Bachelorarbeit, 2018
67 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung – Nicht alle habe Freude am Sportunterricht
2. Forschungsüberblick
2.1 Sportverweigerung – Eine Charakterisierung
2.2 Gründe für die Schülerunlust
2.3 Das Jugendalter – Achtung Konfliktgefahr!
2.3.1 Merkmale der Jugendphase
2.3.2 Entwicklungsaufgaben der Jugendphase
3. Zwischenfazit & Ausblick
4. Studienprojekt
4.1 Schwerpunkte des Projekts
4.2 Forschungsmethode – Gruppeninterview mit Experten
4.3 Aufbau des Interviews
4.4 Forschungsverlauf
4.4.1 Das Untersuchungsobjekt – Helene Lange Realschule
4.4.2 Kontaktaufnahme
4.4.3 Hospitationen
5. Das Kernstück der Untersuchung – Das Interview
5.1 Zahlen, Daten, Fakten & Schwierigkeiten
5.2 Inhaltsanalyse
5.3 Interpretation
6. Ein Ausblick – Mit Bewegungsfreude gegen die Unlust
7. Resümee
8. Bibliographie
Die Arbeit untersucht die Ursachen der Schulsportverweigerung bei Jugendlichen der Sekundarstufe I. Ziel ist es, durch eine explorative Studie zu klären, inwiefern der sportliche soziale Kontext und die individuellen Bedürfnisse der Schüler ihre aktive Teilnahme am Sportunterricht beeinflussen und welche Möglichkeiten zur Verbesserung des Unterrichts bestehen.
2.1 Sportverweigerung – Eine Charakterisierung
Die Verweigerung des Sportunterrichts lässt alleine von der semantischen Bedeutung darauf schließen, dass hiermit das Fernbleiben vom Sportunterricht gemeint ist. Allerdings sollte dieser Begriff weiter gefasst werden. Diese Verhaltensweisen beziehen sich auf die Ablehnung des Schulsports und äußern sich durch Stören, Auf- der- Bank- Sitzen und ohne Sportsachen erscheinen aus (vgl. Wolters/ Gebken 2005, S.4). Insbesondere das „Sportzeug vergessen, nicht glaubwürdige Entschuldigungsschreiben der Eltern, Vortäuschen von akuten Beschwerden [...]“ gehören zu den bekanntesten Verhaltensweisen (Wolters/ Gebken 2005, S.4). Zudem verweist „Schülerunlust [...] immer auf eine bestimmte motivationale Verfassung der Person. Dabei steht das Motiv- z.B. das Leistungsmotiv- als Beweggrund zum Tun (oder Nichttun) für eine spezifische Handlungsdisposition“ (Balz 2004, S.147). Ein solches Verhalten ist manchmal nicht so leicht zu identifizieren, wie es scheint. Starke Begeisterung für Hilfstätigkeiten, oder das Ausführen einer Übung nur so lange wie die Lehrperson hinsieht, gehören zu „Strategien“, um die Verweigerung zu verdecken (vgl. Wolters/ Gebken 2005, S.5). Vor allem zeigt sich, dass „spätestens ab der 7. Klasse, oftmals schon früher [...] die Unlust der Schülerschaft am Sportunterricht zu erkennen ist (Balz 2004, S.141).
Bei all diesen Verweigerungsarten muss dennoch erwähnt werden, dass der Schulsport noch immer das beliebteste Fach in der Schule ist. Schulsport ist, nach Schülerverständnis, eine Entspannung, um einen Ausgleich zu anderen Fächern zu schaffen sowie Gesundheit und Fitness zu fördern (vgl. Gerlach 2006, S.120). Doch die Beliebtheit des Schulsports nimmt mit zunehmendem Alter ab. Auch ist diese abnehmende Beliebtheit nicht frei von geschlechtsspezifischen Unterschieden. „Insgesamt tritt mit zunehmendem Alter ein kontinuierlicher Bedeutungsverlust ein, auf Seiten der Mädchen stärker ausgeprägt ist, als bei den Jungen“ (Gerlach 2006, S.119).
1. Einleitung – Nicht alle habe Freude am Sportunterricht: Einführung in die Thematik der Schulsportverweigerung, Darstellung der Relevanz des Problems und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
2. Forschungsüberblick: Theoretische Einordnung der Sportverweigerung, Darstellung von Ursachen und Analyse der spezifischen Herausforderungen der Jugendphase.
3. Zwischenfazit & Ausblick: Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse, die zeigen, dass die Problematik vielfältige Ursachen hat und nicht pauschalisiert werden darf.
4. Studienprojekt: Beschreibung des Forschungsdesigns, inklusive der Schwerpunkte, der Wahl der Experteninterviews als Methode sowie des Verlaufs an der untersuchten Schule.
5. Das Kernstück der Untersuchung – Das Interview: Präsentation der erhobenen Daten, Durchführung der Inhaltsanalyse und Interpretation der Ergebnisse im Kontext der Forschungsfrage.
6. Ein Ausblick – Mit Bewegungsfreude gegen die Unlust: Diskussion über Möglichkeiten zur Förderung der Bewegungsfreude durch angepasste Ziele und Orientierung an der Lebensrealität.
7. Resümee: Synthese der Ergebnisse, Reflexion der Methodik und abschließende Bewertung der gewonnenen Erkenntnisse.
8. Bibliographie: Auflistung aller verwendeten Quellen und Literatur.
Schulsport, Sportverweigerung, Schülerunlust, Jugendphase, Experteninterview, Bewegungsfreude, Schulsportdidaktik, Motivation, Sekundarstufe I, Soziale Interaktion, Sportpädagogik, Sportunterricht, Identitätsentwicklung, Lebensrealität, Schülerschaft.
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Sportverweigerung bei Jugendlichen im Schulsport und analysiert die Hintergründe dieser ablehnenden Haltung.
Die zentralen Themen sind Motivation, die Bedeutung des Jugendalters für die Einstellungsbildung, soziale Einflüsse auf das Sporttreiben sowie die Gestaltung eines zeitgemäßen Sportunterrichts.
Ziel ist es zu untersuchen, wie externe Faktoren (wie der soziale Kontext) und die Unterrichtsgestaltung die Bereitschaft zur Teilnahme am Sportunterricht beeinflussen.
Der Autor wählte eine explorative Studie mittels leitfadengestützter Experten-Gruppeninterviews sowie begleitender Hospitationen an einer Realschule.
Der Hauptteil umfasst einen theoretischen Forschungsüberblick, die methodische Beschreibung des Studienprojekts an der Helene Lange Realschule sowie die qualitative Inhaltsanalyse und Interpretation der geführten Interviews.
Wichtige Begriffe sind Sportverweigerung, Schülerunlust, Bewegungsfreude, Jugendphase und Sportpädagogik.
Die Arbeit zeigt auf, dass ein sportbegeistertes Elternhaus und das soziale Umfeld zwar positive Anreize bieten, aber allein keine Garantie für eine aktive Teilnahme am schulischen Sportunterricht darstellen.
Die befragten Schüler äußern häufig Kritik an mangelnder Abwechslung, einer zu starken Fokussierung auf traditionelle Mannschaftssportarten und den unzureichenden räumlichen Bedingungen der Sportstätten.
Es wird ein Umdenken der Lehrkräfte gefordert: Mehr Mitbestimmung der Schüler bei Inhalten, eine stärkere Anpassung an deren Lebensrealität sowie ein Fokus auf Bewegungsfreude statt reiner Leistungsfixierung.
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