Bachelorarbeit, 2019
39 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. KONZEPTE POLITISCHER RELIGIOSITÄT
2.1 DIE POLITISCHEN RELIGIONEN
2.2 GNOSIS
3. DER REPRÄSENTATIONSBEGRIFF VOEGELINS
4. AUSBLICK AUF DIE KRITIK AN ARENDT
5. FAZIT
Diese Arbeit untersucht das politische Denken von Eric Voegelin, insbesondere die Entwicklung seines Konzepts der "Politischen Religionen" hin zu seiner Gnosis-Theorie, und analysiert, wie diese Konzepte mit Voegelins Verständnis von Repräsentation und der Rolle der Religion in der politischen Ordnung verknüpft sind, wobei die Kritik an Hannah Arendt als praktisches Anwendungsbeispiel dient.
3. Der Repräsentationsbegriff Voegelins
Wir haben gesehen wie Voegelin sein Konzept der Politischen Religionen zu einer Gnosis-Theorie erweitert hat und welche Grundzüge diese ausmachen. An dieser Stelle lässt sich bereits festhalten, dass Voegelin die gesamte Moderne als Gnosis wahrnimmt. Daher wundert es nicht, dass er diese These in eine umfassende Theorie von Repräsentation und Wahrheit einbaut, die es im Folgenden zu analysieren gilt.
Zunächst geht Voegelin von zwei naheliegenden Typen von Repräsentation aus: Repräsentation im deskriptiven und im existenziellen Sinn. Zusätzlich führt er eine transzendente Repräsentation als dritten Typus ein. Als deskriptive Repräsentation versteht er die formale Repräsentation durch Institutionen. Die Repräsentativität solcher Institutionen komme meist durch Wahlverfahren zu Stande. Doch über die Art und Weise des Wahlverfahrens, der Ausgestaltung des jeweiligen Amtes oder dem Weg der Auswahl, bestehe unter den Repräsentierten keineswegs Klarheit.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in Voegelins Gedankenwelt zur menschlichen Religiosität ein und steckt den Rahmen der Arbeit ab, der die Entwicklung von den Politischen Religionen zur Gnosis-Theorie sowie den Repräsentationsbegriff umfasst.
2. KONZEPTE POLITISCHER RELIGIOSITÄT: Dieses Kapitel erläutert, wie Voegelin den Prozess der Säkularisierung nutzt, um politische Religionen zu erklären, und wie die antike Gnosis als grundlegendes Modell für moderne, ideologische Massenbewegungen dient.
3. DER REPRÄSENTATIONSBEGRIFF VOEGELINS: Hier werden Voegelins verschiedene Typen der Repräsentation (deskriptiv, existenziell, transzendent) analysiert und deren enge Verbindung zur Essenz der Gesellschaft sowie zur menschlichen Religiosität aufgezeigt.
4. AUSBLICK AUF DIE KRITIK AN ARENDT: Dieses Kapitel dient als praktisches Beispiel, indem es Voegelins Kritik an Hannah Arendts Totalitarismustheorie analysiert und die Notwendigkeit transzendenter Erfahrungsgrundlagen in der politischen Theorie hervorhebt.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und betont, dass für Voegelin eine stabile politische Ordnung untrennbar mit der Berücksichtigung religiöser Grundbedürfnisse der Menschen verbunden ist.
Eric Voegelin, Politische Religionen, Gnosis, Repräsentation, Säkularisierung, Totalitarismus, Hannah Arendt, Moderne, Seinsordnung, Transzendenz, Politische Ordnung, Ideologie, Neoklassik, Religiöses Urgefühl, Gesellschaftsstruktur
Die Arbeit analysiert das politische Denken von Eric Voegelin, insbesondere wie er den Übergang von seinem Konzept der "Politischen Religionen" zu einer umfassenden Gnosis-Theorie vollzieht und diesen mit seiner Theorie der Repräsentation verbindet.
Die zentralen Themen umfassen Voegelins Verständnis von Säkularisierung, die Rolle der antiken Gnosis für moderne politische Ideologien, die verschiedenen Typen politischer Repräsentation sowie die anthropologischen Voraussetzungen für eine stabile gesellschaftliche Ordnung.
Das Ziel ist es, die Entwicklung von Voegelins theoretischen Konstrukten nachzuvollziehen und zu zeigen, dass für Voegelin politische Ordnung und die religiöse Dimension des Menschen unauflösbar miteinander verbunden sind.
Die Arbeit basiert auf einer ideengeschichtlichen und politiktheoretischen Analyse der Primärwerke Voegelins sowie der Auseinandersetzung mit einschlägiger Sekundärliteratur und Voegelins Disput mit Hannah Arendt.
Der Hauptteil analysiert die Ursprünge und Strukturen politischer Religionen, die gnostischen Grundlagen der Moderne, die drei von Voegelin definierten Typen der Repräsentation und schließlich Voegelins Kritik an der Totalitarismustheorie Hannah Arendts.
Die zentralen Schlagworte sind Eric Voegelin, Politische Religionen, Gnosis, Repräsentation, Säkularisierung, Totalitarismus und das Verhältnis von Politik und Religion.
Laut der Arbeit stellt die Gnosis-Theorie eine weiterführende, konsequentere und umfassendere Analyse politischer Umstände dar, die Voegelin ermöglicht, seine Diagnose nicht nur auf totalitäre Bewegungen, sondern auf die Moderne als Ganzes anzuwenden.
Der Repräsentationsbegriff ist für Voegelin der Schlüssel, um zu verstehen, wie politische Gesellschaften eine stabile und gute Ordnung finden, indem sie die ganzheitliche menschliche Existenz, einschließlich der religiösen Erfahrung, in ihr politisches Handeln integrieren.
Voegelin wirft Arendt vor, bei ihrer Analyse alle religiösen Aspekte auszuklammern und somit die entscheidenden anthropologischen Erfahrungsgrundlagen zu übersehen, was ihre Analyse aus seiner Sicht oberflächlich und theoretisch unvollständig macht.
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