Bachelorarbeit, 2018
59 Seiten, Note: 1,9
1 Einleitung
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Schulsozialarbeit
2.2 Transition
2.3 Schuleingangsphase
2.4 Schulfähigkeit
3 Schulsozialarbeit
3.1 Geschichtlicher Hintergrund der Schulsozialarbeit
3.2 Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit
3.2.1 Personelle Rahmenbedingungen
3.2.2 Trägerbezogene Rahmenbedingungen
3.2.3 Finanzielle Rahmenbedingungen
3.2.4 Räumliche Rahmenbedingungen
3.2.5 Materiell-technische und kooperationsbezogene Rahmenbedingungen
3.3 Leitbild und Konzept
3.4 Zielgruppen und Aufgaben der Schulsozialarbeit
3.4.1 Zielgruppen der Schulsozialarbeit
3.4.2 Aufgaben der Schulsozialarbeit
3.5 Zusammenfassung
4 Theoretische Konzepte der Transition
4.1 ökopsychologischer Ansatz
4.2 Stressansatz
4.3 Kritische Lebensereignisse
4.4 Transitionsansatz (nach Niesel und Griebel)
4.4.1 Theoretische Wurzeln des Ansatzes
4.4.2 Ebenen der Entwicklungsaufgaben
4.4.3 Ko-Konstruktion der Transition
4.5 Zusammenfassung
5 Bildungsorte
5.1 Bildungsort Kindergarten
5.1.1 Basiskompetenzen
5.1.2 Bildungsbereiche
5.2 Bildungsort familiäres Umfeld
5.3 Bildungsort Schule
5.3.1 Schuleingangsphase/flexible Schuleingangsphase
5.3.2 Schulfähigkeit
5.4 Zusammenfassung
6 Die Transitionsbewältigung vom Kindergarten in die Grundschule
6.1 Historischer Hintergrund
6.2 Schulanfang gestalten
6.3 Risiko-und Schutzfaktoren
6.3.1 Personale Schutzfaktoren
6.3.2 Soziale Schutzfaktoren
6.4 Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule
6.5 Erfolgreich bewältigte Übergänge
6.5.1 Kompetenzen
6.6 Nicht erfolgreiche Übergänge
6.7 Zusammenfassung
7 Reflexion/Resümee
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Notwendigkeit von Schulsozialarbeit an Grundschulen, um Kinder während der Transition vom Kindergarten in die Schuleingangsphase pädagogisch zu begleiten und bei der Bewältigung dieses Übergangs zu unterstützen.
4.4.1 Theoretische Wurzeln des Ansatzes
Die anthropologischen Wurzeln des Ansatzes gehen auf Arnold van Gennep zurück. Er war ein französischer Ethnologe und entwickelte ein Strukturmodell von Übergangsriten, welches drei Phasen umfasst. In der ersten Phase, der Trennungsphase, steht die Lösung der einzelnen Person von ihrem derzeitigen Status im Mittelpunkt. Die zweite Phase, die Schwellenphase, bezeichnet den Stand zwischen der Ablösung des alten Status und der Angliederung an den neuen Status. Danach folgt die dritte Phase, die Annahme des neuen Status bzw. die Integrationsphase. Victor Turner, ebenfalls Ethnologe, entwickelte das Strukturmodell weiter. Er weist darauf hin, dass besonders in der zweiten Phase eine erhöhte Sensibilität besteht, die Merkmale einer Krise aufweist. Die Vertrauensperson der Individuen verändert sich. Somit befinden sie sich in einem Wandlungsprozess und bilden mit anderen eine neue Gemeinschaft (vgl. Seifert/Wiedenhorn 2018, S. 90 / Griebel/Niesel 2013, S.14f.).
