Bachelorarbeit, 2019
47 Seiten, Note: 2.3
1. Einleitung und Problemstellung
2. Grundlagen und Unterscheidungen
2.1 Die technologischen Grundlagen der Blockchain
2.2 Initial Coin Offering als Finanzierungsinstrument
2.3 Unterscheidung zwischen Coins und Tokens
2.4 Überblick und Klassifizierung von Krypto-Assets
2.4.1 Zahlungstoken
2.4.2 Nutzungstoken
2.4.3 Anlagetoken
3. Ansätze von verschiedenen Standardsetter zu Krypto-Assets
4. Bilanzierung im Jahresabschluss nach IFRS
4.1 Ansatz von Zahlungstoken
4.1.1 Allgemeine Bilanzierungsfähigkeit
4.1.2 Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente
4.1.3 Finanzinstrumente
4.1.4 Vorratsvermögen
4.1.5 Immaterielle Vermögenswerte
4.1.6 Regelungslücke nach IFRS
4.2 Zugangs- und Folgebewertung von Zahlungstoken
4.2.1 Vorratsvermögen
4.2.2 Immaterielle Vermögenswerte
4.3 Ansatz von Nutzungstoken
4.3.1 Allgemeine Bilanzierungsfähigkeit
4.3.2 Vorratsvermögen
4.3.3 Immaterielle Vermögenswerte
4.3.4 Simple Agreement for Future Tokens (SAFT)
4.4 Zugangs- und Folgebewertung von Nutzungstoken
4.5 Ansatz von Anlagetoken
4.6 Zugangs- und Folgebewertung von Anlagetoken
5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die bilanziellen Herausforderungen von Krypto-Assets innerhalb des IFRS-Normgefüges und untersucht dabei insbesondere, wie verschiedene Asset-Klassen wie Zahlungs-, Nutzungs- und Anlagetoken angesetzt und bewertet werden müssen, da es bisher an expliziten Regelungen durch das IASB mangelt.
2.4.1 Zahlungstoken
Zahlungstoken (eng. payment token) fungieren grundsätzlich als Tauschmittel für den Erwerb von Waren oder Dienstleistungen. Sie begründen für den Inhaber rein rechtlich keinen konkreten Anspruch auf die zugrunde liegende Ware oder Dienstleistung. Um aus einem Krypto-Asset in Form eines Zahlungstoken einen wirtschaftlichen Nutzen ziehen zu können, muss der Käufer bzw. der Inhaber des Zahlungstokens eine vertragswillige Partei finden, die bereit ist, auf Fiatgeld zu verzichten und stattdessen einen Zahlungstoken als Gegenleistung bewilligt.29 Der Begriff „Fiatgeld“ oder auch „Rechengeld“ beschreibt Geld ohne einen intrinsischen Wert. Diese Art des Geldes wird durch den Staat per Befehl oder Erlass als Geld bestimmt. Der Euro stellt beispielsweise Fiatgeld dar, da dieser im Auftrag der Europäischen Zentralbank gedruckt und durch den deutschen Staat als gesetzliches Zahlungsmittel erklärt wurde.30 Einen inneren Wert für Zahlungstoken gibt es nicht, da sich dieser aus Angebot und Nachfrage ableitet.31
In der Vergangenheit kam es zu extremen Kursschwankungen (vgl. Abbildung 3). Dies führte zu einer erhöhten Volatilität in der Tauschmittelfunktion. Um diese zu beheben, wurden sog. stablecoins entwickelt. Diese stellen eine Unterkategorie von Zahlungstoken dar. Ein stablecoin ist durch reale oder virtuelle Vermögenswerte besichert und lässt sich derart differenzieren, ob die Bindung in einem vorgegebenen Verhältnis zu Fiatgeld oder börsengehandelten Rohstoffen wie Gold oder Silber besichert ist.32 Der stablecoin Tether stellt derzeit mit einer Marktkapitalisierung33 von ca. 4,01 Mrd. $ den bekanntesten dar, seine Bindung erfolgt stets in US-Dollar.
1. Einleitung und Problemstellung: Einführung in die Relevanz der Krypto-Assets im Kontext der digitalen Transformation und Aufzeigen der bilanziellen Unklarheiten unter IFRS.
2. Grundlagen und Unterscheidungen: Vermittlung der technischen Basis (Blockchain) sowie Abgrenzung der verschiedenen Token-Kategorien als Grundlage für die bilanzielle Analyse.
3. Ansätze von verschiedenen Standardsetter zu Krypto-Assets: Überblick über existierende Stellungnahmen internationaler Gremien wie AASB und ASBJ zur Bilanzierung von Krypto-Assets.
4. Bilanzierung im Jahresabschluss nach IFRS: Detaillierte Untersuchung der Ansatzkriterien, der Bilanzierungsmöglichkeiten und der Bewertungsmethoden (Anschaffungskosten vs. beizulegender Zeitwert) für Zahlungs-, Nutzungs- und Anlagetoken.
5. Schlussbetrachtung und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der aktuellen Regelungslage und Appell an das IASB zur Schaffung notwendiger Klarheit durch spezifische Standards.
IFRS, Krypto-Assets, Blockchain, Zahlungstoken, Nutzungstoken, Anlagetoken, Bilanzierung, Bewertung, IAS 38, Finanzinstrumente, Vorratsvermögen, Distributed Ledger, Initial Coin Offering, Fair Value, Konsolidierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der bilanziellen Einordnung von Krypto-Assets nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), da bisher keine spezifischen Regelungen für diese Asset-Klasse existieren.
Die zentralen Themen umfassen die technologischen Grundlagen, die Klassifizierung von Token (Zahlungs-, Nutzungs- und Anlagetoken) sowie die Anwendbarkeit bestehender Standards auf diese digitalen Vermögenswerte.
Das Ziel ist es, die Ansatzmöglichkeiten und Bewertungsmethoden für verschiedene Arten von Krypto-Assets nach aktuellem IFRS-Regelwerk zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Unternehmen mit den bestehenden Regelungslücken umgehen können.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Literatur, Stellungnahmen anderer Standardsetter, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der bestehenden IFRS-Standards.
Im Hauptteil werden nacheinander die verschiedenen Token-Typen (Zahlungs-, Nutzungs- und Anlagetoken) analysiert, ihre Bilanzierungsfähigkeit geprüft und Möglichkeiten der Zugangs- und Folgebewertung erörtert.
IFRS, Krypto-Assets, Blockchain, Zahlungstoken, Nutzungsrechte, Finanzinstrumente und Bilanzierungspraxis.
Die hohe Volatilität erschwert die Bewertung, insbesondere bei der Bestimmung eines zuverlässigen beizulegenden Zeitwerts oder des Nettoveräußerungswerts, da Kursentwicklungen an Kryptobörsen sehr instabil sind.
Obwohl der Autor beide Begriffe synonym als "Token" verwendet, bezeichnet der Coin primär ein Tauschmittel auf einer eigenen Blockchain, während ein Token meist auf einer fremden Plattform wie Ethereum basiert und zusätzliche Rechte einräumen kann.
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