Bachelorarbeit, 2019
49 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Adoleszenz
2.1 Adoleszente Mutterschaft
2.2 Prävalenz adoleszenter Mutterschaft in Deutschland
3. Entwicklungsaufgaben
3.1 Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz
3.2 Normative Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz
3.2.1 Identität
3.2.2 Eltern
3.2.3 Gleichaltrige
3.2.4 Schule
4. Mutterschaft
4.1 Mutterschaft als nicht-normative Entwicklungsaufgabe der Adoleszenz
4.2 Spannungsfeld von Adoleszenz und Mutterschaft
4.2.1 Identität
4.2.2 Eltern
4.2.3 Gleichaltrige
4.2.4 Schule
5. Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen der Sozialen Arbeit
5.1 Unterstützungsbedarf adoleszenter Mütter
5.2 Mutter-Kind-Einrichtung
5.3 Jugend- und Mädchenarbeit
5.4 Prinzipien der Jugend- und Mädchenarbeit in Mutter-Kind-Einrichtungen
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, die für junge Mütter entstehen, wenn Mutterschaft als nicht-normative Entwicklungsaufgabe auf die spezifischen Anforderungen der Adoleszenz trifft, und analysiert Unterstützungsansätze der Sozialen Arbeit.
4.2 Spannungsfeld von Adoleszenz und Mutterschaft
Mit der Mutterschaft als nicht-normative Lebensereignis gehen Entwicklungsaufgaben für die betroffenen Mädchen einher, die für die Phase der Adoleszenz als untypisch gelten (Kölbl, 2007, S. 57f.; Friedrich, 2000, S. 91). In der Regel haben junge Mütter zu diesem Zeitpunkt weder ihren persönlichen Entwicklungsprozess beendet, noch die zahlreichen Herausforderungen, die die Jugendphase stellt, vollends bewältigt. Mädchen, die sehr früh in ihrer Biografie Mutter werden, stehen demnach vor der Aufgabe, die Entwicklungsanforderungen der Adoleszenz und die Aufgaben einer Mutterschaft, die im Lebenslauf eigentlich sukzessiv erfolgen, parallel zu verarbeiten, zu vereinbaren und zu bewerkstelligen (Friedrich et. al., 2005, S. 19 & 154; Kölbl, 2007, S. 183; Stauber, 2010, S. 79). Aufgrund der Forderung der gleichzeitigen Bewältigung von unterschiedlichen Entwicklungs- und Lebensaufgaben kann Mutterschaft in der Adoleszenz als Spannungsfeld bezeichnet werden (Kölbl, 2007, S. 20).
Durch die Brisanz einer Schwanger- bzw. Mutterschaft und der damit einhergehenden hektischen Gleichzeitigkeit verschiedener biografischer Übergänge befinden sich die betroffenen Mädchen in einer extremen Umbruchsituation, welche sowohl existenzielle Veränderungen und Einschnitte in die bisherigen Lebensvorstellungen als auch Vereinbarkeitskonflikte mit sich bringen kann. Jugendliche und zugleich Mutter zu sein, versetzt die jungen Mädchen in zwei Lebenslagen, die gegensätzlicher nicht sein könnten (Friedrich et. al., 2005, S. 102; Kölbl, 2007, S. 20; Fleßner, 2008, S. 227; Stauber, 2010, S. 78). Um die Bedeutung, die eine Mutterschaft in der Phase der Adoleszenz hat, verstehen zu können, ist es notwendig, die typischen Entwicklungsanforderungen des Jugendalters zu berücksichtigen. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen und Veränderungen, die mit der frühen Elternrolle einhergehen, stellt sich die Frage, wie diese Umstände auf adoleszente Mütter innerhalb ihres eigenen Entwicklungsprozesses wirken müssen und welche besonderen Belastungen und Schwierigkeiten daraus für ihre Lebenssituation entstehen?
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Relevanz der Untersuchung adoleszenter Mutterschaft als nicht-normative Entwicklungsaufgabe vor dem Hintergrund pädagogischer Begleitungsfunktionen.
2. Adoleszenz: Definition der Lebensphase der Adoleszenz sowie Analyse der Prävalenz und des Wandels adoleszenter Mutterschaft in Deutschland.
3. Entwicklungsaufgaben: Theoretische Einbettung des Konzepts der Entwicklungsaufgaben und spezifische Darstellung der normativen Aufgaben in Identitätsfindung, Elternbeziehung, Gleichaltrigengruppe und Schule.
4. Mutterschaft: Analyse der Mutterschaft als nicht-normative Herausforderung und Darstellung der daraus resultierenden Spannungsfelder in den Bereichen Identität, Elternhaus, Gleichaltrige und schulische Ausbildung.
5. Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen der Sozialen Arbeit: Untersuchung von Unterstützungsbedarfen sowie Analyse stationärer Hilfsangebote wie Mutter-Kind-Einrichtungen unter Berücksichtigung sozialpädagogischer Prinzipien der Jugend- und Mädchenarbeit.
6. Fazit: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse, die verdeutlichen, dass adoleszente Mutterschaft eine komplexe und konfliktreiche Bewältigungsaufgabe darstellt, die passgenaue Unterstützungsangebote erfordert.
Adoleszenz, Mutterschaft, Entwicklungsaufgaben, Identitätsentwicklung, Ablösungsprozess, soziale Unterstützung, Mutter-Kind-Einrichtung, Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit, Mädchenarbeit, Biografie, Lebenswelt, Vereinbarkeit, Prävention, Sozialpädagogik.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, die für Jugendliche entstehen, wenn sie bereits während der Adoleszenz Mutter werden, und welche Rolle die Soziale Arbeit dabei spielt.
Die zentralen Felder sind die Entwicklungspsychologie der Adoleszenz, die besonderen Belastungen durch eine frühe Elternrolle und die Unterstützungsansätze stationärer Jugendhilfe.
Die Arbeit fragt danach, wie sich Mutterschaft als nicht-normative Entwicklungsaufgabe in das Jugendalter einfügt und wie Soziale Arbeit die jungen Mütter in diesem Spannungsfeld unterstützen kann.
Es handelt sich um eine theoretische Bachelorarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse basiert.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Adoleszenz und deren normative Aufgaben, die Kollision mit der Mutterschaft sowie die verschiedenen Unterstützungsformen in der stationären Jugendhilfe.
Die Kernbegriffe sind Adoleszenz, Mutterschaft, Entwicklungsaufgaben, Soziale Arbeit, Mutter-Kind-Einrichtung und Identitätsentwicklung.
Die frühe Elternschaft unterbricht oft das für die Adoleszenz typische "sich Ausprobieren" und zwingt die Jugendlichen in eine vorzeitige Übernahme von Verantwortung, was zu Belastungen im Identitätsfindungsprozess führt.
Weil die Gesellschaft für diese Lebensphase primär Bildung und Autonomieentwicklung vorsieht und eine Schwangerschaft den typischen Erwartungshorizont der Jugendbiografie durchbricht.
Junge Mütter geraten oft in eine erneute Abhängigkeit von ihren Eltern, was dem eigentlich notwendigen Ablösungsprozess der Adoleszenz entgegensteht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