Die pädagogischen Wurzeln wurden geprägt von Bruner. Er erarbeitete bedeutende Beiträge für die kognitive Lerntheorie. Bruner wies darauf hin, welche zentrale Bedeutung die Umwelt auf das Lernen hat. Er sieht die Bedeutung des „Selbst“ als Grundlage der menschlichen Kultur. Seine Theorie verweist auf den Konstruktivismus anhand des entdeckenden Lernens und der Mehrperspektivität (vgl. Griebel/Niesel 2013, S. 19). Die soziologischen Wurzeln werden beispielsweise durch Elder vertreten. Dieser sieht Transitionen als Wendepunkt im Lebenslauf, die durch prozesshafte Statuswechsel gekennzeichnet sind. Er ist der Auffassung, dass die in der frühen Kindheit gemachten Erfahrungen der Ausgangspunkt seien, wie die Person der Lebensumwelt gegenüber tritt (vgl. Griebel/Niesel 2013, S. 17). Anselm Strauss beschreibt die Übergangsprozesse als „Interaktionen der Erfahrungen des Einzelnen mit dem Verhalten wichtiger anderer Menschen seiner Umgebung sowie mit den in diesem Verhalten repräsentierten gesellschaftlichen Normen“ (Griebel/Niesel 2013, S.18). Weiterhin vertritt er den Standpunkt, dass das Beziehungsnetzwerk und die individuelle Identitätsbildung aufgrund der gesellschaftlich vorgegebenen Übergangsphase (Übergänge im Bildungssystem) nachhaltig verändert wird (vgl. Griebel/Niesel 2013, S. 18).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Situation der Schulsozialarbeit in Thüringen und führt in die zentrale Forschungsfrage ein, ob Schulsozialarbeiter an Grundschulen für eine gelingende Transition notwendig sind.
2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Schulsozialarbeit, Transition, Schuleingangsphase und Schulfähigkeit definiert und theoretisch eingeordnet.
3 Schulsozialarbeit: Hier wird der geschichtliche Hintergrund, die rechtlichen und räumlichen Rahmenbedingungen sowie das Leitbild und die Aufgaben der Schulsozialarbeit ausführlich beschrieben.
4 Theoretische Konzepte der Transition: Das Kapitel erläutert verschiedene wissenschaftliche Ansätze, darunter den ökopsychologischen Ansatz, den Stressansatz und den Transitionsansatz nach Griebel und Niesel, die den Übergangsprozess erklären.
5 Bildungsorte: Es werden die Rollen von Kindergarten, familiärem Umfeld und Schule als zentrale Lernorte beleuchtet, die den Übergang aktiv mitgestalten und unterstützen sollen.
6 Die Transitionsbewältigung vom Kindergarten in die Grundschule: Dieses zentrale Kapitel analysiert die Bewältigung des Übergangs, betrachtet Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen den Institutionen.
7 Reflexion/Resümee: Der Autor reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und zieht die Schlussfolgerung, dass die professionelle Begleitung durch Sozialarbeiter an Grundschulen für einen erfolgreichen Übergang essenziell ist.
Schulsozialarbeit, Transition, Schuleingangsphase, Schulfähigkeit, Übergangsbewältigung, Kooperation, Kindertagesstätte, Grundschule, Bildungsorte, Resilienz, soziale Kompetenz, Beratung, Entwicklungsaufgaben, Stressansatz, pädagogische Unterstützung
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Notwendigkeit der schulbezogenen Sozialarbeit bei der Begleitung von Kindern während des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule.
Zentrale Themenfelder sind die theoretischen Grundlagen von Transitionsprozessen, das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit, die Anforderungen an die verschiedenen Bildungsorte sowie der Umgang mit Risiko- und Schutzfaktoren.
Die Forschungsfrage lautet: „Ist es notwendig SozialarbeiterInnen an einer Grundschule zu beschäftigen, um Kinder während der Transition vom Kindergarten in die Schuleingangsphase bestmöglich zu begleiten und bei der Bewältigung zu unterstützen?“
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Fachkonzepten und gesetzlichen Rahmenvorgaben (wie z.B. dem Thüringer Bildungsplan).
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begrifflichkeiten, die Darstellung des Arbeitsfeldes Schulsozialarbeit, die Erläuterung theoretischer Transitionsmodelle sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Bewältigung des Übergangs und der Kooperation zwischen Schule und Kindergarten.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Transition, Schulsozialarbeit, Übergangsbewältigung, Kooperation und Schulfähigkeit charakterisieren.
Eltern nehmen eine Doppelrolle ein: Sie begleiten ihr Kind als Experten bei der Transition und müssen gleichzeitig ihren eigenen Übergang bewältigen, etwa indem sie sich auf neue familiäre Anforderungen und Kommunikationswege zur Schule einstellen.
Die flexible Schuleingangsphase ist eine reformpädagogische Organisationsform, bei der die 1. und 2. Klasse zusammengefasst werden, um den Kindern ein Verbleiben von ein bis drei Jahren zu ermöglichen und eine Balance zwischen entwicklungsorientierter und altersorientierter Einschulung zu schaffen.
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