Bachelorarbeit, 2019
42 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Theorien über die Balance von Arbeit und Privatleben
2.2 Das Belastungs- und Beanspruchungskonzept
2.3 Arbeitsbezogene erweiterte Erreichbarkeit als Belastung
2.4 Das Konzept des psychologischen Vertrags
2.5 Modelle der Persönlichkeit
3. Forschungsfrage und Hypothesen
4. Methodik
4.1 Stichprobe
4.2 Durchführung der Datenerhebung
4.3 Erhebungsinstrumente
4.3.1 Erreichbarkeit
4.3.2 Persönlichkeit
4.3.3 Perceived Psychological Contract Violation
4.3.4 Beanspruchung
4.4 Auswertungsverfahren
5. Ergebnisse
5.1 Reliabilität der Skalen und Interkorrelationen
5.2 Kontrollvariablen
5.3 Hypothesenüberprüfung
6. Diskussion
6.1 Interpretation der Ergebnisse
6.2 Limitationen
6.3 Conclusio und weitere Untersuchungen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der arbeitsbezogenen erweiterten Erreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeit und dem erlebten Beanspruchungsgrad von ArbeitnehmerInnen, unter Berücksichtigung moderierender Effekte durch die Persönlichkeitsstruktur sowie den psychologischen Vertrag.
4.3.4 Beanspruchung
Die erlebte Beanspruchung wird durch die Irritationsskala (IS; Mohr et al., 2005) erhoben. Die Skala erhebt zwei Primärfaktoren: Die kognitive Irritation (KI) und die emotionale Irritation (EI). Die Subskala kognitive Irritation wird durch drei Items erhoben (z.B: „Es fällt mir schwer, nach der Arbeit abzuschalten.“). Die Antwortmöglichkeiten entsprechen einer fünfstufigen Likert-Skala: „nein gar nicht“ (1) bis „ja genau“ (5). Die Subskala emotionale Irritation wird durch fünf Items erhoben (z.B: „Wenn andere mich ansprechen, kommt es vor, dass ich mürrisch reagiere.“). Es wird vermutet, dass die kognitive Irritation eine punktuelle arbeitsbezogenen Beanspruchung erfasst im Gegensatz zur emotionalen Irritation, die über den Arbeitskontext hinaus generalisierte Beanspruchung erfasst. Die interne Konsistenz der Skala für die gesamte Stichprobe von Mohr et al. beträgt α =.89. Die Skala zeigt nach sechs Monaten eine Retest-Reliabilität von r =.69, bei dreieinhalb Jahren r =.57 und bei sieben Jahren r =.28. Die Skala ist stabil genug, um von aktuellen Stimmungsveränderungen nicht beeinflusst zu werden. Bei der Validität zeigt sich, dass die kognitive Irritation im Gegensatz zur emotionalen Irritation mit dem Erleben von Arbeitsbelastungen zusammenhängt (KI: r =.17, p < 5; EI: r =.03, N = 196). Ein negativer Zusammenhang beider Primärfaktoren bildet die berufliche Selbstwirksamkeit (KI: r = -.19, p < .01; EI: r = -.26, p < .01, N = 196). Zudem zeigen sich positive Korrelationen zu psychosomatischen Beschwerden und zur Wahrnehmung von Depressivität (Müller, Mohr & Rigotti, 2004). Aufgrund der sehr unterschiedlichen Primärfaktoren erscheint eine separate Auswertung der Subskalen als sinnvoll, wie auch Müller et al. (2004) empfehlen.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den Anstieg psychischer Erkrankungen im Kontext einer zunehmend flexiblen Arbeitswelt und führt das Phänomen der arbeitsbezogenen erweiterten Erreichbarkeit ein.
2. Theoretischer Hintergrund: Es werden grundlegende Konzepte wie Work-Life Balance, Belastung und Beanspruchung, das Modell des psychologischen Vertrags sowie Persönlichkeitsmodelle (Big Five) theoretisch fundiert.
3. Forschungsfrage und Hypothesen: Basierend auf der Literatur werden spezifische Hypothesen zum Zusammenhang von Erreichbarkeit, Beanspruchung, Vertragsverletzungen und Persönlichkeitsmerkmalen abgeleitet.
4. Methodik: Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobe (N=187) sowie der eingesetzten psychometrischen Fragebögen und statistischen Analyseverfahren (Korrelation, Moderation, Clusteranalyse).
5. Ergebnisse: Darstellung der empirischen Befunde, die unter anderem einen signifikanten Zusammenhang zwischen kognitiver Irritation und Kontaktierungshäufigkeit zeigen, während andere moderierende Effekte differenziert betrachtet werden.
6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Lichte der vorangegangenen Theorien, Diskussion der Limitationen der Querschnittstudie und Ableitung von Empfehlungen für die Praxis.
Arbeitsbezogene erweiterte Erreichbarkeit, Psychische Beanspruchung, Kognitive Irritation, Emotionale Irritation, Psychologischer Vertrag, Persönlichkeit, Neurotizismus, Big Five, Work-Life Balance, Stress am Arbeitsplatz, Arbeitszeitflexibilität, Online-Befragung.
Die Arbeit untersucht, wie sich die berufliche Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit auf das Wohlbefinden und die psychische Beanspruchung von ArbeitnehmerInnen auswirkt.
Die zentralen Felder umfassen die arbeitsbezogene erweiterte Erreichbarkeit, die Stress- und Beanspruchungsforschung (Irritationsskala), Persönlichkeitspsychologie sowie die Bedeutung impliziter Erwartungen (psychologischer Vertrag).
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von arbeitsbezogenen Kontakten in der Freizeit und verschiedenen Arten der Beanspruchung zu ergründen sowie zu prüfen, ob Persönlichkeitsmerkmale oder Vertragsverletzungen diesen Effekt verstärken.
Es wurde eine quantitative Querschnittstudie mittels Online-Fragebogen bei einer Stichprobe von 187 Personen durchgeführt, deren Daten mittels Korrelations-, Moderations- und Clusteranalysen statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil deckt die theoretische Fundierung der Begriffe ab, beschreibt das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung und liefert eine detaillierte Auswertung der empirischen Ergebnisse und deren wissenschaftliche Diskussion.
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Arbeitsbezogene erweiterte Erreichbarkeit, Psychische Beanspruchung, Neurotizismus, Kognitive Irritation und Psychologischer Vertrag gekennzeichnet.
Nein, die Hypothesen, dass eine Verletzung des psychologischen Vertrags den Zusammenhang zwischen der Erreichbarkeit und der Beanspruchung moderiert, konnten in dieser Studie nicht bestätigt werden.
Es zeigte sich ein signifikanter Moderationseffekt von Neurotizismus auf den Zusammenhang zwischen Kontaktierungshäufigkeit und emotionaler Irritation: Personen mit hohen Neurotizismus-Werten reagieren emotional empfindlicher auf wiederholte Arbeitskontakte.
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