1 ZIELE UND ERGEBNISSE
5.2 EINORDNUNG IN DEN FORSCHUNGSSTAND
5.3 LIMITATIONEN
5.4 AUSBLICK
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Zusammenhang zwischen dem objektiven Berufserfolg (operationalisiert durch Hierarchieebenen) und dem subjektiv erlebten Berufserfolg zu untersuchen und zu prüfen, ob dieser Zusammenhang durch den Faktor Narzissmus moderiert wird.
2.2 Die dunkle Triade der Persönlichkeit
Die dunkle Triade unterteilt sich in drei Persönlichkeitseigenschaften – Machiavellismus, Psychopathie und Narzissmus (siehe Abbildung 1). Zwar sind diese differenzierbare, eigenständige Eigenschaften, dennoch korrelieren sie untereinander erheblich (Paulhus & Williams, 2002), was wiederrum bedeutet, dass sie sich in gemeinsamen dunklen Eigenschaften, wie der Ichbezogenheit, mangelnden empathischen Fähigkeit, Gleichgültigkeit und der Neigung zu manipulativem Verhalten, ähneln (Jonason & Krause, 2013). Die gemeinsamen Eigenschaften können als antisozialer Kern verstanden werden, was mit einer niedrigen sozialen Verträglichkeit einhergeht. Furnham, Richards und Paulhus (2013) konnten feststellen, dass der Faktor Verträglichkeit aus dem Big-Five Modell am stärksten im zur dunklen Triade steht. Weitere Eigenschaften des antisozialen Kerns gehen auf Unehrlichkeit, Gefühl bzw. Herzlosigkeit (Lee & Ashton, 2005), auf ein verstärktes Machtmotiv (Jonason & Ferrell, 2016) sowie eine soziale Dominanzorientierung (Jones & Figueredo, 2013) zurück. Zwar korrelieren die genannten Merkmale in der dunklen Triade miteinander, dennoch bestehen zwischen diesen auch gravierende Unterschiede, da z.B. der Faktor Machiavellismus sich eher durch langfristige manipulative Planungen auszeichnet, während die Komponente Psychopathie durch spontane, impulsive Reaktionen imponiert (Externbrink & Keil, 2018).
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Problematik des Narzissmus in der Arbeitswelt ein, thematisiert das Spannungsfeld zwischen pathologischen Zügen und beruflicher Eignung und formuliert das Forschungsinteresse der Arbeit.
2. THEORIE: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Persönlichkeitspsychologie, definiert die Begriffe Narzissmus, die dunkle Triade sowie Berufserfolg und leitet aus dem Forschungsstand die Hypothesen der Arbeit ab.
3. METHODE: Das Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Stichprobe von 140 Probanden, die verwendeten Messinstrumente wie NPI-15 und die statistischen Analyseverfahren zur Hypothesenprüfung.
4. ERGEBNISSE: Hier werden die deskriptiven Statistiken, Korrelationsanalysen, Varianzanalysen und die Moderationsanalyse präsentiert, wobei die zentralen Befunde im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen ausgewertet werden.
5. DISKUSSION: Das letzte Kapitel reflektiert die Ergebnisse, setzt sie in den Kontext der bestehenden Forschung, diskutiert methodische Limitationen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Narzissmus, Subklinischer Narzissmus, Berufserfolg, Objektiver Berufserfolg, Subjektiver Berufserfolg, Hierarchieebene, Persönlichkeitspsychologie, Moderationsanalyse, Dunkle Triade, NPI-15, Führung, Arbeitszufriedenheit, Laufbahnerfolg, Selbstwirksamkeit, Psychopathie.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss der Persönlichkeitsfaktor Narzissmus auf den beruflichen Erfolg hat und ob dieser Faktor als Moderator den Zusammenhang zwischen der hierarchischen Position im Unternehmen und der subjektiven Wahrnehmung des eigenen Berufserfolgs beeinflusst.
Die zentralen Themen sind das Persönlichkeitskonstrukt des subklinischen Narzissmus, die Definition und Messung von objektivem sowie subjektivem Berufserfolg und deren Ausprägung innerhalb verschiedener Hierarchieebenen in modernen Unternehmensstrukturen.
Das Ziel ist die Integration bisher isoliert betrachteter Zusammenhänge, um zu klären, ob der subjektive Berufserfolg in Abhängigkeit von der Hierarchieebene durch den Grad an Narzissmus moderiert wird.
Es wurde eine deskriptiv-analytische Online-Studie durchgeführt, bei der 140 Probanden mittels standardisierter Fragebögen (NPI-15, Berufserfolgsskalen) befragt wurden. Die statistische Auswertung erfolgte mittels SPSS, inklusive Korrelations-, Regressions- und Moderationsanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Konstrukte, die Beschreibung der methodischen Durchführung der Datenerhebung sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der statistischen Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Narzissmus, Hierarchieebene, subjektiver Berufserfolg, Moderationsanalyse und Dunkle Triade charakterisieren.
Die deskriptive Statistik zeigt einen ansteigenden Verlauf der Narzissmus-Werte bis hin zur Hierarchieebene der Abteilungsleiter, danach nehmen die Werte in den obersten Führungsebenen (Geschäftsführer/Vorstand) tendenziell wieder ab.
Nein, der Interaktionsterm in der Moderationsanalyse war nicht signifikant, weshalb die Moderationshypothese zurückgewiesen werden musste. Es konnten jedoch deskriptive Tendenzen identifiziert werden.
Die Unterscheidung ist essenziell, da objektiver Erfolg (z.B. Hierarchieebene) extern messbar ist, während der subjektive Erfolg das interne Erfolgsempfinden widerspiegelt; die Arbeit untersucht, ob Narzissten in diesem Prozess systematisch anders wahrnehmen.
Die Arbeit bietet trotz der insignifikanten Ergebnisse Ansatzpunkte, wie etwa präventive Coachings für Führungskräfte oder die genauere Untersuchung der Mechanismen, warum bestimmte Hierarchieebenen bei hohem Narzissmus Einbußen im subjektiven Erfolg erleiden.
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