Bachelorarbeit, 2013
93 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Semantik des Glücks
3 Europäische Glückswege
3.1 Glück in der Antike
3.1.1 Glücksphilosophie der klassischen Periode
3.1.2 Glücksphilosophie im Hellenismus
3.2 Europäische Glücksphilosophie nach der Antike
3.2.1 Glück im Mittelalter
3.2.2 Glück in der frühen Neuzeit und Moderne
3.3 Fazit der europäischen Glücksphilosophie
4 Das Glück des langen gesunden Lebens in China
4.1 Konfuzius und die konfuzianische Glücksphilosophie
4.2 Laotse und die daoistische Glücksphilosophie
4.3 Glück im Zen - Buddhismus
4.4 Chinesisches Glück im 20. Jahrhundert
4.5 You - Chinesischer Flow-Effekt
4.6 Fazit der chinesischen Glücksphilosophie
5 Glück als Überwindung des Leidens in Indien
5.1 Der Hinduismus und seine Glückssymbole
5.2 Glück im Buddhismus
5.3 Der Yoga des Patanjâli
5.4 Glücksverständnis im hinduistischen Tantrismus
5.5 Indien im 20. Jahrhundert, Materialismus und Mc Donalds
5.6 Fazit der indischen Glücksphilosophie
6 Glück als Gottesliebe in der arabischen Welt
6.1 Glück im Islam
6.2 Glück im Sufismus
6.3 Fazit der arabischen Glücksphilosophie
7 Lebenskunst im indigenen Kontext
7.1 Heiterkeit bei den Amazonas Indianern
7.2 Glück bei den Yequana Indiandern
7.3 Die sechs Juwelen der Nordamerikanischen Indianer
7.4 Glück in Afrika
7.5 Fazit der indianischen und afrikanischen Glücksphilosophie
8 Messbares Glück
8.1 Ländervergleiche
8.2 Bruttoglücksprodukt Bhutan
9 Resümee
Die Bachelor-Thesis untersucht, inwiefern der Glücksbegriff kulturell variiert und welche Lebensstrategien in unterschiedlichen Gesellschaften als erstrebenswert für ein gelingendes Leben angesehen werden. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie verschiedene Philosophien und Traditionen das subjektive Wohlbefinden prägen und welche Rolle das soziokulturelle Umfeld für die individuelle Lebenskunst spielt.
3.1 Glück in der Antike
„Wollte man die antike Philosophie präzise datieren, so ließe sich behaupten, sie beginne im Jahre 585 v. Chr. und ende im Jahr 529 n. Chr.“ (Horn (2013), 7)
So umfasst die antike Philosophie einen Zeitraum von etwa 1100 Jahren. Im Folgenden liegt der Fokus allerdings auf der klassischen Zeit und auf dem Hellenismus. Die griechische Bedeutung für Glück ist Eudämonie und dessen Besitz, verstanden als Zustand vollkommener Wunschlosigkeit, gilt für die griechischen Philosophen als das höchste vom Menschen zugängige Gut. Eudämonie bedeutet übersetzt so viel wie ‚einen guten Dämon haben‘ oder ‚unter einem guten Stern stehen‘. (Vgl. Hossenfelder (2010), 77) Robert Spaemann sieht in der Eudämonie allerdings nicht das Erreichen einer Glückseligkeit im Sinne eines Zustandes subjektiver Euphorie, sondern schlägt eine Übersetzung des Wortes Eudämonie im Sinne des „Gelingen des Lebens“ vor. (Vgl. Spaemann (1990), 21) Weiterhin sind die Abkehr von materiellen Gütern und die Hinwendung zu einer inneren Befindlichkeit typisch für die Entwicklung antiker philosophischer Glücksvorstellungen. (Vgl. Spaemann (1990), 679) Allein die Philosophen der römischen und griechischen Antike sollen 288 Ansichten über das Glück entwickelt haben. (Vgl. Stürmer (2011), 52)
1 Einleitung: Die Autorin reflektiert ihre persönlichen Erfahrungen während eines Studienprojekts in Benin und motiviert die Auseinandersetzung mit Glück als kulturell geprägtes Phänomen.
