Diplomarbeit, 2005
142 Seiten, Note: sehr gut 1,0
1. Einführung und Problemdiskussion
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Lerntypen
2.1.1. Begriffsdefinitionen
2.1.2. Lerntypentheorien
2.1.2.1. Lerntypentheorie des NLP
2.1.2.2. Lerntypentheorie nach Frederic Vester
2.1.2.3. Lerntypentheorie nach Neil Fleming
2.1.3. Grundlegende Theorien
2.1.3.1 Neurobiologie
2.1.3.2. Psychologie
2.1.4. Lernstiltheorien
2.1.4.1. Lernstiltheorie nach Kolb
2.1.4.2. Lernertypologie nach Creß und Friedrich
2.1.5. Kritische Betrachtung der Lerntypentheorien
2.2. Personalentwicklung
2.2.1. Grundlagen der Personalentwicklung
2.2.2. Bereiche der Personalentwicklung
2.2.3. Methoden der beruflichen Bildung
2.2.3.1. Der Frontalunterricht
2.2.3.2. Die Demonstration
2.2.3.3. Die Vier-Stufen-Methode
2.2.3.4. Computerunterstütze Lehr-Lern-Arrangements
2.3. Zusammenfassung und Fazit
3. Ermittlung von Lerntypen
3.1. Fragebögen
3.1.1. Der VARK Fragebogen
3.1.2. Der Leguan Fragebogen
3.1.3. Der Lerntypentest nach Richter
3.2. Auswahl des am besten geeignetsten Fragebogens
3.2.1. Betrachtungen zum Fragebogen VARK
3.2.2. Betrachtungen zum Fragebogen Leguan
3.2.3. Betrachtungen zum Lerntypentest nach Richter
3.3. Zusammenfassung und Fazit
4. Lerntypen und Personalentwicklung
4.1. Einsatzbereiche der Lerntypen
4.1.1. Die Lehrperson
4.1.1.1. Lehr-Lernstrategien für visuelle Lerntypen
4.1.1.2. Lehr-Lernstrategien für auditive Lerntypen
4.1.1.3. Lehr-Lernstrategien für lese/schreib Lerntypen
4.1.1.4. Lehr-Lernstrategien für kinästhetische Lerntypen
4.1.1.5. Lehr-Lernstrategien für multimodale Lerntypen
4.1.2. Ermittlung von Lerntypen
4.1.3. Einzelmaßnahmen und Methoden
4.2. Zusammenfassung und Fazit
5. Resümee und Handlungsempfehlung
Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Lerntypentheorien im betrieblichen Personalmanagement, um durch eine gezielte Berücksichtigung individueller Lernpräferenzen die Effizienz und Effektivität von Personalentwicklungsmaßnahmen zu steigern. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwieweit das Konzept der Lerntypen praktisch in der Personalentwicklung einsetzbar ist, welche Messmethoden praktikabel sind und welche spezifischen Maßnahmen daraus abgeleitet werden können.
2.1.2.1. Lerntypentheorie des NLP
Das NLP wurde von John Grinder und Richard Bandler (vgl. Bandler/Grinder 1975 und Bandler/Grinder 1976 sowie O’Connor/Seymour 2002 S. 25) in der Mitte der siebziger Jahre begründet. Ziel der Zusammenarbeit von John Grinder, damals Assistenzprofessor für Linguistik, und Richard Bandler, Psychologiestudent, war es, einen prozess- und modellorientierten Ansatz der Psychotherapie und Kommunikation zu entwickeln. Dazu untersuchten sie die Vorgehensweise von erfolgreichen Therapeuten (Fritz Perls, Virginia Satir und Milton Erickson) und fassten ihre Beobachtungen und Erkenntnisse in dem Konstrukt NLP zusammen.
