Masterarbeit, 2019
67 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Theoretische Fundierung von digitaler Kommunikation
2.1 Konventionelle und digitale Kommunikation
2.2 Internetbasierte Kommunikation
2.3 Soziale Medien und soziale Netzwerke
III. Linguistischer Hintergrund zum Thema digitale Kommunikation
3.1 Mündlichkeit und Schriftlichkeit
3.2 Sprachliche Besonderheiten in der digitalen Kommunikation
3.3 Linguistische Merkmale der Kommunikation in sozialen Netzwerke
3.3.1 Schreibphänomene mit ökonomischen Funktionen
3.3.1.1 Lexikalische Kurzformen
3.3.1.2 Syntaktische Kurzformen
3.3.1.3 Tippfehler
3.3.1.4 Groß- und Kleinschreibung
3.3.1.5 Interpunktion
3.3.2 Schreibphänomene mit hohem Grad an konzeptioneller Mündlichkeit
3.3.2.1 Wortfinale und wortinitiale Tilgungen
3.3.2.2 Reduktionen
3.3.2.3 Enklisen
3.3.2.4 Interjektionen
3.3.2.5 Nicht-Standard-Ausdrücke
3.3.3 Graphostilistische Mittel
3.3.3.1 Emoticons und Emojis
3.3.3.2 Iterationen
3.3.3.3 Majuskeln
3.3.3.4 Adressierungen
IV. Korpus und Methodik
V. Auswertung
5.1 #Bottlecapchallenge
5.2 #Pranks
5.3 #Ballonfisch
5.4 #Miasanmia
5.5 #Politik
VI. Fazit
VII. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die linguistischen Besonderheiten der schriftlichen, internetbasierten Kommunikation auf der Social-Media-Plattform TikTok. Ziel ist es, durch eine korpuslinguistische Analyse der Kommentarbereiche zu identifizieren, welche sprachlichen Phänomene bei der Online-Kommunikation dominieren und welche Funktionen diese in der digitalen Interaktion erfüllen.
3.3.1.1 Lexikalische Kurzformen
Lexikalische Kurzformen spielen bei der Zeitersparnis für die Informationseingabe eine bedeutende Rolle. Es sollte jedoch beachtet werden, dass die Verkürzung eines Wortes das Verständnis des Lesers für das Wort und die ganze Nachricht nicht beeinträchtigen soll. (Schnitzer 2013: 76, Schmidt 2006: 327) Das bedeutet, dass die Kurzform eines Wortes entweder den Teil der Wortwurzel behalten muss, der die ursprüngliche Bedeutung des Wortes ausdrücken kann, oder schon häufig in digitaler Kommunikation verwendet und weitverbreitet von den Internetnutzern akzeptiert wird. Als die typischen Formen von lexikalischen Kurzformen gelten die Abkürzung und das Akronym.
Im weiteren Sinne umfasst der Begriff von Abkürzung alle verkürzten Formen von Wörtern und Wortgruppen. Das Akronym gilt als eine der sprachlichen Formen von Abkürzung. In der linguistischen Untersuchung zur digitalen Kommunikation beschränkt sich der Begriff von Abkürzung allerdings ausschließlich auf die Verkürzung von Wörtern. Eine übliche Form der Abkürzung in der alltäglichen digitalen Kommunikation besteht darin, nur einige Buchstaben in einem Wort zu belassen und am Ende einen Punkt hinzuzufügen, z. B. ‚Mo.‘ für Montag oder ‚Dr.‘ für Doktor zu schreiben. In manchen Fällen kann auch der Punkt am Ende weggelassen werden.
I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der digitalen Kommunikation im Alltag ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen zur Untersuchung sprachlicher Besonderheiten auf Social-Media-Plattformen.
II. Theoretische Fundierung von digitaler Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Kommunikationsmodelle und grenzt die Begriffe internetbasierte Kommunikation, soziale Medien und soziale Netzwerke voneinander ab.
III. Linguistischer Hintergrund zum Thema digitale Kommunikation: Hier werden die Begriffe Mündlichkeit und Schriftlichkeit theoretisch hergeleitet und die spezifischen Schreibphänomene der digitalen Kommunikation detailliert klassifiziert.
IV. Korpus und Methodik: Dieses Kapitel stellt TikTok als Datenquelle vor und beschreibt das methodische Vorgehen bei der korpuslinguistischen Untersuchung der Kurzkommentare.
V. Auswertung: In diesem Kapitel werden die gesammelten Daten aus fünf verschiedenen Teilkorpora systematisch nach verschiedenen Schreibphänomenen analysiert und die Ergebnisse vergleichend dargestellt.
VI. Fazit: Das Fazit fasst die empirischen Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und reflektiert die Auswirkungen der digitalen Kommunikation auf die deutsche Schriftsprache.
Digitale Kommunikation, Internetbasierte Kommunikation, Soziale Netzwerke, TikTok, Korpuslinguistik, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Schreibphänomene, Sprachökonomie, Emojis, Graphostilistik, Sprachwandel, Konzeptionelle Mündlichkeit, Interaktion, Online-Kommunikation
Die Arbeit analysiert die sprachlichen Merkmale schriftlicher Online-Kommunikation auf der Plattform TikTok und deren Entwicklung im Vergleich zur konventionellen Sprache.
Die Schwerpunkte liegen auf der Sprachökonomie, der konzeptionellen Mündlichkeit in schriftlichen Texten sowie der Verwendung nonverbaler Ausdrucksmittel wie Emojis.
Die Arbeit untersucht, welche sprachlichen Besonderheiten sich in der Kommunikation in sozialen Netzwerken ergeben, welche Formen am häufigsten vorkommen und welche Funktionen diese erfüllen.
Es wird ein korpuslinguistischer Ansatz gewählt, bei dem 200 Kurzkommentare zu fünf verschiedenen Videothemen systematisch nach kategorialen Schreibphänomenen ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine linguistische Einordnung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit sowie die detaillierte empirische Auswertung des Korpus.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Digitale Kommunikation, Sprachökonomie, Konzeptionelle Mündlichkeit, Graphostilistik und Soziale Netzwerke.
Die Studie zeigt, dass TikTok durch einen sehr hohen Anteil an graphostilistischen Mitteln (Emojis) und eine Tendenz zum interaktionsorientierten Schreiben bei gleichzeitigem Auftreten von Schnellschreibfehlern geprägt ist.
Emojis fungieren als Ersatz für nonverbale Signale wie Mimik und Gestik, die in der räumlich distanzierten digitalen Kommunikation fehlen, und dienen teils sogar als Symbole für komplexe Inhalte.
Diese Fehler sind im untersuchten Korpus sehr präsent und werden meist als Mittel zur Sprachökonomie interpretiert, um die Geschwindigkeit der Informationsübertragung zu erhöhen.
Trotz der rein medial schriftlichen Form weist die digitale Kommunikation auf TikTok durch ihre informelle Natur einen überraschend hohen Grad an konzeptioneller Mündlichkeit auf.
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