Diplomarbeit, 2005
136 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN
2.1 Grundlagen des Lebensmitteleinzelhandels
2.1.1 Funktion und Begriffsdefinition des Lebensmitteleinzelhandels
2.1.2 Struktur des Lebensmitteleinzelhandels
2.1.3 Marktführer im deutschen Lebensmitteleinzelhandel
2.2 Grundlagen des Online-Shoppings
2.2.1 Definition und Abgrenzung des Online-Shoppings
2.2.2 Marktformen des Online-Shoppings
3 DIE ENTWICKLUNG VON ONLINE-SHOPPING IM LEBENSMITTELEINZELHANDEL
3.1 Eignung von Lebensmitteln für das Online-Shopping
3.2 Mehrwert einer Online-Distribution
3.3 Erfolgsanalyse ausgewählter Online-Shops für Lebensmittel
3.3.1 Erfolgreiche Modelle
3.3.2 Nicht-erfolgreiche Modelle
3.4 Status Quo der europäischen Online-Shops für Lebensmittel
4 SITUATIONSANALYSE DER VORAUSSETZUNGEN VON ONLINE-SHOPS FÜR LEBENSMITTEL IN DEUTSCHLAND
4.1 Umweltanalyse
4.1.1 Makro-ökonomische Umwelt
4.1.2 Sozio-demographische Umwelt
4.1.3 Politisch-rechtliche Umwelt
4.1.4 Technologische Umwelt
4.1.5 Natürliche Umwelt
4.2 Branchenanalyse
4.2.1 Substitutionswirkung von Online-Shops auf den traditionellen Lebensmitteleinzelhandel
4.2.1.1 Produktpolitik
4.2.1.2 Preispolitik
4.2.1.3 Distributionspolitik
4.2.1.4 Kommunikationspolitik
4.2.2 Kundenanalyse
4.2.3 Konkurrenzanalyse
4.2.4 Analyse der potentiellen Anbieter nach Branchenzugehörigkeit
4.2.4.1 Lebensmitteleinzelhandel
4.2.4.2 Lebensmittelhersteller
4.2.4.3 Versandhändler
4.2.4.4 Internethändler
4.2.5 Lieferantenanalyse
4.3 Zusammenfassung der Hypothesen und Erkenntnisse
5 EMPIRISCHE ANALYSE
5.1 Kundenbefragung
5.1.1 Prämissen und Durchführung der Befragung
5.1.2 Aufbau des Fragebogens und Stichprobe
5.2 Handelsbefragung
5.2.1 Prämissen und Durchführung der Befragung
5.2.2 Aufbau des Fragebogens
5.3 Analysemethoden
5.4 Überprüfung der empirischen Ergebnisse
5.4.1 Repräsentativität der Umfrage
5.4.2 Voruntersuchung
5.4.3 Untersuchung der Hypothesen
5.4.4 Zusammenfassung der Hypothesen
6 SCHLUSSFOLGERUNG
6.1 Bewertung der Erkenntnisse und Hypothesen
6.2 Erfolgsaussichten
Die vorliegende Arbeit untersucht die Erfolgsaussichten von Online-Shops im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, um zu klären, ob ein Markteintritt in diesem Sektor ökonomisch sinnvoll und erfolgversprechend sein kann.
3.3.1 Erfolgreiche Modelle
Untersucht werden nachfolgend die beiden weltweit größten Online-Shops für Lebensmittel. Tesco, die britische Lebensmittelkette, ist mit einem eigenen Webauftritt bereits der größte Online-Shop für Lebensmittel weltweit. Peapod ist der größte amerikanische Online-Anbieter für Lebensmittel und begann dort als reines Internet-Start-Up.
Tesco erwirtschaftete im Jahr 2004 einen Jahresumsatz von 719 Mio. Pfund. Alleine gegenüber dem Vorjahr betrug das Umsatzwachstum 24 Prozent. Dies erreichte Tesco mit 150.000 angenommenen Bestellungen pro Woche. Nahezu 750.000 Kunden bestellten alleine an Weihnachten 2004 online bei Tesco Lebensmittel und Non-Food Artikel.
