Bachelorarbeit, 2019
37 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2 Industrie 4.0 als Zukunftsbild der Automobilproduktion
2.1 Grundlagen der Industrie 4.0
2.1.1 Cyber Physical Systems
2.1.2 Internet der Dinge
2.2 Technologien in der Automobilproduktion
2.2.1 Radio frequency identification
2.2.2 Cloud Computing
2.2.3 Assistenzsysteme
3 Job Characteristics Model
3.1 Dimensionen der Arbeitsgestaltung
3.2 Vermittlung der psychologischen Zustände
3.3 Auswirkungen
3.4 Überblick der Anwendungsergebnisse
4 Arbeitsgestaltung in der Automobilproduktion 4.0
4.1 Anwendung des Job Characteristics Models
4.1.1 Automatisierungsszenario
4.1.2 Werkzeugszenario
4.2 Praxisbeispiele und Vision
5 Fazit
Das Ziel der Arbeit ist es, den Wandel der Arbeitsgestaltung in der Automobilindustrie im Kontext der Industrie 4.0 zu untersuchen, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf die Mitarbeitermotivation, um daraus Handlungsempfehlungen für die Managementpraxis abzuleiten.
4.1.1 Automatisierungsszenario
In diesem Szenario entsteht für den Menschen eine neue Arbeitswelt, in welcher die CPS im Mittelpunkt stehen. Menschliche Arbeit ist dann gefordert, wenn sich Arbeitsschritte nicht wirtschaftlich automatisieren lassen oder Fähigkeiten wie Kreativität oder Spontanität abverlangt werden, welche nicht durch eine Maschine ersetzt werden können (Jerman et al., 2019, S. 49). Die menschliche Tätigkeit stellt eine Restkategorie dar (Hirsch-Kreinsen, 2014, S. 424), welche entweder sehr einfach oder sehr komplex ausgestaltet sein kann (Acemoglu & Restrepo, 2018, S.1525). Zwischen diesen beiden Extremen entsteht ein Vakuum. Als eine der Haupttätigkeiten gilt die Überwachung (Ittermann et al., 2015, S. 17), bei welcher der Mensch die Aufgabe hat, die CPS und das IdD zu kontrollieren und zu warten. In einer Zentrale laufen alle Informationen der Maschinen und Roboter zusammen, welche auch als Leitstand bezeichnet wird. Durch Cloud Computing wird die Stabilität des Leitstandes gewährleistet. Auf Bildschirmen werden den Mitarbeitern die Überwachungsoberflächen aufgezeigt. Von hier aus können sie alle Daten des Systems einsehen und elektronische Veränderungen befehlen. Der Mensch soll die aufgezeigten Daten auswerten und analysieren (Einav & Levin, 2014, S. 5-6). Die überwachende Person soll einen möglichen Verlauf der Produktion antizipieren und effiziente Maßnahmen einleiten, wie beispielsweise Personen für spezielle Wartungen beauftragen. Somit lassen sich eventuelle Störungen vorzeitig erkennen und Ausfallzeiten des Systems können minimiert werden. Hierbei werden hauptsächlich kognitive Fähigkeiten des Menschen beansprucht. Da die CPS sich selbst steuern können, müssen nur selten produktspezifische Änderungen angestoßen werden. Mögliche Störungen betreffen somit meist das System selbst. Diese Erkenntnisse werden nun auf das JCM übertragen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit, die sich mit dem demotivierenden Potenzial der Arbeitsgestaltung in der Industrie 4.0 befasst.
2 Industrie 4.0 als Zukunftsbild der Automobilproduktion: Das Kapitel definiert Industrie 4.0 und stellt die zentralen technologischen Grundlagen wie CPS, Internet der Dinge und verschiedene Assistenzsysteme vor.
3 Job Characteristics Model: Hier wird das theoretische Modell zur Untersuchung von Arbeitsmotivation vorgestellt, welches die fünf Dimensionen Varietät, Ganzheitlichkeit, Bedeutung, Autonomie und Feedback umfasst.
4 Arbeitsgestaltung in der Automobilproduktion 4.0: Dieses Kapitel verknüpft Theorie und Praxis, indem es zwei Szenarien (Automatisierung und Werkzeug) analysiert und durch reale Praxisbeispiele ergänzt.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Mensch ein entscheidender Faktor bleibt und durch motivierende Arbeitsgestaltung, wie etwa Gamification, in den Wandlungsprozess eingebunden werden sollte.
Industrie 4.0, Automobilproduktion, Arbeitsgestaltung, Job Characteristics Model, Mitarbeitermotivation, Automatisierungsszenario, Werkzeugszenario, Cyber Physical Systems, Internet der Dinge, Überwachungstätigkeit, Gamification, Jobrotation, Dequalifizierung, intrinsische Motivation, Leistungsbereitschaft.
Die Bachelorarbeit untersucht, wie sich der technologische Wandel durch Industrie 4.0 auf die Arbeitsgestaltung und damit einhergehend auf die Mitarbeitermotivation in der Automobilproduktion auswirkt.
Die Arbeit behandelt die technologischen Grundlagen der Industrie 4.0, die Anwendung des Job Characteristics Models auf moderne Industriearbeitsplätze sowie Ansätze zur motivierenden Arbeitsgestaltung.
Das Ziel ist die Untersuchung der Motivationswirkung des Wandels der Arbeitsgestaltung in der Automobilindustrie durch Industrie 4.0 und die Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Managementpraxis.
Die Arbeit nutzt das Job Characteristics Model von Hackman und Oldham (1975) als theoretisches Analyseinstrument, um Arbeitsplätze im Rahmen der Industrie 4.0 qualitativ zu bewerten.
Im Hauptteil werden zwei Szenarien – das Automatisierungsszenario und das Werkzeugszenario – definiert und mittels der fünf JCM-Dimensionen analysiert, ergänzt durch aktuelle Praxisbeispiele deutscher Automobilhersteller.
Zentrale Begriffe sind Industrie 4.0, Automobilproduktion, Arbeitsgestaltung, Job Characteristics Model, Mitarbeitermotivation und Gamification.
Im Automatisierungsszenario ist die Fabrik weitgehend selbststeuernd durch CPS, wodurch der Mensch primär Überwachungsaufgaben übernimmt; im Werkzeugszenario bleibt die Maschine ein Werkzeug, das weiterhin vom Menschen dominiert wird.
Gamification wird empfohlen, um der Monotonie reiner Überwachungstätigkeiten in hochautomatisierten Systemen entgegenzuwirken und die Aufmerksamkeit sowie die intrinsische Motivation der Mitarbeiter zu fördern.
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