Ähnlich wie Vester, geht das NLP davon aus, dass jeder Mensch eine bevorzugte „Pforte der Wahrnehmung“ (O’Connor/Seymour, 2002 S. 55) hat. Das NLP unterscheidet demzufolge in visuelle, auditive, kinästhetische und olfaktorische / gustatorische Modalitäten. Das NLP klammert die beiden letztgenannten Modalitäten in der weiteren Betrachtung aus, da es Ihnen an Häufigkeit fehlt. Im Gegensatz zu Vester gehen Bandler und Grinder davon aus, dass jeder Mensch durch eine Kombination der drei Typen charakterisierbar ist und somit eine Hauptmodalität (visuell, auditiv und kinästhetisch) und zwei untergeordnete Modalitäten hat. Diese Hauptmodalität nimmt Einfluss auf die Art der Informationsverarbeitung, –wiedergabe und –speicherung des jeweiligen Individuums. Die Autoren gehen sogar soweit, zu sagen, dass Menschen mit gleicher Hauptmodalität besser miteinander kommunizieren können und sich so auf Anhieb besser verstehen.
1. Einführung und Problemdiskussion: Einleitung in die Thematik der Lerntypen und deren Popularisierung sowie Definition der Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Fundierte Auseinandersetzung mit Lerntypentheorien (NLP, Vester, Fleming), Lernstiltheorien (Kolb, Creß/Friedrich) sowie den Grundlagen und Methoden der Personalentwicklung.
3. Ermittlung von Lerntypen: Vorstellung und empirische Untersuchung der Eignung verschiedener Fragebögen (VARK, Leguan, Richter) zur Lerntypenbestimmung im Kontext der Personalentwicklung.
4. Lerntypen und Personalentwicklung: Analyse der konkreten Einsatzmöglichkeiten von Lerntypen für Lehrende und zur Gestaltung von Weiterbildungsmethoden.
5. Resümee und Handlungsempfehlung: Zusammenfassung der Ergebnisse mit dem Fazit, dass das VARK-Konzept als Katalysator für besseres Lernen ein praktikables Werkzeug für die Personalentwicklung darstellt.
Lerntypen, Personalentwicklung, Lernstrategien, VARK, Lernstile, Weiterbildung, Informationsverarbeitung, Repräsentationssysteme, Personalmanagement, berufliche Bildung, Lernmethode, NLP, individuelles Lernen, Kompetenzentwicklung, Wissensvermittlung.
Die Diplomarbeit untersucht, ob und wie das Konzept der Lerntypen genutzt werden kann, um Weiterbildungsmaßnahmen in Unternehmen effektiver und effizienter zu gestalten.
Die Arbeit umfasst theoretische Modelle zu Lerntypen und Lernstilen, verschiedene Methoden der Personalentwicklung sowie einen praktischen Vergleich von Fragebögen zur Ermittlung von Lernpräferenzen.
Das Hauptziel ist es, eine praktikable Methode zur Bestimmung von Lerntypen zu identifizieren und Handlungsempfehlungen zu geben, wie diese Erkenntnisse in die betriebliche Personalentwicklung integriert werden können.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse führt der Autor eine eigene empirische Befragung von 55 Studenten durch, um die Anwendungstauglichkeit verschiedener Fragebogen-Instrumente zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Lerntypentheorien, die detaillierte Vorstellung von Methoden der beruflichen Bildung und die kritische Evaluation von Fragebögen wie VARK, Leguan und dem Test nach Richter.
Wesentliche Begriffe sind Lerntypen, Personalentwicklung, Lernstrategien, VARK-Modell, sowie die Optimierung der Wissensvermittlung durch Berücksichtigung individueller Wahrnehmungskanäle.
Der Autor stuft das VARK-Modell als das praktikabelste Instrument ein, da es nicht diagnostisch klassifiziert, sondern den Lernenden als Katalysator für die Reflexion des eigenen Lernverhaltens dient.
Die Lehrperson trägt eine wesentliche Verantwortung, indem sie den Unterrichtsstoff vielgestaltig präsentiert und die Teilnehmer bei der Umsetzung von Strategien unterstützt, die ihren individuellen Präferenzen entsprechen.
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