Masterarbeit, 2019
219 Seiten, Note: 1.7
1 Einleitung
1.1 Problem- und Fragestellung
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretischer Denkrahmen
2.1 Überblick über den Forschungsstand
2.2 Definition und Erfolgswirkung dynamischer Fähigkeiten
2.3 Theoretische Grundlagen der Innovationsfähigkeit
2.3.1 Definition der Innovationsfähigkeit
2.3.2 Innovationsfähigkeit aus Sicht des Dynamic Capability View
2.3.3 Fazit zu den Wirkungszusammenhängen
2.4 Dynamic Capabilities Framework basierend auf Teece (2007)
2.5 Zusammenfassung des theoretischen Denkrahmens
3 Überlegungen auf Basis clustertheoretischer Grundlagen
3.1 Abgrenzung des Clusterbegriffs
3.2 Clusterspezifische Besonderheiten
3.2.1 Erweiterung der Ressourcenbasis
3.2.2 Besonderheiten des Luftfahrtclusters Hamburg
3.3 Fazit zu den Besonderheiten von Clustern im Bezug auf Innovation
4 Illustrierende Fallstudie des Luftfahrtclusters
4.1 Beschreibung der methodischen Vorgehensweise
4.1.1 Auswahl der Forschungsmethode
4.1.2 Design der Einzelfallstudie
4.2 Datenerhebung und -auswertung
4.2.1 Datenerhebung
4.2.2 Datenauswertung
4.2.3 Gütekriterien zur Evaluierung der Fallstudie
4.3 Ergebnisdarstellung
4.3.1 Kollaborative F&E-Aktivitäten in der Flugzeugfertigung
4.3.2 Einfluss des Clusters auf die dynamischen Fähigkeiten von Airbus
4.3.3 Ausprägung der Innovationsfähigkeit von Airbus
4.4 Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse
5 Schlussbetrachtung
5.1 Fazit
5.2 Limitationen
5.3 Implikationen
Diese Masterarbeit untersucht den Einfluss interorganisationaler Kooperation im Luftfahrtcluster der Metropolregion Hamburg auf die Innovationsfähigkeit des Kernakteurs Airbus Operations GmbH. Ziel ist es, durch eine Einzelfallstudie zu verdeutlichen, wie durch den Dynamic Capability View erklärbare Mechanismen in Clustern zur Wissensgenerierung und Produktinnovation beitragen.
3.1 Abgrenzung des Clusterbegriffs
Die Definitionen eines Clusters scheinen zunächst vielfältig, jedoch lassen sie sich basierend auf den populärsten Definitionen auf zwei notwendige Voraussetzungen als kleinsten gemeinsamen Nenner reduzieren: Die geographische Konzentration der Akteure und ein bestehendes Beziehungsgeflecht der Akteure untereinander.
In der Managementforschung wurde der Clusterbegriff weitgehend durch Porter (1998a, 1998b, 2000) geprägt. Dieser versteht unter einem Cluster eine räumliche Konzentration miteinander verbundener Unternehmen und Institutionen eines bestimmten Wirtschaftszweiges, die konkurrieren und gleichzeitig kooperieren. Michael Porter’s Definitionen werden jedoch aus wirtschaftsgeographischer Perspektive aufgrund fehlender räumlicher Determination kritisiert. Ausgehend von der Kritik an Porter haben Brown et al. (2007) ihre Definition des Value Adding Web entwickelt:
“A cluster is a value adding web constituted by a connection of horizontal, vertical and lateral value adding activities contributed by different actors in prox- imity to one another which all act in relation to a specific industry sector. The actors have relationships characterised by interdependencies of different strength and quality that define the boundaries.”
Der Grund für die Auswahl dieser Arbeitsdefinition ist mitunter die verbesserte Darstellung der einzelnen Ebenen des Clusters und die Einteilung in horizontale, vertikale und laterale Akteure, auf die in der empirischen Untersuchung zurückgegriffen wird. Darüber hinaus wird in dieser Arbeitsdefinition sowohl die Stärke und Qualität der Beziehungen, als auch die Abhängigkeiten der Akteure untereinander berücksichtigt, die die Akteure laut Brown et al. (2007) erst zu einem Teil des Value Adding Web machen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass Umweltauflagen Innovation erzwingen, welche in der komplexen Flugzeugfertigung meist nur durch Kooperation zu erreichen ist, und skizziert die methodische Vorgehensweise.
2 Theoretischer Denkrahmen: Hier werden die Grundlagen des Dynamic Capability View (DCV) erarbeitet und die theoretische Verknüpfung von dynamischen Fähigkeiten und Innovationsfähigkeit hergestellt.
3 Überlegungen auf Basis clustertheoretischer Grundlagen: Das Kapitel definiert den Clusterbegriff und erarbeitet die Vorteile des Luftfahrtclusters Hamburg für die Ressourcenbasis von Unternehmen.
4 Illustrierende Fallstudie des Luftfahrtclusters: Es erfolgt die empirische Analyse der Kooperationsaktivitäten von Airbus und deren Einfluss auf die Innovationsfähigkeit anhand qualitativer Daten.
5 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Limitationen und leitet Handlungsempfehlungen für die strategische Unternehmensführung bei Airbus ab.
Innovationsfähigkeit, Cluster, Dynamic Capability View, Luftfahrtindustrie, Airbus, Kooperation, Wissensmanagement, F&E-Aktivitäten, Netzwerkressourcen, Prozessinnovation, Produktinnovation, Wettbewerbsvorteile, Hamburger Luftfahrtcluster.
Die Arbeit analysiert, wie Kooperationen in einem Industriecluster (speziell dem Luftfahrtcluster Hamburg) die Innovationsfähigkeit eines einzelnen Unternehmens, in diesem Fall der Airbus Operations GmbH, beeinflussen.
Die zentralen Felder sind die Innovationsfähigkeit, der Dynamic Capability View, industrielle Clusterbildung, sowie die praktische Ausgestaltung von Forschungs- und Entwicklungskooperationen.
Das Ziel ist es, zu erklären, wie durch Kooperationen in Clustern Wissensressourcen akquiriert und rekonfiguriert werden, um dynamische Fähigkeiten zu stärken und Innovation in der Flugzeugfertigung zu fördern.
Die Arbeit verwendet eine qualitative Einzelfallstudie (Holistic Single Case Study), basierend auf Dokumentenanalyse, Beobachtungen und fünf Experteninterviews bei Airbus und dem ZAL.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (DCV und Cluster-Theorie) und eine illustrative empirische Untersuchung des Luftfahrtclusters in Hamburg mit Fokus auf die Rolle von Airbus.
Die zentralen Begriffe sind Innovationsfähigkeit, Dynamic Capability View, Luftfahrtcluster, Kooperation und Wissensmanagement.
Das ZAL fungiert als neutrale Plattform, die den Austausch zwischen Industrie und Wissenschaft bündelt, Labore und Testinfrastrukturen bereitstellt und als „Makler“ für die Vernetzung von Akteuren dient.
Es dient als kritischer Einzelfall, da die Luftfahrt eine forschungsintensive Branche mit langen Entwicklungszyklen ist und das Hamburger Cluster durch seine hohe Vernetzungsdichte eine ideale Umgebung zur Untersuchung kollaborativer F&E bietet.
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