Bachelorarbeit, 2017
99 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
1.1 Unternehmensbewertung und Bewertungsanlässe
1.1.1 Die Unternehmensbewertung
1.1.2 Problemstellung
1.1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Wissenschaftliche Einordnung
2 Kapitalisierungszinssatz in der Unternehmensbewertung
2.1 Der Kapitalisierungszinssatz in der Unternehmensbewertung
2.1.1 Bewertungsverfahren
2.1.2 Kapitalisierungszinssätze in der Unternehmensbewertung
2.1.2.1 Kapitalisierungszinssätze der Verfahren
2.1.3 Äquivalenzprinzipien im Kapitalisierungszinssatz
2.1.4 Capital Asset Pricing Model
2.1.4.1 Portfolio-Selection-Theorie
2.1.4.2 Berücksichtigung von Risiko im CAPM
2.1.4.3 Formale Berechnung des CAPM als Eigenkapitalkosten
2.2 Anforderungen und Empfehlungen des IDW an den Kapitalisierungszinssatz
2.3 Bedeutung und Funktion des Basiszinssatzes im Kapitalisierungszinssatz
2.4 Bestimmung des Basiszinssatzes
2.4.1 Mögliche Verfahren zur Ableitung des Basiszinses
2.4.1.1 Vergangenheitsorientierte Ableitung des Basiszinssatzes
2.4.1.2 Kapitalmarktorientierte Ableitung des Basiszinssatzes
2.4.2 Svensson-Methode
2.4.3 Freiheitsgrade bei der Ermittlung des Basiszinssatzes
2.4.3.1 Datenbasis
2.4.3.2 Glättung der Zinsstrukturkurve
2.4.4 Ewiger Basiszins zur Fortschreibung der Zinsstrukturkurve
2.4.4.1 Extrapolation der Svensson-Methode
2.4.4.2 Forward-Rates
2.4.4.3 Hypothetische Spot Rate
2.4.5 Ermittlung eines barwertäquivalenten Basiszinssatzes
2.4.5.1 Definition einheitlicher Basiszinssatz
2.4.5.2 Einzubeziehende Laufzeiten
2.4.5.3 Wachstum der finanziellen Überschüsse
2.4.5.4 Ermittlung des einheitlichen Basiszins ohne Berücksichtigung des Risikos
2.4.5.5 Ermittlung des einheitlichen Basiszins unter Berücksichtigung des Risikos
2.4.5.6 Rundung
2.4.6 Empfehlungen und Anforderungen des IDW zum Basiszins
2.4.6.1 Empfehlungen zur Ableitung einer aktuellen Zinsstrukturkurve
2.4.6.2 Fortschreibung der Zinsstrukturkurve für Laufzeiten größer 30 Jahre
2.4.6.3 Ermittlung eines barwertäquivalenten einheitlichen Basiszins
3 Ableitung des Basiszinses in Niedrigzinszeiten
3.1 Basiszinssatz zum Stichtag 28.November 2016
3.2 Auswirkung der Krise auf den Basiszins
3.3 Kritische Würdigung der aktuellen Ableitung des Basiszinssatzes in Niedrigzinszeiten
3.3.1 Umrechnung in einen barwertäquivalenten einheitlichen Basiszinssatz
3.3.2 Verzerrung der aktuellen Zinsstruktur aufgrund von Glättung
3.3.2.1 Aktuelle Situation unter Anwendung eines drei-monats Durchschnitt
3.3.2.2 Zinsstrukturkurve auf Basis eines dreißig-Tages Durchschnitt
3.3.2.3 Empfehlung auf Basis des Vergleichs
3.3.3 Ermittlung ewiger Basiszinssatz für Laufzeiten länger als 30 Jahre
3.3.3.1 Letzte Spot Rate als bester Schätzer
3.3.3.2 Alternative bestehende Methoden zur Fortschreibung des Basiszinses
3.4 Lösungsansätze in Niedrigzinszeiten
3.4.1 EIOPA - Ansatz
3.4.2 Annäherung der Spot Rates an die Forward Rate
4 Fazit
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.2 Empfehlungen zur Ableitung des Basiszinssatzes in Niedzigzinszeiten
4.3 Ausblick in die Zukunft
Diese Arbeit untersucht die Relevanz des Basiszinssatzes innerhalb der Unternehmensbewertung unter den besonderen Bedingungen der Niedrigzinsphase. Das primäre Ziel ist es, die bestehende Methodik zur Ableitung des risikofreien Zinssatzes kritisch zu hinterfragen, Schwachstellen zu identifizieren und Empfehlungen zur Anpassung in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld zu entwickeln.
