Masterarbeit, 2019
91 Seiten, Note: 2,0
2.1 Due Diligence
2.1.1 Rechtliche Prüfung
2.1.2 Technische Prüfung
2.1.3 Wirtschaftliche Prüfung
2.2 Controlling
2.3 Immobilienökonomische Entscheidungsdeterminanten und Ausschlusskriterien
3.1 Geschichte des Mietrechts in Österreich
3.2 Anwendungsbereiche des MRG
3.2.1 Vollanwendungsbereich
3.2.2 Teilanwendungsbereich
3.2.3 Nichtanwendungsbereich
3.3 Arten des Mietzinses
3.3.1 Freier Mietzins
3.3.2 Richtwertmietzins
3.3.3 Kategoriemietzins
3.3.4 Angemessener Mietzins
3.4 Kündigungsbestimmungen des MRG
3.5 Zu- und Abschläge im Richtwertsystem
3.5.1 Zuschläge für die Ausstattung der Wohnung und des Gebäudes
3.5.2 Zu- bzw. Abschlag für den Erhaltungszustand des Hauses
3.5.3 Abschläge für geringere Ausstattungskategorien
3.5.4 Zu- bzw. Abschläge für die Stockwerkslage
3.5.5 Zu- bzw. Abschläge für die Lage innerhalb des Stockwerkes
3.5.6 Zu- bzw. Abschläge für die Ausstattung und Grundrissgestaltung der Wohnung
3.5.7 Abschlag wegen Befristung
3.5.8 Der Lagezuschlag
3.6 Ökonomische Effekte der Mietregulierung
3.6.1 Volkswirtschaftlicher Mechanismus
3.6.2 Konsequenzen für andere Märkte
3.6.3 Beurteilung der Mietkontrolle des MRG
3.6.4 Verbesserungspotenzial und internationaler Vergleich
4.1 Ausgangssituation
4.1.1 Beispielwohnung A
4.1.2 Beispielwohnung B
4.2 Richtwertzinsberechnung
4.2.1 Beispielwohnung A
4.2.2 Beispielwohnung B
4.3 Ertragswertberechnung
4.3.1 Beispielwohnung A
4.3.2 Beispielwohnung B
4.3.3 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.1 OGH-Urteil 5 Ob 74/17v vom 20.11.2017
5.1.1 Verfahren und Urteilsbegründung
5.1.2 Interpretation und Auswirkungen
5.2 OGH-Urteil 5 Ob 170/18p vom 06.11.2018
5.2.1 Verfahren und Urteilsbegründung
5.2.2 Interpretation und Auswirkungen
5.3 LG-Urteil 40 R 28/10d vom 22.03.2010
5.3.1 Verfahren und Urteilsbegründung
5.3.2 Interpretation und Auswirkungen
6.1 Interview 1: Manfred P.
6.2 Interview 2: Leopold B.
6.3 Zusammenfassung der Experteninterviews
Diese Master-Thesis untersucht die Auswirkungen des österreichischen Mietrechts, insbesondere der Zu- und Abschläge beim Mietzins im Richtwertsystem, auf Immobilieninvestitionen. Anhand einer Literaturanalyse und einer Fallstudie wird die Relevanz dieser mietrechtlichen Rahmenbedingungen für Investitionsentscheidungen analysiert, ergänzt durch eine Untersuchung relevanter gerichtlicher Urteile und Experteninterviews.
3.5.8 Der Lagezuschlag
Besonders hervorzuheben ist der Lagezuschlag, welcher bereits Gegenstand zahlreicher gerichtlicher Auseinandersetzungen war. Grundsätzlich berechtigt dieser Vermieter zu höheren Mieten auch bei geschützten Altbauwohnungen, sofern sich diese in besseren Lagen befinden (vgl. Pichlmair 2012, S. 88). Entscheidend für einen etwaigen Lagezuschlag zum Richtwertzins ist dabei gemäß § 16 Abs. 4 MRG, dass "die Liegenschaft, auf der sich die Wohnung befindet, eine Lage aufweist, die besser ist als die durchschnittliche Lage (§ 2 Abs. 3 RichtWG)" (Jusline 2019c). Um diese Tatsache bemessen zu können, wird der Grundkostenanteil, welcher den an der Wohnnutzfläche anteiligen Preis des Bodens widerspiegelt, herangezogen. Diese Vorgehensweise darf jedoch auch nicht an jedem Standort erfolgen. Zu beachten sind dabei die sogenannten "Gründerzeitviertel" (GZV). Diese bezeichnen eine Wohngegend "mit einem überwiegenden Gebäudebestand, der in der Zeit von 1870 bis 1917 errichtet wurde und im Zeitpunkt der Errichtung überwiegend kleine, mangelhaft ausgestattete Wohnungen (Wohnungen der Ausstattungskategorie D) aufgewiesen hat" (Pichlmair 2012, S. 88f.). Diese Wohngegenden sind laut Grundauffassung des RichtWG höchstens als durchschnittlich einzustufen und es dürfen dort somit keine Lagezuschläge eingepreist werden. Ursprünglich wurden die in Zentrumsnähe von Wien dürftig ausgestatteten Wohnungen errichtet, um auch einkommensschwächeren Personen und Familien eine Ansiedlung im innerstädtischen Bereich zu ermöglichen. Die damals definierten Viertel prägen bis heute Teile Wiens (vgl. Mietervereinigung, 25. März 2018). Deren Lage kann der nachfolgenden Grafik entnommen werden:
2. Relevanz mietrechtlicher Rahmenbedingungen bei Immobilieninvestitionen: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung einer fundierten Due Diligence und die notwendigen immobilienökonomischen Instrumente für Investitionsentscheidungen im Kontext gesetzlicher Mietregulierungen.
