Fachbuch, 2020
106 Seiten
Führung und Personal - Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterzufriedenheit
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik und Struktur der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen zur Hundehaltung am Arbeitsplatz
2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.2 Voraussetzungen des Arbeitsumfeldes
2.3 Eignung des Hundes für ein Arbeitsumfeld
2.4 Abgrenzung zu anderen Tieren
3 Psychologische Einflüsse des Unternehmensalltags auf Mitarbeiter
3.1 Grundlagen der Motivationstheorien und -instrumente
3.2 Arbeitszufriedenheit
3.3 Innere Bedrohungen für Unternehmen
4 Chancen und Risiken von Hunden am Arbeitsplatz
4.1 Psychologische Einflüsse von Tieren auf den Menschen
4.2 Effekte der Hundehaltung am Arbeitsplatz
4.2.1 Effekte auf interne Anspruchsgruppen
4.2.2 Effekte auf externe Anspruchsgruppen
4.3 Weitere Einsatzmöglichkeiten in der Unternehmenspraxis
5 Empirische Untersuchung zur Auswirkung von Hunden am Arbeitsplatz
5.1 Forschungsziel und Methode
5.2 Aufbau und Vorgehen
5.3 Auswertung
5.3.1.1 Demografische Verteilung der Teilnehmer (Fragen 16 und 27)
5.3.1.2 Richtlinien zur Hundehaltung am Arbeitsplatz (Frage 6)
5.3.1.3 Auswirkung des eigenen Hundes auf den Besitzer am Arbeitsplatz (Frage 9)
5.3.1.4 Auswirkungen von Bürohunden auf Externe (Frage 12)
5.3.1.5 Erlaubnis der Hundehaltung am Arbeitsplatz zur Unternehmensgröße (Fragen 4 und 5)
5.3.1.6 Einstellungen gegenüber Hunden am Arbeitsplatz (Frage 7 und 13)
5.3.1.7 Meinungen zu Hunden am Arbeitsplatz (Frage 7 und 14)
5.3.1.8 Attraktivität von Unternehmen mit Bürohunden (Frage 7 und 15)
5.3.1.9 Hunde am Arbeitsplatz im Verhältnis zur Mitarbeiterverantwortung (Fragen 1, 7, 8)
5.3.1.10 Art der Arbeitsplätze (Fragen 2, 3 und 8)
5.3.1.11 Auswirkungen fremder Bürohunde (Fragen 7, 10 und 11)
5.4 Diskussion
6 Handlungsempfehlungen zur Hundehaltung am Arbeitsplatz
6.1 Arbeitgeber
6.2 Arbeitnehmer und Kollegen
7 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob die Anwesenheit von Hunden am Arbeitsplatz als Instrument zur Steigerung der Mitarbeitermotivation und Arbeitszufriedenheit dienen kann. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die Hundehaltung auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter sowie das Betriebsklima auswirkt und welche Chancen und Risiken sich für Unternehmen ergeben.
4.1 Psychologische Einflüsse von Tieren auf den Menschen
Im Rahmen dieser Bachelorarbeit findet eine Abgrenzung vom sogenannten Gebrauchshund, der bei Katastrophen, bei der Polizei oder bei Such- und Rettungstruppen seinen Einsatz findet, statt. Der Fokus der Ausarbeitung liegt auf dem Hund als „Familienhund“.
Zwei Drittel der Deutschen sind mit Tieren aufgewachsen (Reitmeier & Welsch 2012). Dabei ist die allgemeine Meinung, dass diese eine „Bereicherung des Familienlebens“ darstellen. Die Tiere nehmen verschiedenste Beziehungsrollen ein. Sie trösten und stellen einen wichtigen Vertrauten für den Menschen dar. Die Mars Heimtier Studie (2012) untermauert die Bedeutung des Tieres als „Ersatz sozialer Beziehungen und durchaus auch zum Kind- und Partner-Placebo“. Das Tier kann dem Menschen als „emotionalen Anker“ dienen. Folglich werden Tiere auch in Therapien mit dem Menschen eingesetzt werden. Im Nachfolgenden soll speziell die Hund-Mensch-Beziehung betrachtet werden.
