Fachbuch, 2020
64 Seiten
1 Einleitung
2 Problemaufriss
2.1 Wo stehen wir?
2.2 Historischer Abriss
3 Begriffsdefinitionen, professions- und kompetenztheoretische Hintergründe
3.1 Begriffe und Definitionen
3.2 Aktuelle Diskussionsstränge und theoretische Verortungen
4 Schlüsselkompetenzen für heute und morgen
4.1 Verortung in aktuellen Kompetenzmodellen
4.2 Ein Kompetenzkanon für die Kindheitspädagogik
5 Fazit und Diskussion
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Diskussion der Ergebnisse
Diese Arbeit untersucht die notwendigen Schlüsselkompetenzen für pädagogische Fachkräfte in der deutschen Kindertagesbetreuung, um den gestiegenen Qualitätsanforderungen in einem sich wandelnden Berufsfeld gerecht zu werden. Die Arbeit verfolgt das Ziel, basierend auf aktuellen fachwissenschaftlichen Diskursen und Kompetenzmodellen, einen fundierten Kompetenzkanon zu entwickeln und zu begründen.
Der forschende Habitus
Eine starke zentrale Rolle bei der Entwicklung, Beschreibung und Weiterentwicklung im noch jungen Feld kindheitspädagogischer Diskussionen und Fachdiskurse zum Themenkomplex Professionalisierung wird dem sogenannten forschenden Habitus beigemessen. Zunächst einmal scheint es notwendig, sich diesem nicht ganz alltäglichen Begriffskonstrukt von der sprachlichen Seite zu nähern. Dabei scheint dem Verfasser die erste bedeutungskonstituierende Komponente des Begriffskonstrukts (‚forschend‘) weniger mit Verständnisschwierigkeiten behaftet als der Begriff ‚Habitus‘. Das DUDEN Fremdwörterbuch gibt als Synonyme für ‚Habitus‘ die Bedeutungsebenen ‚Erscheinung‘, ‚Haltung‘ und ‚Gehaben‘ zurück (Wermke et al., 2000, S. 371). Die Bedeutungsebene einer Haltung scheint dem Verfasser in diesem Zusammenhang adäquat zu sein, näher kommt dem im Folgenden Dargestellten jedoch der Begriff eines ‚Gehabens‘ mit seiner nach Ansicht des Verfassers deutlich aktiveren Begriffskonnotation. Denn es soll nicht um eine ledigliche Haltung, eine Einstellung gehen, sondern um deutlich mehr: Eine Schlüsselkompetenz mit kognitiven, motivationalen u.a. Anteilen.
Um sich im Zusammenhang mit dem Thema Professionalität in der Kindheitspädagogik dem Begriff des forschenden Habitus als erster und grundlegender Schlüsselkompetenz zu nähern und den Begriff mit Anschaubarkeit zu erfüllen, soll hier in einem ersten Literaturverweis auf die Ausführungen von Dörte Weltzien verwiesen werden. „Der forschende Habitus wurde im Orientierungsrahmen der Robert Bosch Stiftung (2008) als Querschnittsaufgabe ausgearbeitet und gilt als bedeutsamer Faktor für die Kompetenzentwicklung zukünftiger Kindheitspädagoginnen“ (Weltzien, 2014, S. 207). Mit dieser Aussage und der Beschreibung des forschenden Habitus als quasi Querschnittsaufgabe und bedeutsamem Faktor für Professionalisierung ist schon viel über dessen zentrale Bedeutung im fachlichen Diskurs in Form einer Kern-Schlüsselkompetenz gesagt.
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt den Wandel im Bereich der frühkindlichen Bildung in Deutschland, stellt die Forschungsfrage nach den Schlüsselkompetenzen pädagogischer Fachkräfte und legt den Aufbau der Arbeit dar.
2 Problemaufriss: Dieses Kapitel analysiert die aktuellen gesellschaftlichen, politischen und organisatorischen Rahmenbedingungen der Kindertagesbetreuung sowie die historische Entwicklung des Berufsfeldes.
3 Begriffsdefinitionen, professions- und kompetenztheoretische Hintergründe: Hier werden zentrale Fachbegriffe wie Profession, Professionalisierung und Kompetenz theoretisch geklärt und in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs eingeordnet.
4 Schlüsselkompetenzen für heute und morgen: Der Hauptteil definiert den Kompetenzkanon und erläutert zentrale Schlüsselkompetenzen wie den forschenden Habitus, die Beziehungskompetenz, Selbstreflexivität und selbstregulatorische Kompetenzen.
5 Fazit und Diskussion: Das Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und diskutiert kritisch die Notwendigkeit einer Akademisierung der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte.
Kindheitspädagogik, Professionalisierung, Schlüsselkompetenzen, Kompetenzmodell, Forschender Habitus, Beziehungskompetenz, Selbstreflexivität, Selbstregulatorische Kompetenz, Akademisierung, Frühpädagogik, Berufsfeld, Bildungsqualität, Erziehungswissenschaft, Personalentwicklung, Kindertagesbetreuung.
Die Arbeit untersucht, welche spezifischen Schlüsselkompetenzen pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen benötigen, um professionell und qualitativ hochwertig handeln zu können.
Die zentralen Felder sind die aktuelle Situation der Frühpädagogik, die Definition professioneller Handlungslogiken, die wissenschaftliche Einordnung von Kompetenzen und die Entwicklung eines Kanons von Kernkompetenzen.
Das Ziel ist es, ein theoretisch fundiertes Konstrukt von Schlüsselkompetenzen zu erarbeiten, das als Orientierung für eine qualitativ hochwertige pädagogische Praxis und die akademische Ausbildung dienen kann.
Der Autor führt eine theoretische Aufarbeitung und strukturierte Analyse aktueller fachwissenschaftlicher Diskurse und Kompetenzmodelle aus der Kindheitspädagogik sowie benachbarter Disziplinen durch.
Im Hauptteil (Kapitel 4) werden verschiedene Kompetenzmodelle (Struktur-, Stufen- und Matrixmodelle) vorgestellt und die vier identifizierten Schlüsselkompetenzen detailliert hergeleitet.
Die wichtigsten Begriffe sind Professionalisierung, Kindheitspädagogik, Forschender Habitus, Beziehungskompetenz, Selbstreflexivität und Akademisierung.
Der forschende Habitus ist eine Querschnittskompetenz, die es Fachkräften ermöglicht, pädagogische Konzepte kritisch zu reflektieren und den eigenen Berufsalltag methodisch fundiert zu analysieren.
Beziehungskompetenz ist das elementare Handwerkszeug, da pädagogische Arbeit stets Arbeit am Menschen ist und eine professionelle Beziehungsgestaltung die Basis für Bildungsprozesse bildet.
Der Autor argumentiert, dass die Komplexität des Berufsfeldes und die Anforderungen an eine wissenschaftlich-methodische Reflexion nur durch eine Anhebung des Qualifikationsniveaus auf Hochschulebene dauerhaft bewältigt werden können.
Durch einen bewussten Umgang mit den eigenen Ressourcen und Distanzierungsfähigkeit hilft die Selbstregulationskompetenz, langfristig die psychische Funktionsfähigkeit und Arbeitskraft im Beruf zu erhalten.
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