Masterarbeit, 2019
75 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Aufbau
2. Organisation und Aufgaben einer sich wandelnden öffentlichen Jugendhilfe
2.1 Sozialpolitik auf lokaler Ebene
2.2 Gliederungsstruktur der kommunalen Sozialverwaltung
2.3 Organisation und Aufgaben der öffentlichen Jugendhilfe
2.4 Krisenerscheinungen der öffentlichen Jugendhilfe
2.5 Die öffentliche Jugendhilfe im Wandel
2.6 New Public Management in der öffentlichen Jugendhilfe
2.7 Instrumente der „Neuen Steuerung“ in der öffentlichen Jugendhilfe
2.8 Zwischenfazit
3. Management in der öffentlichen Jugendhilfe
3.1 Management – Grundlegendes
3.2 Sozialmanagement und Sozialwirtschaft
3.3 Management in der öffentlichen Jugendhilfe
3.4 Zwischenfazit
4. Die mittlere Leitungsebene in der öffentlichen Jugendhilfe
4.1 Die Rolle von Leitung in Organisationen
4.2 Entstehung von Stellen in der öffentlichen Jugendhilfe
4.3 Die mittlere Leitungsebene innerhalb der Organisation
4.4 Zwischenfazit
5. Management Anforderungen an die mittlere Leitungsebene in der öffentlichen Jugendhilfe
5.1 Management Anforderungen an fachliche Steuerungsmodalitäten
5.2 Führen als Managementaufgabe in der öffentlichen Jugendhilfe
5.2.1 Organisationsbezogene Steuerung
5.2.1.1 Das Leitbild
5.2.1.2 Ziele setzen und Prioritäten bestimmen
5.2.1.3 Strategien umsetzen
5.2.1.4 Führung durch schriftliche Veranlassungen, Handlungsanweisungen und gesetzliche Rahmenbedingungen
5.2.1.5 Führung durch Symbolbezug
5.2.2 Personen- und gruppenbezogene Steuerung
5.2.2.1 Führungsstil in der öffentlichen Jugendhilfe
5.2.2.2 Mitarbeiter entwickeln und motivieren
5.2.2.3 Das Mitarbeiter-/Kooperationsgespräch
5.2.2.4 Information als Managementaufgabe
5.3 Reflexion und Gestaltung der Außenbezüge
5.4 Betriebswirtschaftliche Steuerung
5.4.1 Budgetierung und Kontraktmanagement
5.4.2 Controlling
5.5 Rechtliche Steuerungsmodalitäten
6. Fazit
6.1 Erkenntnisse
6.2 Beantwortung der Forschungsfrage
Die Arbeit untersucht die spezifischen Managementanforderungen an die mittlere Leitungsebene innerhalb der öffentlichen Jugendhilfe. Das Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Anforderungsprofil zu erstellen, das die Schnittstellenfunktion dieser Ebene zwischen bürokratischer Verwaltung und professioneller Sozialarbeit berücksichtigt.
5.2.1 Organisationsbezogene Steuerung
Die organisationsbezogene Steuerung spielt wie bereits beschreiben in bürokratischen Organisationssystemen traditionell eine hervorgehobene Rolle, denn diese sind unter anderem doch einen hohen Formalisierungs- und Strukturierungsgrad gekennzeichnet. Der organisationsbezogenen Steuerung kommt daher im Kontext der öffentlichen Jugendhilfe eine hohe Bedeutung zu, denn mithilfe von Strukturen lassen sich MitarbeiterInnen zielbezogen beeinflussen, ohne dass die Führungskraft diesen Einfluss direkt ausübt. Es sind die der Organisation immanenten Strukturen selbst, die die Aktivitäten der MitarbeiterInnen koordinieren und steuern (Rosenstiel, 2010, S. 3).
Um diese Steuerungsfunktion ausüben zu können, müssen die Strukturen und die Funktionsweise der eigenen Organisation analysiert werden und Ansatzpunkte für die systematische Gestaltung gefunden und erarbeitet werden. Es geht also darum, die internen Organisationsstrukturen (formale und informale) und die innere Organisationkultur wahrzunehmen und gezielte und reflektierte Steuerungsimpulse zu deren Gestaltung und Beeinflussung zu geben (Merchel, 2009, S. 133).
