Masterarbeit, 2019
87 Seiten, Note: 5.0
1 Einleitung
1.1 Zweck der Arbeit und Themenabgrenzung
2 Theorieteil und Stand der Forschung
2.1 Begrifflichkeiten
2.3 Motivation
2.3.1 Verhaltensausrichtung, Persistenz und Verhaltensintensität
2.3.2 Werbewirkungsmodelle und Einstellungsänderung
2.4 Emotion
2.4.1 Was sind Emotionen?
2.4.2 Wozu gibt es Emotionen?
2.4.3 Wie entstehen Emotionen?
2.4.3.1 Behaviorale Ansätze: Angeborene Reaktionsbereitschaft
2.4.3.2 Kognitive Ansätze: Psychologische Erklärungsansätze
2.4.4 Emotionsinduktion
2.5 Spendenmailing
2.5.1 Non-Profit-Organisationen
2.5.2 Fundraising
2.6 Spendenmotivation
2.7 Zusammenfassung & Konklusion
3 Methodenteil
3.1 Untersuchungen, Methodik & Operationalisierung
3.1.1 Untersuchung 1: Feldexperiment
3.1.2 Untersuchung 2: Befragung
3.2 Dokumentation und Ergebnisse
3.2.1 Untersuchung 1: Feldexperiment
3.2.2 Untersuchung 2: Befragung
3.3 Methodische Abgrenzung
3.3.1 Untersuchung 1: Feldexperiment
3.3.2 Untersuchung 2: Befragung
4 Auswertungsteil
4.1 Diskussion der Ergebnisse
4.1.1 Untersuchung 1: Feldexperiment
4.1.2 Untersuchung 2: Befragung
4.2 Handlungsempfehlungen
4.2.1 Untersuchung 1: Feldexperiment
4.2.2 Untersuchung 2: Befragung
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hypothese, ob positive Emotionsindikatoren in Spendenmailings eine stärkere aktivierende Wirkung auf die Spendenmotivation entfalten als negative Indikatoren. Hierzu wird ein Feldexperiment durchgeführt, ergänzt durch eine Expertenbefragung unter den 40 grössten zewozertifizierten Non-Profit-Organisationen, um Erkenntnisse über wirksame Kommunikationsstrategien im Fundraising zu gewinnen.
2.4 Emotion
Bei Wissenschaftlern ist die Auffassung verbreitet, dass Emotionen natürliche “Dinge” sind. Vergleichbar ist dies mit den Atomteilchen in der Physik oder den chemischen Elementen in der Chemie. Die Theorie besagt, dass Ereignisse Emotionen auslösen können. Die Emotionen hingegen lösen anschliessend Gefühle, Verhalten oder physiologische Veränderungen aus (vgl. Schmidt-Atzert, Peper & Stemmler, 2014; Barrett, Mesquita, Ochsner & Gross, 2007).
Andere Wissenschaftler vertreten eine gegenteilige Position. Sie betrachten Emotionen nicht als natürliche “Dinge”, sondern als Schöpfung des Menschen. Der Mensch sucht nach Erläuterung und Erklärung für bestimmte Reaktionen. Für Reaktionen des Menschen, wie zum Beispiel Gefühle, Verhalten oder physiologische Veränderungen werden im Nachhinein Emotionen als Ursache gesehen.
Der Autor ist der Meinung, dass sich diese zwei Theorien nicht widersprechen, sondern eher ergänzen. Emotionen als natürliche Phänomene, welche durch die soziale Konstruktion/Definition auf die drei Komponenten (Gefühl, Verhalten, physiologische Veränderung) wirken.
Gemäss Barrett existieren Emotionen, weil Menschen bestimmte Verhaltensweisen, Gefühle usw. analysieren, in Gruppen, wie zum Beispiel “Ärger”, “Freude” oder “Ekel” zusammenfassen und so Gegebenheiten damit versuchen zu erklären. Solche Emotionskonzepte können nur bestehen, wenn eine Gruppe von Menschen sich einig ist und diese so definiert. Somit kann es auch kulturspezifische Differenzen in Emotionskonzepten geben (vgl. Schmidt-Atzert, Peper & Stemmler, 2014; Barrett, 2006).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Emotionen in der modernen Werbung, insbesondere im Bereich der Non-Profit-Organisationen, und definiert die Kernfragen der Arbeit.
2 Theorieteil und Stand der Forschung: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit theoretisch durch die Analyse von Motivations- und Emotionsmodellen sowie deren Bedeutung für das Fundraising und die Spendenmotivation.
3 Methodenteil: Der methodische Abschnitt dokumentiert das Design der beiden Untersuchungen, bestehend aus einem Feldexperiment und einer Expertenbefragung, sowie die Ansätze zu deren Operationalisierung.
4 Auswertungsteil: Hier werden die Ergebnisse des Feldexperiments und der Expertenbefragung diskutiert, interpretiert und in Form von Handlungsempfehlungen für Forschung und Praxis aufbereitet.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet das Scheitern oder die Bestätigung der Hypothesen und bietet einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschungsschritte.
Spendenmailing, Spendenmotivation, Emotionsinduktion, Non-Profit-Organisation, Fundraising, Motivation, Emotion, Feldexperiment, Expertenbefragung, Einstellungsänderung, Werbewirkungsmodell, Geschlechterunterschiede, Positive Emotionen, Negative Emotionen, Aktivierung
Die Arbeit untersucht, wie positive im Vergleich zu negativen Emotionsindikatoren in Spendenmailings die Spendenmotivation beeinflussen.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Motivationspsychologie, der Emotionsforschung und dem angewandten Fundraising in Non-Profit-Organisationen.
Die Kernfrage lautet: Wirken positive Emotionsindikatoren in Spendenmailings aktivierender auf die Spendenmotivation als negative Emotionsindikatoren?
Der Autor wählt einen dualen methodischen Ansatz: ein quantitatives Feldexperiment mit 2'000 Adressen sowie eine Expertenbefragung unter 40 grossen, zewozertifizierten Organisationen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Herleitung der Variablen, die methodische Darlegung der zwei empirischen Untersuchungen sowie deren detaillierte Auswertung und Diskussion.
Zentrale Begriffe sind Spendenmailing, Emotionsinduktion, Spendenmotivation, Motivation, Emotion sowie der Vergleich von Wirkungsweisen bei verschiedenen Zielgruppen.
Die Hypothese, dass positive Emotionsindikatoren stärker aktivieren, konnte im Feldexperiment nicht verifiziert werden; es zeigte sich sogar eine Tendenz, dass negative Indikatoren teils stärker wirkten.
Es zeigte sich, dass Frauen stärker auf positive Emotionsindikatoren reagieren, während bei Männern teils unterschiedliche Tendenzen hinsichtlich der Spendenhöhe erkennbar waren.
Die Mehrheit der Experten sieht in der Befragung positive Indikatoren als aktivierender an, jedoch wurde die vom Autor definierte Signifikanzschwelle zur Bestätigung der Hypothese nicht erreicht.
Der Autor empfiehlt Non-Profit-Organisationen, ihre Spendergruppen genau zu analysieren und A/B-Tests durchzuführen, da Reaktionen auf Emotionen stark von Zielgruppen-Parametern wie Geschlecht und Alter abhängen.
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