3. Ausgangssituation für Immobilieninvestoren in Österreich bei Anwendung des MRG: Hier wird der historische Kontext sowie die gesetzliche Systematik des MRG und die verschiedenen Arten der Mietzinsbildung, inklusive der komplexen Zu- und Abschlagssystematik, dargestellt.
4. Fallstudie: Relevanz von Zu- und Abschlägen des MRG für Immobilieninvestoren: Anhand zweier fiktiver Wohnungen wird die praktische Anwendung des Richtwertsystems demonstriert und der Einfluss mietrechtlicher Faktoren auf den Ertragswert und die Rendite veranschaulicht.
5. Analyse gerichtlicher Urteile im Zusammenhang mit dem Richtwertsystem des MRG: In diesem Kapitel werden richtungsweisende OGH- und LG-Urteile analysiert, um die Auslegung von Zu- und Abschlägen sowie die damit verbundene Rechtsunsicherheit in der Praxis aufzuzeigen.
6. Experteninterviews zum Richtwertsystem des MRG: Zwei langjährige Branchenexperten geben Einschätzungen zur aktuellen Situation am Wiener Wohnungsmarkt, zu Investitionsstrategien und zur Notwendigkeit einer Reform des österreichischen Mietrechts.
7. Fazit und Interpretation der Forschungsergebnisse: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer sorgfältigen Standort- und Rechtsanalyse für Investoren im regulierten Wiener Markt.
Mietrechtsgesetz (MRG), Richtwertmietzins, Lagezuschlag, Immobilieninvestition, Due Diligence, Ertragswertverfahren, Wien, Wohnungsmarkt, Mietregulierung, Rendite, Gründerzeitviertel, Rechtssicherheit, Mietzinsfestlegung, Immobilienbewertung, Investitionsrechnung.
Die Arbeit untersucht, wie sich die mietrechtlichen Rahmenbedingungen in Österreich, insbesondere das komplexe System aus Richtwertmietzinsen und Zu- bzw. Abschlägen, auf die Wirtschaftlichkeit und Entscheidungsfindung von Immobilieninvestoren auswirken.
Die Arbeit deckt die Bereiche Immobilienbewertung, Due Diligence, die Systematik des Mietrechtsgesetzes (MRG), die ökonomischen Folgen von Mietregulierungen sowie eine Analyse der aktuellen Rechtsprechung und Expertenmeinungen ab.
Das Ziel ist es, die Relevanz mietrechtlicher Vorgaben bei Investitionsentscheidungen zu erheben, die Zulässigkeit einzelner Zu- und Abschläge zu beleuchten und deren konkrete Bedeutung für die Rendite von Investoren in der Praxis zu verdeutlichen.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, einer rechnerischen Fallstudie (Ertragswertverfahren) für Beispielwohnungen, der Analyse aktueller gerichtlicher Urteile sowie qualitativen Leitfadeninterviews mit Branchenexperten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der mietrechtlichen Rahmenbedingungen, eine empirische Fallstudie zur Berechnung von Maximalmieten sowie eine Untersuchung der judikativen Praxis, die maßgeblich für die Anwendung der Zu- und Abschläge ist.
Besonders kritisch ist die mangelnde Rechtssicherheit bei der Ansetzung von Zu- und Abschlägen, da diese oft auf Interpretationen und Urteilen basieren, was das Risiko von Mietzinsanfechtungen durch Mieter erhöht.
In Gründerzeitvierteln ist die Einpreisung von Lagezuschlägen stark eingeschränkt oder verboten, was die Renditeerwartungen für Investoren in diesen Gebieten massiv drückt und sie im Vergleich zu anderen Standorten unattraktiver macht.
Der Rechner dient als nützliche Hilfestellung, liefert aber keine absolut rechtssicheren Ergebnisse, da individuelle Faktoren wie der Gebäudezustand oder spezifische Ausstattungsmerkmale in der standardisierten Berechnung nicht vollständig oder nur eingeschränkt berücksichtigt werden.
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