Bachelorarbeit, 2018
73 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Die Globalisierung
2.2 Begriffliche Abgrenzung
3 Die Bestimmung des Einflusses transnationaler Unternehmen
3.1 Das Handeln von Unternehmen
3.2 Einfluss in den vier Dimensionen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt
3.2.1 Marktförmiges Handeln
3.2.2 Nicht-Marktförmiges Handeln
4 Fallbeispiel Blackrock
4.1 Das Unternehmen
4.2 Markteinfluss
4.3 Politischer Einfluss
4.3.1 Beratung und Risikomanagement für staatliche Institutionen
4.3.2 Lobbying
4.3 Gesellschaft – Kultur – Umwelt
5 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, ob und auf welche Weise transnationale Unternehmen durch ihre Geschäftstätigkeiten direkte und indirekte Einflüsse auf verschiedene gesellschaftliche Dimensionen wie Politik, Umwelt und Märkte ausüben. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Akteure ihre globale Reichweite nutzen, um Interessen durchzusetzen und politische Rahmenbedingungen zu beeinflussen.
Die Bestimmung des Einflusses transnationaler Unternehmen
Nachdem definiert wurde was unter einem transnationalen Unternehmen im Sinne dieser Arbeit zu verstehen ist und in welchen Bereichen die grenzüberschreitenden Tätigkeiten eines TNU stattfinden, wird im Folgenden der Einfluss von TNUs in verschiedenen Bereichen bestimmt. In diesem Kapitel wird aufgezeigt, dass transnationale Unternehmen durch die Globalisierung optimierte Möglichkeiten zur Lenkung und damit zur Erfüllung ihrer Interessen besitzen, da sie sich Vorteile von den schrankenlosen Verhältnissen der globalisierten Welt verschaffen. TNU gelten als Gewinner der Globalisierung bezüglich ihrer Möglichkeiten der Expansion und aufgrund ihrer vagen Art des Regierens mit diversen Entscheidungsträgern auf vielen Ebenen, welche ihnen dienlich sind.
Unternehmerisches Handeln impliziert die Möglichkeit, die Unternehmensumwelt zu verändern je nach Art und Weise wie Unternehmen handeln. Eine Ausprägung davon kann Machtausübung sein. Unternehmen handeln in diversen wirtschaftlichen Bereichen. Inputfaktoren werden angeschafft und mit diesen werden Güter und Dienstleistungen produziert und diese schließlich abgesetzt. Investitionen und die Finanzierung von Aktivitäten von Unternehmen werden getätigt. Innovationen für den strategischen Unternehmenserfolg werden entwickelt. Diese Art der Handlungen können der marktförmigen Umwelt zugeordnet werden.
Die möglichen Auswirkungen des unternehmerischen Handelns beschränkt sich nicht nur in einer marktförmigen Umwelt. Auf politischen, kulturellen, gesellschaftlichen und ökologischen Bereichen wird gegebenenfalls durch das Handeln von Unternehmen auch eingewirkt. Diese Bereiche können zur nicht marktförmigen Umwelt gezählt werden. Lobbyismus-Aktivitäten, Engagement über gemeinnützige Stiftungen oder Korruption sind nur einige Beispiele für nicht marktförmige Arten unternehmerischen Handelns. Generell kann man unternehmerische Handlungen in marktförmiges und nicht marktförmiges Handeln unterteilen.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemfelder der Globalisierung dar und formuliert das Ziel der Arbeit, den Einfluss transnationaler Unternehmen auf Politik, Wirtschaft und Umwelt zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die theoretischen Begriffe rund um Globalisierung, Internationalisierung und transnationale Unternehmen definiert und voneinander abgegrenzt.
3 Die Bestimmung des Einflusses transnationaler Unternehmen: In diesem Kapitel wird das Handeln von Unternehmen in marktförmige und nicht-marktförmige Aktivitäten unterteilt und deren Machtausübung in verschiedenen gesellschaftlichen Dimensionen analysiert.
4 Fallbeispiel Blackrock: Dieser Teil dient der praktischen Anwendung der Theorie anhand des Finanzkonzerns BlackRock, wobei Marktmacht, politisches Lobbying und das Risikomanagementsystem Aladdin detailliert beleuchtet werden.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass transnationale Unternehmen erheblichen Einfluss ausüben, für den es global bisher an ausreichenden rechtlichen Rahmenbedingungen fehlt.
Globalisierung, transnationale Unternehmen, BlackRock, Markteinfluss, politischer Einfluss, Lobbying, soziale Verantwortung, CSR, Finanzmärkte, Aladdin, Machtausübung, Weltwirtschaft, Unternehmensethik, Global Compact
Die Arbeit analysiert den Einfluss, den transnationale Unternehmen im Kontext der Globalisierung auf verschiedene gesellschaftliche Bereiche wie Politik, Wirtschaft und Umwelt ausüben.
Die zentralen Themen umfassen die Definition transnationaler Unternehmen, deren Möglichkeiten zur Machtausübung sowie die Unterscheidung zwischen marktbezogenem und nicht-marktbezogenem Handeln.
Das Ziel ist die Prüfung, ob transnationale Unternehmen durch ihr Agieren direkt oder indirekt Einfluss in einer breiten Palette von Dimensionen erlangen, sowohl theoretisch als auch praktisch.
Die Arbeit nutzt eine Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung sowie eine Fallstudienanalyse, um die gewonnenen Erkenntnisse am Beispiel des Unternehmens BlackRock zu prüfen.
Der Hauptteil erörtert die Typologien der politischen Einflussnahme und analysiert detailliert die verschiedenen Aktivitäten von BlackRock, insbesondere im Bereich der Vermögensverwaltung, des politischen Lobbyings und der Beratung staatlicher Institutionen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Globalisierung, transnationale Unternehmen, BlackRock, politische Macht und Unternehmensverantwortung charakterisieren.
Aladdin fungiert als zentrale Plattform, die differenzierte Risikoanalysen bietet. Es ermöglicht nicht nur BlackRock, sondern auch externen Kunden, umfangreiche Investmentportfolios zu überwachen und komplexe Szenarien zu simulieren.
BlackRock wird als Fallbeispiel genutzt, da der Konzern als weltweit größter Vermögensverwalter sowohl über enorme Marktmacht verfügt als auch durch seine Rolle als Berater für Zentralbanken einen signifikanten politischen Einfluss ausübt.
Das Fazit stellt fest, dass für transnationale Unternehmen nur marginale globale rechtliche Rahmenbedingungen existieren, was den Bedarf für verbindliche internationale Regelungen anstelle von rein freiwilligen Initiativen unterstreicht.
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