Einleitend erfolgt eine Definition von tiergestützten Therapien. Die European Society for Animal Assisted Therapy (ESAAT), der Europäische Dachverband für tiergestützte Therapien, definiert diese wie folgt: „Tiergestützte Therapie umfasst bewusst geplante pädagogische, psychologische und sozialintegrative Angebote mit Tieren für Kinder, Jugendliche, Erwachsene wie Ältere mit kognitiven, sozial-emotionalen und motorischen Einschränkungen, Verhaltensstörungen und Förderschwerpunkten. Sie beinhaltet auch gesundheitsfördernde, präventive und rehabilitative Maßnahmen“ (ESAAT o. J.). Ziel dieser Therapien sind u.a. die Wiederherstellung körperlicher, kognitiver und emotionaler Funktionen und die Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens (ebd.).
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung im Kontext von Work-Life-Balance und psychischer Belastung am Arbeitsplatz sowie das Ziel der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen zur Hundehaltung am Arbeitsplatz: Hier werden rechtliche Rahmenbedingungen und notwendige Voraussetzungen für eine gelungene Integration von Hunden ins Büro geklärt.
3 Psychologische Einflüsse des Unternehmensalltags auf Mitarbeiter: Es werden Motivationstheorien und der Begriff der Arbeitszufriedenheit definiert, um die psychologische Basis für die Analyse zu schaffen.
4 Chancen und Risiken von Hunden am Arbeitsplatz: Dieses Kapitel diskutiert die psychologischen Wirkungen von Tieren und leitet die Effekte auf interne und externe Anspruchsgruppen ab.
5 Empirische Untersuchung zur Auswirkung von Hunden am Arbeitsplatz: Vorstellung der Methodik und Auswertung der Online-Umfrage zu Meinungen und Erfahrungen von Arbeitnehmern in Deutschland.
6 Handlungsempfehlungen zur Hundehaltung am Arbeitsplatz: Zusammenfassung von praktischen Empfehlungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zur Umsetzung einer Bürohund-Richtlinie.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit und Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Hundehaltung in deutschen Unternehmen.
Hunde am Arbeitsplatz, Arbeitsmotivation, Arbeitszufriedenheit, Stressreduktion, Betriebsklima, Mitarbeiterbindung, tiergestützte Therapie, Personalmanagement, Work-Life-Balance, psychische Gesundheit, Compliance, Führung, Unternehmenskultur, Arbeitgeberattraktivität.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Hundehaltung im Büroalltag und untersucht, inwiefern diese als Instrument zur Mitarbeitermotivation eingesetzt werden kann.
Die Untersuchung umfasst psychologische Motivationstheorien, rechtliche Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken für das Betriebsklima sowie die Sichtweise deutscher Arbeitnehmer durch eine empirische Umfrage.
Ziel ist die Identifikation des Potenzials von Hunden als modernes Instrument im Personalmanagement sowie die Erhebung der aktuellen Nachfrage nach Integration von Hunden am Arbeitsplatz.
Es wurde eine quantitative Methode in Form einer internetgestützten Online-Umfrage gewählt, um die Meinungen und Tendenzen von Arbeitnehmern statistisch auszuwerten.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen der Motivation und der Hund-Mensch-Interaktion mit empirischen Erkenntnissen zur Wahrnehmung von Hunden im Büro verknüpft.
Zentrale Begriffe sind neben Hunde am Arbeitsplatz vor allem Arbeitsmotivation, Betriebsklima, psychische Gesundheit und Arbeitgeberattraktivität.
Die Umfrage zeigt eine mehrheitlich positive Einstellung, wobei die befragten Mitarbeiter vor allem Stressreduktion und eine Verbesserung des Betriebsklimas als positive Effekte hervorheben.
Die empirische Analyse deutet auf eine Korrelation hin: In kleineren Unternehmen ist die Erlaubnis zur Hundehaltung häufiger anzutreffen als in großen Konzernen mit über 100 Beschäftigten.
Ja, Teilnehmer äußerten explizit Bedenken hinsichtlich Allergien, mangelnder Sauberkeit, Lärmbelastung und einer möglichen Ablenkung während der Arbeitszeit.
Ja, laut der Arbeit ist die soziale Eignung und Erziehung des Hundes sowie der Nachweis einer Hundehaftpflichtversicherung eine notwendige Bedingung für die Integration in den Arbeitsalltag.
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