2 Semantik des Glücks: Dieser Abschnitt beleuchtet etymologische Ursprünge sowie philosophische und psychologische Definitionen des Glücksbegriffs im westlichen Kontext.
3 Europäische Glückswege: Es wird die historische Entwicklung europäischer Glücksphilosophien von der Antike über das Mittelalter bis zur Moderne nachgezeichnet.
4 Das Glück des langen gesunden Lebens in China: Dieses Kapitel widmet sich den Strömungen Konfuzianismus, Daoismus und Zen-Buddhismus und deren Fokus auf ein langes, harmonisches Leben.
5 Glück als Überwindung des Leidens in Indien: Hier stehen der Hinduismus, Buddhismus, Yoga und Tantrismus im Vordergrund, wobei Glück als Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten definiert wird.
6 Glück als Gottesliebe in der arabischen Welt: Der Fokus liegt auf dem Islam und dem Sufismus, in denen die mystische Verbindung mit Gott den Kern des Glücks bildet.
7 Lebenskunst im indigenen Kontext: Dieses Kapitel beschreibt Glücksverständnisse indigener Völker in Amerika und Afrika, die stark durch Gemeinschaft und Naturverbundenheit geprägt sind.
8 Messbares Glück: Es werden Methoden der modernen Glücksforschung sowie das Beispiel des Bruttonationalglücks in Bhutan diskutiert.
9 Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass Glück primär ein individueller Weg innerhalb einer sozialen Gemeinschaft ist und dass keine universelle Formel existiert.
Glück, Lebenskunst, Philosophie, Kulturvergleich, Eudämonie, Gemeinschaft, Spiritualität, Bedürfnisentsagung, Meditation, Ethik, Wohlbefinden, Anthropologie, Globalisierung, Identität, Soziale Arbeit.
Die Arbeit untersucht, wie Menschen in verschiedenen Kulturen und Epochen den Begriff Glück verstehen und welche Strategien sie entwickeln, um ein erfülltes Leben zu führen.
Die Arbeit vergleicht abendländische Philosophie mit asiatischen Weisheitslehren, arabischer Mystik und den Lebenskonzepten indigener Völker aus Amerika und Afrika.
Das Ziel ist es, kulturelle Unterschiede in der Wahrnehmung von Glück aufzuzeigen und zu verstehen, wie das soziale und spirituelle Umfeld die individuelle Lebensführung beeinflusst.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die verschiedene philosophische, ethnologische und sozialwissenschaftliche Quellen zusammenführt, um einen Überblick über globale Glückskonzepte zu geben.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene kulturelle Räume: die europäische Antike bis Moderne, die chinesische Lebenskunst, indische Spiritualität, arabische Mystik sowie die indigenen Kulturen.
Die wichtigsten Begriffe sind Lebenskunst, Glück, Kulturvergleich, Gemeinschaft, Spiritualität und soziale Verantwortung.
In den untersuchten indigenen Kulturen wird die Natur als nährende Einheit gesehen, in der der Mensch nicht als Herrscher, sondern als geschwisterlicher Teil eines vernetzten Ganzen lebt.
Es dient als praktisches Beispiel dafür, wie Glück nicht nur als individuelles Gefühl, sondern als nationales Ziel in die politische Planung und Verfassung eines Staates integriert werden kann.
Das Ego wird als Trennung von der tieferen Realität betrachtet; erst durch dessen Überwindung oder „Entthronung“ kann die wahre Glückseligkeit (Ananda) erreicht werden.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Glück kein bloßes Endprodukt von Konsum ist, sondern durch eine reflektierte Haltung zum Leben, Selbstbeherrschung und die Einbindung in eine Gemeinschaft erarbeitet werden muss.
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