Bachelorarbeit, 2005
57 Seiten, Note: 2,0
1.0. Einleitung
2.0. Die Faszination des Maskenmannes
3.0. THE PHANTOM OF THE OPERA und Ken Hill
3.1. Die Entstehung
3.2. Die stofflichen Veränderungen im Vergleich zur Vorlage und die Auswirkungen auf das dramaturgische Konstrukt
3.3. Die Musik und ihre narrativen Elemente
4.0. THE PHANTOM OF THE OPERA und Andrew Lloyd Webber
4.1. Die Entstehung
4.2. Die stofflichen Veränderungen im Vergleich zur Vorlage und die Auswirkungen auf das dramaturgische Konstrukt
4.3. Die Musik und ihre narrativen Elemente
5.0. Die Oper bei Leroux, Hill und Webber
5.1. Die opernhaften Elemente bei Gaston Leroux
5.2. Die opernhaften Elemente bei Ken Hill
5.3. Die opernhaften Elemente bei Andrew Lloyd Webber
6.0. Hill und Webber im intermedialen Vergleich
6.1. Die Maske
6.2. Der Spiegel
6.3. Das Ende des Phantoms
7.0. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Intermedialität der Musicals "The Phantom of the Opera" von Ken Hill (1976) und Andrew Lloyd Webber (1986). Ziel ist es, das Zirkulieren spezifischer Zeichen und Codes in beiden Bühnenwerken zu analysieren und deren intra- und transmediale Verknüpfungen sowie dramaturgische Anpassungen im Vergleich zur Romanvorlage von Gaston Leroux aufzuzeigen.
2.0. Die Faszination des Maskenmannes
Die Inspirationsquelle zu Gaston Leroux` Roman LE FANTÔME DE L`OPÉRA war zum einen das Opernhaus von Charles Garnier mit seinen architektonischen Besonderheiten, wie dem unterirdischen See, den man während der ersten Periode der 15 Jahre andauernden Bauarbeiten künstlich anlegen musste, um einen Seitenarm der Seine zu stauen. Zum anderen verwendet Leroux, der um die Jahrhundertwende auch als Theaterkritiker tätig war, das reale, aber dadurch nicht weniger dramatische Ereignis des Kronleuchters der Grand Opéra, der während einer Vorstellung am 20.Mai 1896 der 56jährigen Conièrge Mme Chomette auf den Kopf stürzte.8 Als Kern der Liebesgeschichte in diesem Kriminalroman benutzt Leroux die damals schon zur Legende gewordene Begebenheit um einen Bühnenarbeiter, der sich unsterblich in ein Ballettmädchen verliebte. Nachdem er von ihr abgewiesen wurde, beging er Selbstmord und vermachte sein Skelett dem Operfundus, um der jungen Frau auch fortan nahe sein zu können.9
Trotz dieser spannenden und auch romantischen Geschehnisse wurde das Buch LE FANTÔME DE L`OPÉRA, das 1911 in Paris erschien, kein Erfolg10, was sich aber bereits 1910 abzuzeichnen begann, als die Geschichte als Fortsetzungsroman in einer Pariser Zeitung erschien, ohne eine Resonanz bei den Lesern hervorzurufen.11 Selbst die spannenden Ereignisse konnten den doch recht drögen und teilweise unbeholfenen Schreibstil Gaston Lerouxs nicht wettmachen. Der Roman geriet in Vergessenheit.
1.0. Einleitung: Einführung in die Thematik der häufigen Adaptionen des Phantom-Stoffes und Definition des theoretischen Rahmens der Intermedialität.
2.0. Die Faszination des Maskenmannes: Beleuchtung der historischen und literarischen Inspirationsquellen von Gaston Leroux für seinen Roman.
3.0. THE PHANTOM OF THE OPERA und Ken Hill: Analyse der Entstehung, der dramaturgischen Struktur und der Musikgestaltung des Musicals von Ken Hill.
4.0. THE PHANTOM OF THE OPERA und Andrew Lloyd Webber: Untersuchung der Entstehung, der künstlerischen Ausrichtung und der musikalischen Besonderheiten des Welterfolgs von Webber.
5.0. Die Oper bei Leroux, Hill und Webber: Vergleichende Betrachtung der eingebetteten Opern-Elemente und deren Funktion für die Handlung bei Leroux, Hill und Webber.
6.0. Hill und Webber im intermedialen Vergleich: Systematische Gegenüberstellung zentraler Symbole (Maske, Spiegel) und der verschiedenen Schlussvarianten in beiden Musicals.
7.0. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der unterschiedlichen Erfolgsgeschichten beider Musicals sowie Ausblick auf die Bedeutung des Stoffes.
Intermedialität, Phantom der Oper, Ken Hill, Andrew Lloyd Webber, Gaston Leroux, Adaption, Musical, Oper, Maske, Spiegel, Literatur, Musikwissenschaft, Dramaturgie, Stoffgeschichte, Medientheorie.
Die Arbeit untersucht die verschiedenen medialen Umsetzungen der Romanvorlage "Das Phantom der Oper" mit einem Fokus auf die Musicals von Ken Hill und Andrew Lloyd Webber.
Die Themen umfassen Stoffadaption, musikalische Leitmotivik, die Darstellung opernhafter Elemente sowie die intermediale Symbolik in Theater und Film.
Das Ziel ist es, die spezifischen dramaturgischen und inhaltlichen Unterschiede bei der Transformation des Stoffes zwischen Literatur, Musical und Film aufzuzeigen.
Es wird eine medienvergleichende Analyse sowie eine Untersuchung der Figurendynamik und musikalischer Strukturen angewandt.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehungsgeschichte, der strukturellen und musikalischen Analyse der Musicals sowie dem Vergleich zentraler Symbole wie Maske und Spiegel.
Intermedialität, Phantom der Oper, Adaption, Opernelemente, Symbolik und musikalische Leitmotivik.
Die Unterschiede resultieren aus der jeweiligen ideologischen Gewichtung: Während Hill ein moralisches Ende mit Selbstmord wählt, belässt es Webber bei einem mystischen, offenen Ende.
Opernauführungen dienen als Katalysatoren für dramatische Ereignisse, wie den Lüstersturz, und spiegeln den emotionalen Zustand der Protagonisten wider.
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