Masterarbeit, 2019
119 Seiten, Note: 1,7
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Forschungsprozess und Aufbau der Thesis
2 Theoretischer Teil
2.1 Depressivität
2.1.1 Definition Depression
2.1.2 Symptomatik
2.1.3 Epidemiologie
2.1.4 Ätiologie und Auslöser
2.1.5 Diagnostik
2.1.6 Therapie
2.2 Ernährung
2.2.1 Definition „gesunde Ernährung“
2.2.2 Empfehlungen zur Nährstoffzufuhr (Bedarf und Referenzwerte)
2.2.3 Erfassung und Beurteilung des Ernährungsstatus
2.2.4 Bewertung der Ernährungsqualität durch Indices
2.2.5 Einfluss von Mikro- und Makronährstoffen auf den Gehirnstoffwechsel
2.3 Relevante Einflussfaktoren auf Depressivität und Ernährungsverhalten
2.4 Forschungsanliegen und Hypothese der vorliegenden Studie
3 Methode
3.1 Grundkonzeption der empirischen Studie
3.2 Durchführung der empirischen Studie
3.3 Methode der statistischen Datenanalyse
3.4 Beschreibung der Analyseinstrumente
3.4.1 Antroprometrische und soziodemografische Daten
3.4.2 Grad der sozialen Unterstützung mittels Oslo-3-Scala
3.4.3 Ermittlung der Depressionsschwere mittels Beck-Depressions-Inventar
3.4.4 Bewegungserhebung mittels International physical activity questionnaire
3.4.5 Ernährungserhebung mittels Food Frequency Questionnaire
3.5 Entwicklung des Ernährungsindex für die vorliegende Studie
3.5.1 Anwendung des HEI-ED Indexes auf den Lebensmittelverzehr der Teilnehmenden
3.5.2 Komponenten und Berechnungsprinzipien des HEI-ED Indexes
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Hypothesenprüfung
4.2.1 Korrelationsanalyse
4.2.2 Multiple Regressionsanalyse
5 Diskussion
5.1 Methodenkritische Betrachtung
5.2 Diskursive Auseinandersetzung mit Ergebnissen der empirischen Studie
Ziel dieser Masterthesis ist die Überprüfung des Zusammenhangs zwischen individuellen Ernährungsgewohnheiten und der Ausprägung depressiver Symptomatik bei Erwachsenen in Deutschland unter Berücksichtigung relevanter Störvariablen wie Bewegungsverhalten, sozialer Unterstützung und Bildungsniveau.
2.1.2 Symptomatik
Die Hauptsymptome einer depressiven Episode sind nach ICD-10 eine depressive, gedrückte Stimmung, Interessenverlust und Freudlosigkeit, eine Verminderung des Antriebs mit erhöhter Ermüdbarkeit, oft selbst nach kleinen Anstrengungen, sowie eine Aktivitätseinschränkung. Dabei wird eine depressive, gedrückte Stimmung von einzelnen Patienten unterschiedlich charakterisiert. Einige beschreiben Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung und andere betonen stärker den Zustand der Gefühllosigkeit. Betroffene können weder Freude über positive Ereignisse noch Trauer empfinden. Dieser Zustand wird als unvergleichbar mit anderen Zuständen seelischen oder körperlichen Leidens erlebt und stellt dadurch eine besondere Belastung dar. Zusätzlich berichten Patienten über Angstgefühle, meist ohne konkreten Angstgegenstand. Diese Angstgefühle drücken sich durch eine starke Unsicherheit und Zukunftsängsten aus. Die gedrückte Stimmungslage ändert sich von Tag zu Tag wenig, trotz möglicher charakteristischer Tagesschwankungen. Ein ausgeprägtes Morgentief kann typisch sein, welches sich im Tagesverlauf abschwächt und bis zu den Abendstunden kann eine deutlich gebesserte Stimmung vorliegen.
