Fachbuch, 2020
75 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
2.1 Konsumentenverhalten
2.2 Globalisierung
2.3 Digitaler Wandel
2.4 Trendanalyse
3 Supply Chain Collaboration
3.1 Bedeutung des SCM
3.2 Kooperationen in der Beschaffung
3.3 Vom Push- zum Pull-Prinzip
3.4 ECR
3.4.1 Grundlage und Ansatz
3.4.2 Modelle und Abgrenzung
4 CPFR als Weiterentwicklung des ECR
4.1 Die Entstehung des CPFR
4.2 Definition
4.3 Funktionsweise und Prozessmodell
4.4 Erfolgsfaktoren
4.5 Informationstechnologien als Grundvoraussetzung
4.6 Effizienzvorteile
5 CPFR in der Praxis
5.1 Technologien als Enabler für das CPFR
5.2 Kritikpunkte
5.3 Praxisbeispiele
5.4 Bewertung, Annahmen und Herausforderungen
6 Zukunftsperspektiven des CPFR
6.1 Rationalisierungsgrenzen
6.2 Rationalisierungspotenziale
6.3 Mögliche Weiterentwicklung und Ausblick
7 Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Analyse des aktuellen Status quo des "Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment" (CPFR) Modells in der Praxis, unter Einbeziehung der Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen theoretischen Vorteilen und der tatsächlichen Implementierung und befasst sich mit den Zukunftsperspektiven des Modells im Kontext der Digitalisierung.
3.3 Vom Push- zum Pull-Prinzip
Mit dem Übergang vom Push- zum Pull-Prinzip ist der Wechsel vom Verkäufer- zum Käufermarkt gemeint. Die Macht auf dem Markt geht also vom Verkäufer auf den Käufer über. Nach dem traditionellen Push-Prinzip ‚drückt‘ der Verkäufer bzw. das Liefersystem (Hersteller, Großhändler und Einzelhändler) das Produkt in den Markt und gibt das Angebot vor. Aufgrund langfristiger Planung und Prognose werden Produkte in hoher Anzahl hergestellt und es werden Lagerbestände aufgebaut, ohne die tatsächlichen Abverkäufe zu berücksichtigen. Diese Form findet Einsatz, wenn die Produktions- und Liefersysteme nicht transparent und flexibel genug sind, sodass ein schnelles Umrüsten und die Herstellung kleiner Mengen zu hohen Kosten führen.
Aus diesem Grund versuchen die Händler z. B. durch Sonderangebote, eine hohe Menge an Produkten in den Einzelhandel zu ‚drücken‘. Es resultieren hohe Transportkosten, kostenaufwendige Produktionsspitzen und die Kapazitäten sind überlastet. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit an Verkaufsflächen entsteht ein hoher Verkaufsdruck. Die Händler müssen die Waren reduzieren, um die Nachfrage zu steigern, damit kein Verfall entsteht. Die Folgen sind, dass sowohl Industrie als auch Handel mit einem Wertverlust rechnen müssen und die Kunden Waren nur noch im Rahmen von Sonderangeboten und reduzierten Preisen kaufen.
Um diese Problematik zu vermeiden, wird der Versorgung zunehmend gemäß dem Pull-Prinzip umgestaltet. Dieses ist gekennzeichnet durch die Macht des Käufers. Der ‚zieht‘ nun das Produkt nach seinen Bedürfnissen und Vorstellungen in den Markt. Er gibt also vor, welches Produkt er in welcher Art und Weise haben möchte.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung im Kontext der Volatilität und Digitalisierung sowie die Zielsetzung der Arbeit, den Status quo des CPFR zu untersuchen.
2 Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Es wird analysiert, wie sich verändertes Konsumentenverhalten, Globalisierung und digitaler Wandel auf Unternehmen auswirken und welche Bedeutung die Logistik in diesem Umfeld erhält.
3 Supply Chain Collaboration: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zu Supply Chain Management, Kooperationen und dem ECR-Konzept, das die Basis für das CPFR bildet.
4 CPFR als Weiterentwicklung des ECR: Hier werden die Entstehung, Definition, das komplexe Prozessmodell, die Erfolgsfaktoren sowie die technologischen Voraussetzungen des CPFR-Modells ausführlich vorgestellt.
5 CPFR in der Praxis: Dieses Kapitel beleuchtet die aktuelle Umsetzung von CPFR, analysiert Kritikpunkte sowie Praxisbeispiele und bewertet den Status quo kritisch.
6 Zukunftsperspektiven des CPFR: Es werden Rationalisierungsgrenzen und -potenziale im Zuge der Digitalisierung identifiziert und Ansätze für eine technologische Weiterentwicklung der Supply Chain Collaboration diskutiert.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Modells, wobei die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis betont und ein Ausblick gegeben wird.
Supply Chain Management, CPFR, ECR, Kooperation, Digitalisierung, Prozessmodell, Konsumentenverhalten, Logistik, Informationstechnologie, Datentransparenz, Globalisierung, Prozessoptimierung, Warennachschub, Automatisierung, Supply Chain Collaboration
Die Arbeit untersucht das Modell des "Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment" (CPFR) als Instrument des Supply Chain Managements zur effizienten Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel.
Zu den zentralen Themen gehören die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts (Globalisierung, Digitalisierung), die theoretischen Grundlagen des SCM, die Funktionsweise des CPFR sowie dessen praktische Anwendung und Zukunftsaussichten.
Das Ziel ist die Darstellung des Status quo des CPFR-Modells in der Praxis, die Identifikation von Gründen für dessen eingeschränkte Verbreitung und die Analyse zukünftiger Entwicklungsperspektiven.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung aktueller Studien sowie der Analyse von Praxisbeispielen und Trendanalysen im Bereich Supply Chain Management.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung über ECR, die detaillierte Vorstellung des CPFR-Prozessmodells, die Analyse der praktischen Anwendung und die Diskussion von Rationalisierungspotenzialen und Grenzen durch neue Technologien.
Wichtige Begriffe sind SCM, CPFR, ECR, Kollaboration, Digitalisierung, Prozessoptimierung und Datentransparenz.
Informationstechnologien gelten als unverzichtbare Enabler. Ohne kompatible Systeme und automatisierten Datenaustausch kann die kooperative Planung und Synchronisation der Prozesse nicht effizient realisiert werden.
Die Arbeit identifiziert hohe Investitionskosten, Komplexität bei der Implementierung, mangelnde Datenpreisgabe der Partner und fehlende organisatorische Flexibilität als Haupthindernisse.
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