2.4.1.2 Kapitalmarktorientierte Ableitung des Basiszinssatzes
Die Zinsstrukturkurve kann auch aus Kapitalmarktdaten ermittelt werden. Hierbei wird die Kurve aus den Renditen von zum Stichtag verfügbaren risikofreien Anleihen abgeleitet. Möglich ist dies mit verschiedenen Verfahren, unter anderem der direkten Ermittlung aus Separate Trading of Registered Interests and Principal Securities (STRIPS), der Schätzung der Zinsstrukturkurve aus Zinsswaps oder die Schätzung anhand der Svensson-Methode.142
Aus den Kursen von Nullkuponanleihen beziehungsweise STRIPS können die Zinssätze für die entsprechende Laufzeit im Vergleich einfach ermittelt werden, da die laufzeitspezifische Rendite ablesbar ist. Dies ist der Fall, da die Zinszahlung der Papiere lediglich zum Ende der Laufzeit erfolgt. Gäbe es einen vollkommenen Kapitalmarkt und eine risikolose Nullkuponanleihe wäre für jede Fristigkeit notiert, könnte man eine kontinuierliche Zinsstrukturkurve direkt beobachten. Die direkte Verwendung der Renditen der Nullkuponanleihen des Staates als risikolose Anleihen stellt theoretisch das geeignetste Verfahren dar. Jedoch sind in der Praxis nur eine relativ geringe Anzahl solcher Nullkuponanleihen emittiert. Abhilfe schaffen die seit 1997 durch die Deutsche Bundesbank zum STRIP-Handel freigegebenen Staatsanleihen, welche einen getrennten Handel der Kapitalansprüche einer Anleihe vorsehen.143 Hierdurch entstanden zwar eine Vielzahl von zusätzlichen Titeln mit dem Charakter einer Nullkuponanleihe, die Liquidität dieser Papiere im Vergleich zu traditionellen Anleihen und damit die Aussagekraft ist jedoch als gering einzuschätzen. 144 Aufgrund dessen wird das Verfahren der direkten Ermittlung der Zinsstrukturkurve in der Praxis der Unternehmensbewertung als nicht anwendbar angesehen.145
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der Unternehmensbewertung ein, definiert die Problematik der Niedrigzinsphase und legt die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2 Kapitalisierungszinssatz in der Unternehmensbewertung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Bewertungsverfahren, die Äquivalenzprinzipien sowie die Bestimmung des Kapitalisierungszinssatzes und des Basiszinssatzes im Detail erörtert.
3 Ableitung des Basiszinses in Niedrigzinszeiten: Der Hauptteil analysiert die Zinsentwicklung, kritisiert die bisherige Ableitung des Basiszinssatzes und diskutiert alternative Lösungsansätze in einem Niedrigzinsumfeld.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und gibt fundierte Empfehlungen für die künftige Bestimmung des Basiszinssatzes bei anhaltend niedrigen Zinsen.
Unternehmensbewertung, Kapitalisierungszinssatz, Basiszinssatz, Niedrigzinsphase, Zinsstrukturkurve, Svensson-Methode, Diskontierung, Eigenkapitalkosten, CAPM, Stichtagsprinzip, Barwert, Kapitalmarkt, Finanzkrise, Laufzeitäquivalenz, Risikoäquivalenz.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Bestimmung des Basiszinssatzes bei der Unternehmensbewertung unter besonderer Berücksichtigung des aktuellen Niedrigzinsumfelds.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Kapitalisierungszinssätze, die Ableitung von Zinsstrukturkurven und die methodischen Anforderungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) an die Bewertung.
Ziel ist es zu untersuchen, ob die in der Praxis etablierte IDW-Methodik zur Ableitung des Basiszinses in der Niedrigzinsphase noch sachgerecht ist und welche Modifikationen oder Alternativen zur Verbesserung der Genauigkeit beitragen können.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung, Literaturanalyse und empirischer Auswertung von Marktdaten sowie Fallbeispielen, um die Auswirkungen unterschiedlicher Methoden auf den Unternehmenswert zu illustrieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Zinskomponenten, die detaillierte Analyse der Svensson-Methode, die Auswirkungen der jüngsten Wirtschaftskrisen sowie die Diskussion über die Umrechnung in einheitliche Zinssätze.
Die wesentlichen Begriffe sind Unternehmensbewertung, Kapitalisierungszins, Basiszinssatz, Zinsstrukturkurve, Svensson-Methode und Niedrigzinsumfeld.
Da für Laufzeiten über 30 Jahre am Markt keine direkten Daten verfügbar sind, ist die Wahl der Fortschreibungsmethode (z.B. letzte Spot-Rate vs. Forward-Rates) hochgradig sensibel und kann bei Niedrigzinsen zu signifikanten Verzerrungen führen.
Der Autor sieht die dreimonatige Durchschnittsbildung kritisch, da sie das Stichtagsprinzip verletzen kann, und schlägt eine Verkürzung auf 30 Tage als Kompromiss zwischen Glättung und Stichtagsaktualität vor.
Der Autor empfiehlt, den einheitlichen Basiszinssatz zugunsten laufzeitspezifischer Spot-Rates aufzugeben, um vermeidbare Bewertungsfehler zu reduzieren, die durch die Diskrepanz zwischen hypothetischen und tatsächlichen Zahlungsströmen entstehen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