Umgekehrt kann dieser Vorgang ebenfalls stattfinden, ist jedoch in selteneren Fällen der Fall. Ein Interessenverlust und die Freudlosigkeit beziehen sich zumeist auf Alltagsbereiche wie Haushalt, Körperpflege und die Berufstätigkeit, jedoch auch auf bisher als erfreulich empfundene Hobbys und Freizeitaktivitäten. Das damit einhergehende rückläufige Aktivitätsniveau kann nur bei leichteren Erkrankungsphasen mit erheblichen Anstrengungen überwunden werden. Im Zusammenhang mit der beschriebenen Antriebslosigkeit stehen die Energielosigkeit und die Ermüdbarkeit, die Ausdruck für das Selbsterleben der Patienten sind. Kaum mehr belastbar zu sein. Nach ICD-10 werden weitere Zusatzsymptome beschrieben, dazu zählen eine verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit, negative und pessimistische Zukunftsperspektiven, Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzungen oder Suizidhandlungen, Schlafstörungen sowie ein verminderter Appetit (DGPPN et al., 2015, S. 29–30).
1 Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Relevanz der Untersuchung aufgrund hoher Prävalenz psychischer Erkrankungen und formuliert die Forschungsfrage zum Zusammenhang zwischen Ernährung und Depression.
2 Theoretischer Teil: Es werden die Grundlagen zu Depressivität, Ernährungsgewohnheiten, Nährstoffempfehlungen und relevanten Einflussfaktoren dargelegt, um den aktuellen Forschungsstand zu erfassen.
3 Methode: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der empirischen Online-Befragung, inklusive der verwendeten Instrumente und der Entwicklung des HEI-ED Ernährungsindexes.
4 Ergebnisse: Hier werden die Resultate der statistischen Datenanalyse präsentiert, einschließlich der deskriptiven Statistik sowie der Korrelations- und Regressionsanalysen.
5 Diskussion: Den Abschluss bildet eine kritische Betrachtung der angewandten Methodik sowie eine diskursive Auseinandersetzung mit den gewonnenen Studienergebnissen.
Depression, Depressive Symptomatik, Ernährung, Ernährungsqualität, Verzehrsgewohnheiten, Ernährungsmusteranalyse, Gesundheitspsychologie, Soziale Unterstützung, Bewegungsverhalten, Prävention, HEI-ED Index, BDI-II, Psychische Gesundheit, Nährstoffe, Kohortenstudien
Die Arbeit untersucht den möglichen Zusammenhang zwischen den Ernährungsgewohnheiten von Erwachsenen in Deutschland und dem Auftreten beziehungsweise der Schwere einer depressiven Symptomatik.
Zentrale Felder sind die psychologische Forschung zur Depression, die ernährungswissenschaftlichen Grundlagen für eine gesunde Ernährung und die Rolle von sogenannten Störvariablen wie sozialer Unterstützung, Bildung und körperlicher Aktivität.
Ziel ist es, das Potenzial einer optimierten oder ergänzenden Ernährung als nebenwirkungsarme und kostengünstige Maßnahme im Rahmen der Therapie oder Prävention depressiver Störungen wissenschaftlich zu beleuchten.
Es handelt sich um eine quantitative Querschnittsstudie in Form einer Online-Befragung, bei der standardisierte Instrumente wie das Beck-Depressions-Inventar (BDI II) und ein Food Frequency Questionnaire (FFQ) genutzt wurden.
Der Hauptteil behandelt theoretische Hintergründe zu affektiven Störungen, die Bedeutung von Makro- und Mikronährstoffen für den Gehirnstoffwechsel sowie die detaillierte Beschreibung der methodischen Durchführung der empirischen Untersuchung.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Depressive Symptomatik, Ernährungsqualität, HEI-ED Index, Soziale Unterstützung und präventive Interventionsansätze.
Um die individuelle Ernährungsqualität der Studienteilnehmer messbar zu machen und eine differenzierte Auswertung zu ermöglichen, die über pauschale Aussagen hinausgeht.
Das entwickelte Regressionsmodell erklärt 36,3 % der Varianz der Depressionsschwere, wobei sich das Geschlecht und mangelnde soziale Unterstützung als die stärksten Prädiktorvariablen herausstellten.
Sie fungiert als signifikante Einflussgröße; die Ergebnisse bestätigen den Zusammenhang zwischen mangelnder sozialer Unterstützung und höherer Depressionsschwere.
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