Bachelorarbeit, 2018
66 Seiten, Note: 2,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
2. Generation Smartphone
2.1 Aktuelles Smartphone-Nutzungsverhalten
2.2 Digital Natives
3. „Digital Detox“ – Die Smartphone-Diät
3.1 Die Vorbereitung
3.2 Die Durchführung
3.3 Der Wiedereinstieg
3.4 Zwischenfazit
4. Umfrage „Hast du die Macht?“
4.1 Ziel der Umfrage
4.2 Aufbau des Fragebogens
4.3 Auswertung der Umfrageergebnisse
4.3.1 Die quantitativen Ergebnisse
4.3.2 Die qualitative Inhaltsanalyse
5. Der Smartphone-Alltag als „Panopticon“
5.1 Definition von „Panopticon“
5.2 Wer hat die Macht?
5.3 Kollektiver oder einsamer Konsum?
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Durchdringung des Alltags durch Smartphones, insbesondere bei der Generation der „Digital Natives“. Ziel ist es zu ergründen, ob Nutzer noch die Kontrolle über ihr eigenes Konsumverhalten haben oder ob das Medium eine eigene Macht ausübt und den Nutzer steuert.
3.2 Die Durchführung
Am ersten Tag habe ich verschlafen. Aus der Gewohnheit heraus habe ich auf die Weckfunktion meines Smartphones vertraut. Da stattdessen nun mein Alternativhandy auf dem Nachttisch lag, konnte ich außerdem nicht wie gewohnt die ersten zehn Minuten nach dem Aufwachen aktuelle Sportnachrichten oder verpasste Mitteilungen meiner Freunde durchstöbern. Ich empfand ein fast schon hilfloses Gefühl. Ab sofort führte ich also das herkömmliche Mobiltelefon mit mir. Nach den ersten drei Stunden zählte ich elf Griffe an die Hosentasche. Mir wurde schnell klar, dass mir das Smartphone vor allem zu bestimmten Riten, wie z.B. beim Rauchen, an der Bushaltestelle, in der Bahn oder morgens bei der ersten Tasse Kaffee, immens fehlen würde. Hinzu kam, dass ich gerne zu Gelegenheiten, an denen ich nicht beschäftigt oder unter Menschen war, Spiele-Apps auf meinem Smartphone nutzte. Auch diese Komponente würde von nun an wegfallen. Das hatte aber den Vorteil, dass ich gleich schon am ersten Tag stattdessen als Ersatzbeschäftigung zu meiner Gitarre griff. Im Laufe dieses Tages habe ich mit dem Handy weder telefoniert noch viele SMS geschrieben. Mit der einzigen Ausnahme, dass ich meiner Partnerin ein kurzes Feedback zum ersten Tag mitteilte. Ich erhielt eine sehr knapp formulierte Antwort.
Auch in der fortschreitenden Woche fielen eher mehr Schwierigkeiten auf als positive Eindrücke. Bislang hatte ich meinen Computer einmal in der Woche für organisatorische Funktionen genutzt. Mit dem Verzicht auf das Smartphone benutzte ich ihn zur Kommunikation per Facebook, zum Musikhören, Abrufen von E-Mails und Tagebuchschreiben. Sehr umständlich sind Situationen, in denen man spontan agieren will. So musste ich mir kurz vor dem Schlafen noch eine wichtige Information von einer Person einholen. Ich lag bereits im Bett. Also stand ich wieder auf und ging in den Keller, wo mein Computer steht, wartete, bis er hochgefahren war, und verfasste dann eine kurze Nachricht.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Smartphone als dominierendes Alltagsmedium vor und definiert die Forschungsfrage, ob Nutzer ihr Gerät beherrschen oder selbst gesteuert werden.
2. Generation Smartphone: Dieses Kapitel erläutert das aktuelle Nutzungsverhalten und definiert die Zielgruppe der „Digital Natives“ als jene Generation, die mit digitalen Technologien aufgewachsen ist.
3. „Digital Detox“ – Die Smartphone-Diät: Der Autor dokumentiert seinen einmonatigen Selbstversuch ohne Smartphone, um persönliche Erfahrungswerte bezüglich Abhängigkeit und Ersatzverhalten zu gewinnen.
4. Umfrage „Hast du die Macht?“: Hier wird die Durchführung einer qualitativen Online-Umfrage beschrieben und deren Ergebnisse werden durch quantitative und qualitative Analysen ausgewertet.
5. Der Smartphone-Alltag als „Panopticon“: Dieses Kapitel überträgt das theoretische Konzept des Panopticons auf die digitale Überwachung und die Machtstrukturen zwischen dem Smartphone und seinem Konsumenten.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die gesellschaftliche Relevanz und formuliert Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit.
Smartphone, Digital Natives, Digital Detox, Macht, Panopticon, Konsumverhalten, qualitative Inhaltsanalyse, soziale Medien, Medialisierung, Selbstversuch, Erreichbarkeit, Kommunikation, Suchtpotential, Kontrolle, Pädagogik.
Die Arbeit untersucht das Machtverhältnis zwischen dem Nutzer und seinem Smartphone sowie die Auswirkungen der ständigen Medialisierung auf den Alltag der sogenannten Digital Natives.
Die zentralen Themen sind das Nutzungsverhalten von Smartphones, der bewusste Verzicht auf digitale Medien (Digital Detox), die psychologischen Auswirkungen ständiger Erreichbarkeit sowie machttheoretische Überlegungen zur digitalen Überwachung.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob Smartphones aus dem Alltag wegzudenken sind, wie viel Kontrolle der Mensch über seine eigene Nutzung behält oder ob das Medium selbst Macht über ihn ausübt.
Die Arbeit kombiniert einen qualitativen Selbstversuch des Autors mit einer anonymen Online-Umfrage, die mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet wird.
Der Hauptteil umfasst den persönlichen Digital-Detox-Selbstversuch des Autors, die Durchführung und Auswertung einer Umfrage unter Digital Natives sowie die theoretische Analyse des Smartphone-Alltags mithilfe des Panopticon-Modells von Bentham und Foucault.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Smartphone, Digital Natives, Macht, Panopticon, Konsumverhalten, Selbstversuch und Medialisierung.
Der Autor berichtet von anfänglichen Gefühlen der Hilflosigkeit, dem Entfall bequemer Funktionen (wie Navigation oder Wecker), der sozialen Isolation bei der Kommunikation sowie der umständlichen Erledigung alltäglicher Aufgaben ohne mobiles Internet.
Das Panopticon-Prinzip dient dazu, die permanente Sichtbarkeit und Überwachung durch das Smartphone zu erklären, bei der der Nutzer – ähnlich wie der Gefangene im Panopticon – sein Verhalten anpasst, weil er sich ständig potenziell beobachtet fühlt oder ohne sein digitales "Image" nicht sein möchte.
Die Untersuchung deutet darauf hin, dass viele Nutzer ein ambivalentes Verhältnis haben: Sie empfinden die ständige Erreichbarkeit einerseits als Zwang und Last, sind jedoch gleichzeitig so stark von der Funktionalität des Geräts abhängig, dass eine bewusste Einschränkung schwerfällt.
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