Bachelorarbeit, 2019
42 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung:
2. Problemdarstellung
2.1 Situationsbetrachtung in deutschen Notaufnahmen
2.2 Schnittstellen der Notaufnahme
3. Notfallversorgung in Deutschland:
3.1 Institution Rettungsdienst
3.2 Institution Krankenhaus
4. Profession
4.1 Profession Rettungsdienst:
4.2 Profession Pflegekraft:
4.2.1 Profession Notfallpflegekraft
4.3 Zusammenfassung
5. Kommunikation
5.1 Kommunikation im Alltag
6. Eskalation
6.1 Kommunikationsprobleme an der Schnittstelle
6.2 Risikomanagement an der Schnittstelle:
6.3 Mitarbeiterzufriedenheit:
7. Lösungsansätze
7. 1 Konzeptentwicklung
7.2 Leitlinien
7.3 Versorgungsnachweis
7. 4 Projekte
7.5 Übergabeschemata
7.6. Fortbildungen
7.7 weitere Ansätze
7.8 Zusammenfassung
8. Fazit:
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Kommunikation an der Schnittstelle zwischen dem Rettungsdienst und der klinischen Notaufnahme, um Ansätze zur Verbesserung der interdisziplinären Kooperation und der Patientensicherheit aufzuzeigen.
6.1 Kommunikationsprobleme an der Schnittstelle
Die Übergabe des Notfallpatienten in der Notaufnahme ist auch immer eine interprofessionelle Übergabe, an der mindestens zwei Berufsgruppen beteiligt sind. Unterschiedliche Erwartungen der Beteiligten führen mitunter zu Missverständnissen und Unzufriedenheit.
Nicht selten vermissten Rettungsdienstmitarbeiter an dieser Stelle das aktive Zuhören bei den Pflegekräften und fühlten sich herablassend behandelt. Das Personal der Notaufnahme beschreibt die Übergaben als zu lang und detailreich. In einer Untersuchung von Evans et al. wurde ermittelt, dass nur 34% der mündlich übermittelten Informationen auch vom Pflegpersonal wiedergegeben werden konnten. Hieraus wird deutlich, dass eine schriftliche Dokumentation unbedingt notwendig ist (vgl Evans et. al, zit n. Schacher et. al, 2019, S.6).
Durch fehlende Akzeptanz der unterschiedlichen Qualifikationen des Gegenübers entstehen bei der Übergabe mögliche Fehlerquellen. So stehen Beziehungsaspekte und Machtdemonstrationen einer adäquaten professionellen Übergabe von einem Element der Rettungskette an das nächste im Weg (vgl. Luxem et. al 2016, S. 351).
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Patientenübergabe und die daraus resultierenden kommunikativen Herausforderungen zwischen Präklinik und Klinik.
2. Problemdarstellung: Beleuchtet die aktuelle Überlastungssituation in Notaufnahmen und die Komplexität der Schnittstellenproblematik.
3. Notfallversorgung in Deutschland: Definiert die Rollen von Rettungsdienst und Krankenhaus als zentrale Akteure in der Rettungskette.
4. Profession: Analysiert die beruflichen Rollenbilder von Rettungsdienstpersonal und Pflegekräften sowie deren Qualifikationen.
5. Kommunikation: Erläutert kommunikationstheoretische Grundlagen und deren Anwendung auf den Alltag in der Notaufnahme.
6. Eskalation: Diskutiert Ursachen für Kommunikationsprobleme, Risiken für die Patientensicherheit und die Auswirkungen auf die Mitarbeiterzufriedenheit.
7. Lösungsansätze: Stellt verschiedene Strategien zur Schnittstellenoptimierung vor, darunter Übergabeschemata und interprofessionelle Fortbildungskonzepte.
8. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer strukturierten Zusammenarbeit zur Sicherung der Patientenversorgung.
Notaufnahme, Rettungsdienst, Kommunikation, Schnittstellenmanagement, interprofessionelle Zusammenarbeit, Patientensicherheit, Notfallversorgung, Übergabeprozess, Risikomanagement, Notfallpflege, Qualifikation, Teamarbeit, Übergabeschemata, Mitarbeiterzufriedenheit, Versorgungsnachweis.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Verbesserung der Kommunikation zwischen Rettungsdienst und Notaufnahme, um die Patientenversorgung und Zusammenarbeit zu optimieren.
Die zentralen Themen umfassen Kommunikationsmodelle, berufliche Identität, Ursachen für Konflikte an Schnittstellen sowie konkrete Lösungsansätze zur Prozessverbesserung.
Ziel ist es, die bestehenden Schwierigkeiten an der Schnittstelle zwischen Rettungsdienst und Klinik zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Kooperation und Patientensicherheit durch strukturierte Maßnahmen gesteigert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Studien und Konzepte zur Notfallversorgung und interprofessionellen Kommunikation ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu Kommunikation und professionellen Rollen vor allem die Ursachen für eskalierende Kommunikationsprobleme und bestehende Lösungsansätze, wie Schemata und Simulationstrainings, analysiert.
Kernbegriffe sind Notaufnahme, Rettungsdienst, interprofessionelle Kommunikation, Schnittstellenmanagement und Patientensicherheit.
Übergabeschemata wie MIST oder ISBAR dienen als standardisierte Merkhilfen, um Informationsverluste während der Patientenübergabe zu minimieren und die Behandlungsqualität zu sichern.
Da 60% der unerwünschten Ereignisse im Kliniksetting auf Kommunikationsprobleme zurückzuführen sind, ist ein systematisches Risikomanagement essenziell, um lebensbedrohliche Fehler zu vermeiden.
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