Fachbuch, 2020
75 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Struktur und Vorgehensweise
1.3 Motivation
2 Sparkassen
2.1 Das Geschäftsmodell
2.2 Die Entwicklung des Zahlungsverkehrs der Sparkassen
3 Herausforderungen für den Zahlungsverkehr
4 Finanztechnologie
4.1 FinTechs allgemein
4.2 Entwicklung der FinTechs
4.3 FinTechs im Zahlungsverkehr
4.4 Regulatorische Anforderungen
5 Gegenüberstellung der FinTechs PayPal und paydirekt
5.1 Funktionsweise von PayPal und paydirekt
5.2 SWOT-Analyse
6 Handlungsempfehlung
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Finanztechnologie-Unternehmen (FinTechs) auf den Zahlungsverkehr der Sparkassen und geht der Frage nach, ob die Beziehung zwischen beiden Akteuren eher durch Konkurrenz oder Kooperation geprägt ist. Dabei wird analysiert, wie Sparkassen auf die Herausforderungen der Digitalisierung reagieren und welche Rolle Kooperationsmodelle für ihre zukünftige Wettbewerbsfähigkeit spielen.
4.1 FinTechs allgemein
Der Begriff Finanztechnologie, kurz FinTech, ist vergleichsweise jung und hat sich erst in den vergangenen Jahren im breiten Sprachgebrauch der Öffentlichkeit manifestiert. FinTechs können nicht durch eine einschlägige, allgemeingültige Definition bestimmt werden. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die zum Teil „unterschiedlichen Geschäftsmodelle und der oft ungleich ausgestalteten Produkte und Dienstleistungen“ der FinTech-Unternehmen unterschiedlichen Rechtsnormen unterliegen und eine Legaldefinition erschweren. Die intensive Auseinandersetzung mit der zugrundliegenden Fachliteratur hat ergeben, dass FinTech lediglich ein Sammelbegriff für Phänomene fundamental ähnlicher Art ist.
Demnach setzt sich der Neologismus FinTech aus den beiden Bestandteilen Financial Service und Technology zusammen und wird übergreifend für alle Unternehmen genutzt, welche kundenzentrierte B2C- und B2B-Finanzdienstleistungen basierend auf der Nutzung moderner Informationstechnologien entwickeln und dabei überwiegend aus dem bankfernen Milieu abseits der traditionellen Kreditwirtschaft stammen. In diesem Zusammenhang zählen nicht nur die Unternehmen, die Finanzdienstleistungen für den Bankenbereich anbieten zu den FinTechs, sondern auch solche, die Versicherungen und finanznahe Dienstleistungen vertreiben, als Drittanbieter vermitteln oder als Bereitsteller von innovativen Technologien agieren. Weiterhin gehören auch traditionelle Kreditinstitute wie die Sparkassen zu den Entwicklern von finanztechnologischen Lösungen. Die innovations- und kundenorientierten Geschäftsmodelle der FinTechs verweisen auf die unternehmensübergreifende Zielsetzung aller Finanztechnologien.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung für den Bankensektor, definiert die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit und beschreibt die persönliche Motivation des Autors.
2 Sparkassen: Dieses Kapitel stellt das Geschäftsmodell der Sparkassen dar und skizziert die historische Entwicklung ihres Zahlungsverkehrs von der Gründung bis zur Gegenwart.
3 Herausforderungen für den Zahlungsverkehr: Hier werden externe Einflussfaktoren wie der demografische Wandel und verändertes Kundenverhalten analysiert, die den Zahlungsverkehr der Sparkassen unter Druck setzen.
4 Finanztechnologie: Dieses Kapitel definiert FinTechs, beschreibt deren historische Entwicklung sowie deren wachsende Bedeutung und Rolle im modernen Zahlungsverkehr inklusive regulatorischer Rahmenbedingungen.
5 Gegenüberstellung der FinTechs PayPal und paydirekt: Es erfolgt eine detaillierte Analyse und SWOT-Gegenüberstellung der beiden Bezahlsysteme zur Bestimmung ihrer strategischen Marktposition.
6 Handlungsempfehlung: Auf Basis der vorangegangenen Analysen werden Empfehlungen für eine strategische Neuausrichtung und Kooperation zwischen Sparkassen und FinTechs abgeleitet.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Einfluss von FinTechs als Chance für die Modernisierung des Zahlungsverkehrs der Sparkassen durch kooperative Strategien.
FinTech, Sparkassen, Zahlungsverkehr, Digitalisierung, PayPal, paydirekt, PSD2, Online-Banking, Mobile-Payment, Kundenverhalten, Wettbewerb, Kooperation, Innovation, Finanzdienstleistungen, Bankenmarkt
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation des Zahlungsverkehrs der deutschen Sparkassen im Kontext des zunehmenden Wettbewerbs durch digitale Finanztechnologie-Unternehmen.
Zu den zentralen Themen gehören die Digitalisierung im Finanzsektor, das Geschäftsmodell der Sparkassen, die Entstehung von FinTechs sowie die Analyse von Online-Bezahlverfahren.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob FinTechs für Sparkassen eher ein Konkurrent sind oder ob kooperative Strategien für die Zukunft erfolgversprechender sein können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine systematische SWOT-Analyse zur Bewertung der Zahlungsdienste PayPal und paydirekt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Sparkassen, die Identifikation von Herausforderungen durch den digitalen Wandel, eine theoretische Einordnung von FinTechs und eine spezifische SWOT-Analyse zu PayPal und paydirekt.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem FinTech, digitale Transformation, Online-Payment, Wettbewerbsfähigkeit und Strategische Kooperation.
Laut Analyse liegt dies am späten Markteintritt von paydirekt, der bereits etablierten Marktmacht von PayPal sowie Defiziten bei der Händleranbindung und Transaktionshäufigkeit.
Die PSD2-Richtlinie führt zu einer stärkeren Regulierung, indem sie unter anderem die Beantragung einer Zahlungsverkehrslizenz für bestimmte FinTechs verpflichtend macht, was den Prozess professionalisiert.
Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass FinTechs weniger als Bedrohung, sondern als Katalysator für notwendige Modernisierungen und als Kooperationspartner wahrgenommen werden sollten.
Er dient als zentrale Anlaufstelle zur Zusammenarbeit mit FinTechs, um gemeinsam innovative digitale Lösungen zu entwickeln und technologische sowie regulatorische Hürden abzubauen.
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