Tescos Credo lautet: “Creating value for the customers, to earn their lifetime loyality.” Folglich soll ein Mehrwert für den Kunden geschaffen werden, um damit eine lebenslange Kundenbindung zu erreichen. Das erreicht Tesco nicht nur durch sein Online-Angebot, sondern auch durch differenzierten Service. Tesco bietet die Plattform eDiets an, welche es Online-Kunden erlaubt, die Einkäufe auf ihre persönliche Diät nach verschiedenen Mustern abzustimmen. Den Kunden wird auch Unterstützung dabei angeboten, ihre Diätziele zu erreichen.
Ein weiteres Erfolgskonzept von Tesco ist das „Store Picking“. Dabei werden die Aufträge der Kunden in der nächstgelegenen Filiale IT-gestützt zusammengesetzt. Obwohl Tesco noch mehr Mitarbeiter dafür einstellen musste, war dieses Konzept in der Startphase kostengünstiger als zentrale Kommissionierzentren zu errichten. Das Anfangsgeschäft baut also auf der vorhandenen Infrastruktur von Tesco auf. Damit ist Tesco langsam ins Online-Geschäft gewachsen, ohne riesige Anfangsinvestitionen zu tätigen. Mittlerweile ist Tesco auf ein System umgestiegen, welches sowohl auf der Ladenkommissionierung als auch auf Kommissionierzentren basiert, je nachdem in welchem Gebiet der Kunde bestellt.
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik des Online-Lebensmittelhandels und Darlegung der Forschungsabsicht.
2 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN: Definition des Lebensmitteleinzelhandels sowie Klärung der Begriffe und Marktformen des Online-Shoppings.
3 DIE ENTWICKLUNG VON ONLINE-SHOPPING IM LEBENSMITTELEINZELHANDEL: Untersuchung der Eignung von Lebensmitteln für das Internet, Analyse von Fallbeispielen und Status Quo in Europa.
4 SITUATIONSANALYSE DER VORAUSSETZUNGEN VON ONLINE-SHOPS FÜR LEBENSMITTEL IN DEUTSCHLAND: Detaillierte Umwelt- und Branchenanalyse zur Ermittlung von Erfolgsfaktoren in Deutschland.
5 EMPIRISCHE ANALYSE: Validierung der aufgestellten Hypothesen durch Kunden- und Handelsbefragungen sowie statistische Auswertung.
6 SCHLUSSFOLGERUNG: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse sowie Prognose der Erfolgsaussichten.
Online-Shopping, Lebensmitteleinzelhandel, LEH, E-Commerce, Convenience, Kundenbindung, Distributionslogistik, Kommissionierung, Marktanteil, Online-Handel, Verbraucherverhalten, Lebensmittelsortiment, Deutschland, Erfolgsfaktoren, Unternehmensanalyse.
Die Diplomarbeit untersucht die Erfolgsaussichten und Rahmenbedingungen für die Einführung von Online-Shops, die Lebensmittel in Deutschland vertreiben.
Die Schwerpunkte liegen auf der Eignung von Lebensmitteln für den elektronischen Handel, der Analyse der deutschen Marktstrukturen und den logistischen Anforderungen.
Das Ziel ist es, auf Basis von Umwelt- und Branchenanalysen sowie einer empirischen Studie zu beurteilen, ob ein nachhaltiger und profitabler Online-Handel mit Lebensmitteln in Deutschland möglich ist.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche mit einer empirischen Analyse, bestehend aus einer Kundenbefragung (n=128) und einer Händlerbefragung (n=5).
Der Hauptteil gliedert sich in die konzeptionellen Grundlagen, die Analyse der Erfolgsmodelle (z.B. Tesco, Peapod), die detaillierte Situationsanalyse für Deutschland und die empirische Überprüfung von 20 Hypothesen.
Zu den Kernbegriffen zählen Online-Shopping, LEH, Convenience, Distributionslogistik, Kundenbindung und Erfolgsfaktoren.
Die Logistik ist laut der Arbeit ein kritischer Erfolgsfaktor. Besonders die unterbrechungsfreie Kühlkette, hohe Investitionen in Kommissionierzentren und die Herausforderung der "letzten Meile" stellen hohe Anforderungen an Anbieter.
Dies sind identifizierte Zielgruppen, die aufgrund ihres Zeitmangels, ihres Einkommens und ihrer Technikaffinität das größte Potential für den Online-Lebensmittelkauf in Deutschland bieten.
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