Bezogen auf eine Leitungsstelle des mittleren Managements in der öffentlichen Jugendhilfe, sind formale organisationsbezogene Steuerungsmöglichkeiten oft bereits in der Organisation vorhanden. Zu diesen gehören häufig Leitbilder, Verfahrensvorschriften, Organigramme, Stellenbeschreibungen, Handlungsanweisungen, Leitlinien etc. Andere müssen für den eigenen Bereich oder einzelne Teilbereiche erarbeitet oder angepasst werden. Häufig trifft dies auf Konzeptionen und einrichtungsspezifische Handlungsanweisungen sowie Ziele zu. Im Folgenden sollen die wesentlichen organisationsbezogenen Steuerungsmodi für die öffentliche Jugendhilfe dargestellt werden:
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Mangel an spezifischer Fachliteratur zum Management in der öffentlichen Jugendhilfe und skizziert die methodische Vorgehensweise zur Beantwortung der Forschungsfrage.
2. Organisation und Aufgaben einer sich wandelnden öffentlichen Jugendhilfe: Dieses Kapitel analysiert die Einbindung der Jugendhilfe in kommunale Verwaltungsstrukturen und die Auswirkungen der "Neuen Steuerung".
3. Management in der öffentlichen Jugendhilfe: Es erfolgt eine theoretische Einordnung von Managementkonzepten sowie eine Abgrenzung und Verknüpfung von Sozialmanagement und öffentlicher Verwaltung.
4. Die mittlere Leitungsebene in der öffentlichen Jugendhilfe: Das Kapitel befasst sich mit der bürokratischen Aufbauorganisation, der Entstehung von Stellen und der spezifischen Rolle der mittleren Leitungsebene.
5. Management Anforderungen an die mittlere Leitungsebene in der öffentlichen Jugendhilfe: Hier wird anhand einer fiktiven Arbeitsplatzbeschreibung und der Steuerungsmodi von Merchel ein detailliertes Anforderungsprofil erarbeitet.
6. Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage zur Rolle der mittleren Führungsebene.
Öffentliche Jugendhilfe, Management, Mittlere Leitungsebene, Sozialmanagement, Neue Steuerung, Verwaltungsmodernisierung, Führung, Organisationsentwicklung, Fachliche Steuerung, Qualitätsmanagement, Sozialwirtschaft, Personalmanagement, Bereichsleitung, Controlling, Jugendamt
Die Arbeit analysiert die speziellen Anforderungen, denen sich die mittlere Leitungsebene in der öffentlichen Jugendhilfe gegenübersieht, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen klassischer bürokratischer Verwaltung, neuen Steuerungsinstrumenten und den fachlichen Anforderungen der Sozialen Arbeit.
Das primäre Ziel ist die Identifikation der speziellen Managementanforderungen, die für eine erfolgreiche Ausgestaltung der mittleren Führungsebene im Kontext der öffentlichen Jugendhilfe notwendig sind.
Die Autorin nutzt eine Analyse aktueller Fachliteratur in Kombination mit eigenen Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag einer Einrichtungsleitung zur Herleitung der Managementanforderungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der organisationalen Rahmenbedingungen, theoretische Managementkonzepte, die spezifische Rollenbeschreibung der mittleren Ebene sowie ein mehrdimensionales Steuerungsmodell nach Merchel.
Zentrale Begriffe sind Jugendhilfe, Management, mittlere Leitungsebene, Neue Steuerung und Sozialmanagement.
Sie fungiert als Bindeglied zwischen den strategischen Vorgaben des Top-Managements und der operativen Ebene, wobei sie fachliche und disziplinarische Verantwortung übernimmt.
Es dient dazu, Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen einer Stelle so auszubalancieren, dass Konflikte zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern minimiert werden.
Sie führt verstärkt betriebswirtschaftliche Instrumente wie Budgetierung, Controlling und Zielvereinbarungen in ein Feld ein, das traditionell durch Verwaltungsrecht geprägt war.
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