Bachelorarbeit, 2005
38 Seiten, Note: 2
I. Einleitung
II. Kanadische Identität
a. Zum Begriff „Identität“
b. Ansätze für eine kanadische Identität
III. Kanadische Kultur
a. Zum Begriff „Kultur“
b. Zum Begriff „Popkultur“
c. Das Spezifische an der kanadischen Kultur
IV. Die kanadische Filmkultur
a. Die schwache kanadische Filmindustrie
b. Die Institutionen und ihre Kriterien zur Förderung von Filmen
c. Men With Brooms als CanCon
V. Kanada, die Kanadier und die kanadische Popkultur in Men With Brooms
a. Kurzinhalt
b. Offensichtliche Kanadismen
c. Typisch kanadische Motive nach Monk
VI. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen der Identitätsdiskussion in Kanada, den staatlichen Regulierungen zur Filmförderung (CanCon) und deren Darstellung im Film "Men With Brooms" von Paul Gross. Dabei wird analysiert, inwieweit der Film als ironische Reflexion der kanadischen Kulturindustrie fungiert und wie er mit nationalen Symbolen und Stereotypen umgeht, um die kanadische Identitätssuche abzubilden.
b. Ansätze für eine kanadische Identität
Canada is the essence of not being. Not English, not American, it is the mathematic of not being. (Mike Myers)21
Wie ernst dieser Satz gemeint ist, lässt sich schwer feststellen (besonders mit dem Wissen im Hinterkopf, dass Mike Myers sein Geld mit Comedy verdient). Tatsache ist aber, dass viele Kanadier an der Existenz einer kanadischen Identität zweifeln. In der Einleitung wurden schon einige Erklärungen für diese Zweifel genannt, wie z.B. die große ethnische Vielfalt, die regionalen Unterschiede in diesem riesigen Land und die praktisch nicht vorhandenen gemeinsamen historischen Erfahrungen. Bruce Elder gibt als weiteren Grund an, dass Kanada zu einer Zeit gegründet wurde, als das Industriezeitalter schon lange begonnen hatte und die Technik, die er als „the most corrosive dissolvent of national identities that has ever been known, the most powerful force toward the homogenisation of all the world’s cultures” ihren Siegeszug schon lange angetreten hatte.22 Die Schaffung einer gemeinsamen Kultur und Identität wurde dadurch seiner Meinung nach extrem erschwert.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das kanadische Dilemma zwischen der kulturellen Nähe zu den USA und dem Bedürfnis nach einer eigenständigen nationalen Identität.
II. Kanadische Identität: Dieses Kapitel definiert den Begriff Identität wissenschaftlich und erörtert spezifische Ansätze zur Etablierung einer kanadischen Identität durch Mythen und Symbole.
III. Kanadische Kultur: Hier werden die Begriffe Kultur und Popkultur theoretisch hergeleitet und das Spezifische der kanadischen Kultur im Vergleich zur amerikanischen Dominanz analysiert.
IV. Die kanadische Filmkultur: Dieses Kapitel untersucht die schwache kanadische Filmindustrie, die staatlichen Förderkriterien und die Einordnung von "Men With Brooms" als CanCon-Projekt.
V. Kanada, die Kanadier und die kanadische Popkultur in Men With Brooms: Hier erfolgt eine detaillierte Filmanalyse, die den Inhalt sowie die verwendeten Kanadismen und Motive gemäß der Theorien von Katherine Monk beleuchtet.
VI. Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse über die kanadische Identität und die Rolle von Popkulturprodukten als Ausdruck nationaler Selbstfindung zusammengefasst.
Kanada, kanadische Identität, Popkultur, Filmindustrie, CanCon, Men With Brooms, Paul Gross, kulturelle Identität, nationale Symbole, Curling, Amerikanisierung, Filmförderung, Katherine Monk, Mythenbildung.
Die Arbeit analysiert, wie kanadische Identität und Kultur in Medien, insbesondere im Film "Men With Brooms", dargestellt werden und welches Spannungsfeld zwischen kanadischen Eigenproduktionen und amerikanischem Medieneinfluss besteht.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Identität, die Bedeutung der Popkultur für die nationale Selbstfindung sowie die staatliche Reglementierung der Filmindustrie durch CanCon-Vorgaben.
Ziel ist es zu zeigen, dass Kanada trotz der Dominanz amerikanischer Popkultur eine eigene, wenn auch fragile Identität besitzt, die sich unter anderem durch bewusste Abgrenzung und spezifische kulturelle Motive definiert.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse zur theoretischen Fundierung der Identitäts- und Kulturbegriffe sowie eine filmanalytische Untersuchung des Werks "Men With Brooms" unter Anwendung der Theorien von Katherine Monk.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen zur Identität, die Strukturen der kanadischen Filmindustrie, das CanCon-System sowie eine detaillierte Untersuchung der filmischen Umsetzung kanadischer Stereotype.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie kanadische Identität, CanCon, Filmindustrie, Popkultur, nationale Mythen und die spezifische "Kanadismen"-Analyse charakterisiert.
Der Film wird als Paradebeispiel für die Effektivität des CanCon-Systems genutzt, da er eine Fülle von expliziten kanadischen Symbolen enthält und gleichzeitig eine ironische Reflexion der kanadischen Filmindustrie darstellt.
Das System versucht durch Subventionen und Regeln sicherzustellen, dass kanadische Inhalte produziert werden, wobei kritisiert wird, dass dies teilweise zu einer Bevorzugung formaler Kriterien gegenüber künstlerischer Qualität führen kann.
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